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Pokémon Go in Kirche gespielt: Russisches Gericht verurteilt Blogger

11.05.2017 | 12:46 Uhr |

Ein russisches Gericht hat einen Blogger verurteilt, der in einer Kirche das Spiel Pokémon Go gespielt hatte.

Der 22-jährige Russe Ruslan Sokolovsky hatte im August 2016 in einer Kirche in Jekaterinburg das Spiel Pokémon Go gezockt und anschließend ein Video darüber veröffentlicht. Anschließend ist er verhaftet worden. Am Donnerstag hat nun ein Gericht das Urteil gefällt: Sokolvsky wurde zu einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Konkret wegen der Beleidigung von Gläubigen, was in Russland strafbar ist, und wegen des Schürens von Hass, wie die BBC am Donnerstag meldet.

Nach der Verhaftung war auch die Wohnung von Sokolvsky durchsucht worden. Dabei wurde ein Kugelschreiber mit eingebauter Video-Kamera entdeckt. Auch dafür wurde er von dem Gericht verurteilt.

Sokolvsky zeigte sich nach dem Urteil erleichtert. Immerhin hätte er auch zu einer echten Haftstrafe verurteilt werden können. Hinzu kommt, dass Sokolvsky gewusst hat, dass er etwas Verbotenes tut. Die Behörden hatten während des Pokémon-Go-Hypes vor rechtlichen Konsequenzen gewarnt, wenn solche Spiele in Kirchen gespielt werden. 

In seinem Video hatte Sokolvsky sich über diese Drohung lustig gemacht. Bevor er die Kirche betrat, fragt er im als "Prank" bezeichnete Video, wieso sich jemand angegriffen fühlen könnte, wenn man mit einem Smartphone in der Kirche herumläuft. Hier der Clip auf Youtube:

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