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Plastik-Waffen-Pläne: US-Gericht stoppt Downloads

01.08.2018 | 09:17 Uhr |

Ein US-Richter hat die Veröffentlichung der Pläne für Waffen aus 3D-Druckern gestoppt. Auch Präsident Trump schaltet sich in die Diskussion ein.

Der Streit um die Veröffentlichung der Daten, mit denen jeder funktionstüchtige Plastik-Waffen in einem 3D-Drucker ausdrucken kann, geht in eine neue Runde. Die Non-Profit-Organisation Defense Distributed von Cody Wilson hat ihren jahrelangen Kampf gegen die US-Regierung gewonnen und wollte die Pläne am 1. August veröffentlichen ( wir berichteten ). Das hat ein US-Bezirksrichter in Seattle in der Nacht zum 1. August (deutscher Zeit) nun gestoppt. In der Entscheidung verbietet der Richter vorerst der US-Regierung, die Verbreitung dieser Pläne zu erlauben.

Auch US-Präsident Donald Trump hat sich in die Diskussion mittlerweile eingeschaltet. In einem Tweet erklärt er, sich dem Thema intensiver widmen zu wollen. Die Absicht, 3D Plastik-Waffen an die Öffentlichkeit zu verkaufen, mache für ihn keinen Sinn und er habe darüber auch schon mit der NRA gesprochen. Die National Rifle Association (NRA) ist die größte Waffen-Lobby in den USA.

Bleibt noch festzuhalten: Defense Distributed hat die Öffentlichkeit ausgetrickst. Statt am 1. August wurden die Pläne für Waffen aus dem 3D-Drucker bereits am Wochenende auf defcad.com veröffentlicht und tausendfach heruntergeladen. In der Nacht zum Mittwoch hat Defense Distributed aber die Downloads aufgrund der richterlichen Anordnung wieder vom Netz genommen und ruft nun zur Unterstützung auf, damit die Downloads wieder angeboten werden können.

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