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Philips Hue mit Alexa, Google Home, Elgato, Apple Homekit: Smartes Licht im Test

28.08.2017 | 11:55 Uhr |

Philips Hue bringt immer und zu jedem Anlass das richtige Licht in Ihre Wohnung. Das klappt auch im Zusammenspiel mit Amazon Echo/Alexa, Google Home, Elgato und Apple Homekit/Siri: Smartes Licht gibt es damit systemübergreifend und per Sprachsteuerung. Ein Test.

Mit dem Philips Hue White und Color Ambiance E27 LED-Lampen-Starterset inklusive Bridge bringen Sie für knapp über 150 Euro stimmungsvolles und zu verschiedenen Anlässen passendes Licht in Ihre Wohnung oder in Ihr Haus.

Philips Hue im Preisvergleich

Lieferumfang und Zubehör

Das Starterset besteht aus einer Bridge – das Gateway von Philips Hue, das Sie mit Ihrem Router verbinden – und drei farbigen Leuchten, die natürlich auch weißes Licht abgeben können. Jede Hue-Leuchte besitzt mehrere rote, grüne und blaue LED-Chips, die gemeinsam weißes Licht oder eine beliebige Farbmischung erzeugen. Sie können alle Hue-Leuchten dimmen.

Die Hue-Bridge wird mit dem Router verbunden. Die Bridge benötigt eine eigene Stromversorgung.
Vergrößern Die Hue-Bridge wird mit dem Router verbunden. Die Bridge benötigt eine eigene Stromversorgung.

Die Bridge wird per LAN-Kabel mit dem Router verbunden und die drei Hue-Leuchten kommunizieren über Zigbee Light Link mit der Hue-Bridge. Die Hue-Leuchten kommunizieren übrigens nicht nur mit der Bridge via Zigbee-Funkstandard, sondern auch untereinander. Jede Hue-Leuchte arbeitet also auch als Repeater.

Die Anschlüsse der Hue-Bridge.
Vergrößern Die Anschlüsse der Hue-Bridge.

Für GU10 Lampenfassungen gibt es ein separates Starterset. Und für E14-Sockel gibt es seit April 2017 ebenfalls passende Hue-Leuchten.

Die Hue-Leuchten.
Vergrößern Die Hue-Leuchten.

Falls Sie ohnehin nur weißes Licht verwenden wollen, können Sie auch zum preiswerteren Philips Hue White E27 LED-Lampen- Starterset inklusive Bridge greifen. Wobei „preiswert“ relativ ist: Die Welt von Philips Hue ist nie günstig; wenn Sie Ihr Starterset um weitere Leuchten ergänzen wollen, wird das immer teuer. Eine einzige zusätzliche Farbleuchte kostet rund 47 Euro und ein zusätzlicher Lightstrip fast 63 Euro. Hue ist also definitiv kein Schnäppchenangebot für das Smart Home.

Sie können auch noch eine Fernbedienung alias Wireless Dimming Schalter dazukaufen (dieser ist nicht im Starterkit enthalten), falls Sie zur Bedienung der Leuchten nicht ausschließlich auf Smartphone oder Tablet setzen wollen. Falls Sie sich das unten erwähnte Dimming Kit gekauft haben, besitzen Sie bereits eine solche Fernbedienung, die Sie auch für die Leuchten aus dem Starterset verwenden können.

Übrigens: Wenn Sie die Hue-Leuchten ohne Bridge einschalten, dann leuchten sie weiß mit voller Helligkeit.

Die Integration macht‘s

Spannend wird Philips Hue besonders im Zusammenspiel mit Amazon Echo/Alexa oder Apple Homekit sowie Google Home. Dann können Sie nämlich per Sprachbefehl Leuchten ein- und ausschalten und die Lichtfarbe ändern.

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Außerdem können Sie Philips Hue in andere Homekit-Lösungen, beispielsweise von Elgato, integrieren. Auch Bosch Smart Home setzt auf Philips Hue als Lichtlösung, ebenso wie Eon Plus, der neue Stromtarif mit Smart-Home-Komponenten. Die Hue-Bridge dient dann als Vermittler zwischen dem Mesh-Netzwerk der Hue-Leuchten und anderen Internetdiensten inklusive der Protokolle von Alexa, Homekit, Bosch & Co. 

Tipp: Falls Sie erst einmal in Philips Hue hineinschnuppern wollen, geht das mit dem Philips Hue Wireless Dimming Kit für knapp 36 Euro, dem auch eine Fernbedienung beiliegt. Die einzelne Leuchte aus diesem Dimmer Kit sowie der Dimmer lassen sich mit der Bridge koppeln, Sie können also das Dimmer Kit durch den Kauf des Startersets mit Bridge erweitern (siehe weiter unten). Wir stellen das Dimming Kit hier ausführlich vor.

