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Polizei warnt: Gefälschte Rechnungen mit Trojaner

20.06.2017 | 13:33 Uhr |

Die Polizei warnt vor gefälschten Rechnungen, die via Mail kursieren. Sie installieren Trojaner auf den PCs.

Eine alte Masche, die immer noch funktioniert: Die Polizei von Niedersachen warnt vor gefälschten Rechnungen, die via Mail kursieren. Die gefälschten Rechnungen sind an die persönlich angeschriebenen Empfänger adressiert. Sie sollen dem Empfänger glauben lassen, dass er Zahlungsprobleme habe und nun handeln müsse.

Die eigentliche Falle lauert im Anhang, der mit der Mail mitgeschickt wird. Angeblich befindet sich in dem angehängten ZIP-Archiv ein Dokument, das der Empfänger ausfüllen soll. Doch tatsächlich installiert der Empfänger mit dem Öffnen des ZIP einen Trojaner auf seinem Windows-Rechner.

Als Absender der angeblichen Rechnung werden vor allem diese Unternehmen genannt:

* Giropay
* Giro Pay 24
* Giro Pay 24 GmbH
* Rechtsanwalt Bank Payment AG
* Rechtsanwalt Amazon GmbH
* Directpay GmbH
* Inkassoabteilung Mail & Media AG
* Rechtsanwalt Mail&Media AG
* Rechnungsstelle Pay Online24 GmbH
* Online24 Pay AG
* Online Pay GmbH
* GiroPay AG
* Directpay
* Paydirect
* OnlinePayment AG
* Online Payment GmbH
* PayOnline Bank-Pay AG
* Direktpay24
* Mail & Media AG
* Amazon AG
* Amazon GmbH
* inkasso@giropay.de
* service@giropay.com
* inkasso@ebay.de
* und viele mehr...

Soweit es sich dabei um real existierende Firmen handelt, haben diese nichts mit der Mail und dem Malware-Versand zu tun!

Ein Beispiel für den Text so einer Mail ( Zitat Anfang) :

"Sehr geehrte(r) x,

bedauerlicherweise haben wir festgestellt, dass unsere Erinnerung NR497271162 bis jetzt erfolglos blieb. Nun bieten wir Ihnen hiermit letztmalig die Chance, den ausstehenden Betrag unseren Mandanten Amazon GmbH zu begleichen.

Aufgrund des andauernden Zahlungsrückstands sind Sie gezwungen zuzüglich, die durch unsere Beauftragung entstandene Kosten von 53,23 Euro zu tragen. Bei Fragen oder Reklamationen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von 48 Stunden. Um zusätzliche Mahnkosten auszuschließen, bitten wir Sie den ausstehenden Betrag auf unser Bankkonto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Zahlungen bis zum 12.06.2017.

*Hinterlegte Daten:*
*
x
*

Bitte überweisen Sie den aussehenden Betrag unter Angaben der Artikelnummer so rechtzeitig, dass dieser spätestens zum 16 Juni 2017 auf unserem Bankkonto verbucht wird. Falls wir bis zum genannten Termin keine Zahlung verbuchen, sind wir gezwungen Ihren Mahnbescheid an ein Inkasso zu übergeben. Alle damit verbundenen Zusatzkosten gehen zu Ihrer Last.

*Die vollständige Kostenaufstellung NR497271162, der Sie alle Positionen entnehmen können, befindet sich im Anhang.*

Mit freundlichen Grüßen

Inkasso Abteilung Fabian Veter" Zitat Ende

Die auf dem Windows-PC konkret installierte Schadsoftware unterscheidet sich von Fall zu Fall.

Wie gehabt gilt auch in diesem Fall: Löschen Sie die Mail ohne den Anhang zu öffnen.

Hinweis: Derartige Mails existieren bereits seit einigen Jahren und werden immer wieder reaktiviert.

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