Inbetriebnahme

Die Installation der Bridge und der drei Leuchten ist denkbar einfach. Sie schrauben zunächst die drei Leuchten in drei freie E27-Fassungen und schalten die Lampen ein. Dann verbinden Sie die Bridge mit Strom und dem WLAN-Router. Laden Sie sich dann die Philips Hue-App für iOS oder Android herunter und folgen den Anweisungen der App, die Sie Schritt für Schritt durch die Installation führt. Dabei können Sie die Hue-Leuchten beliebig in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Haus in verschiedenen Räumen verteilen. Denn mit Hue können Sie problemlos das Licht im ganzen Haus steuern und sind nicht auf bestimmte Räume beschränkt. Immer vorausgesetzt, es befinden sich Hue-Leuchten in allen Zimmern.

Die Hue-App.
Vergrößern Die Hue-App.

Eine Hue-Leuchte hat eine Helligkeit von 806 Lumen, wenn sie voll aufgedreht ist. Die Leistungsaufnahme einer Leuchte liegt voll aufgedreht bei 10 Watt. Die Hue Bridge braucht im Betrieb 1,6 Watt.

Hue-App als zentrales Steuermittel

Sobald die Installation abgeschlossen ist, ist die Hue-App Ihr zentrales Bedieninstrument für die smarte Beleuchtung (außer Sie benutzen die erwähnte Fernbedienung/den Dimmer). Aus der Hue-App heraus weisen Sie jeder Leuchte die gewünschte Farbe zu. Diese Einstellung können Sie jederzeit wieder ändern. Außerdem regeln Sie die Helligkeit und schalten die Leuchten ein und aus.

Denken Sie aber daran: Wenn Sie eine Leuchte nur über die App (oder über den Dimmer) ausschalten, den eigentlichen Wandschalter für eine Lampe aber auf „an“ lassen, dann fließt immer noch minimal Strom. Wollen Sie den Stromfluss wirklich zu 100 Prozent beenden, dann müssen Sie den Wandschalter beziehungsweise den mechanischen Schalter der jeweiligen Lampe betätigen.

Die Hue-App.
Vergrößern Die Hue-App.

Auch die Szenenauswahl erfolgt über die App. Sie können also zum Beispiel ein Licht auswählen, das entspannend wirken soll oder eines, dass sich besonders gut zum Lesen eignet. Ebenso können Sie diverse Routinen festlegen, mit denen die Hue-Bridge zum Beispiel zum Aufwachen alle Lichter einschaltet oder beim Einschlafen alle Lichter langsam ausgehen lässt. Damit können Sie auch ein bewohntes Haus vortäuschen, obwohl Sie überhaupt nicht zu Hause sind. Das soll Einbrecher abschrecken.

Die Hue-App.
Vergrößern Die Hue-App.

Für einige standortabhängige Funktionen benötigen Sie einen Hue-Account, die meisten Funktionen wie das zeitabhängige Ein- und Ausschalten der Leuchten stehen aber auch ohne Hue-Konto zur Verfügung.

Updates nötig

Von Zeit zu Zeit veröffentlicht Philips Firmware-Updates für die Hue-Bridge. Wenn Sie diese aufspielen, sollten alle Hue-Leuchten eingeschaltet sein. Das Starten des Updates erfolgt ebenfalls über die Hue-App.

Apps von Drittanbietern

Neben der von Philips zur Verfügung gestellten App gibt es noch viele weitere Apps von Drittanbietern für Philips Hue. Die besten Apps für Philips Hue stellen wir hier vor.

Integration in Apple Homekit.
Vergrößern Integration in Apple Homekit.

Hue-Dimmer und Hue-Leuchte nachträglich hinzufügen

Die nachträgliche Integration eines bereits vorhandenen Dimmers und einer einzelnen weißen Hue-Leuchte aus dem oben erwähnten Dimmerset klappte im Test ohne Probleme. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Hue-App.

Die nachträgliche Integration einer Hue White Lamp und deren Zuweisung zum Esszimmer.
Vergrößern Die nachträgliche Integration einer Hue White Lamp und deren Zuweisung zum Esszimmer.

Beim Dimmer mussten wir zuvor nur den Setupschalter an der Rückseite mit einer dünnen, spitzen Nadel drücken. Sowohl Leuchte als auch Dimmer werden dann in der Hue-App per „+“-Taste der Hue-App hinzugefügt. Wir müssen die Leuchte nur noch dem gewünschten Raum zuweisen.

Den Hue Dimmer Schalter konnten wir ebenfalls probemlos integrieren.
Vergrößern Den Hue Dimmer Schalter konnten wir ebenfalls probemlos integrieren.

In unserem Fall können wir mit dem Dimmer nun also beide Leuchten im Esszimmer gemeinsam dimmen. Das muss man in der App aber ausdrücklich so festlegen.

Wir entscheiden uns dafür mit dem Dimmerschalter nur die beiden Leuchten im Esszimmer zu regeln.
Vergrößern Wir entscheiden uns dafür mit dem Dimmerschalter nur die beiden Leuchten im Esszimmer zu regeln.

Theoretisch könnten wir mit dem Dimmer nämlich auch alle Leuchten in zwei getrennten Zimmern auf einmal dimmen. Das dürfte aber nicht immer gewünscht sein. Deshalb können Sie genau festlegen, welche Leuchten in welchen Zimmern der Dimmer regeln soll.

Aufgepasst: Wenn Sie den Dimmer aus dem Stand-Alone-Dimmerset nachträglich mit der Bridge verbinden, dann lässt er sich künftig ohne Bridge nicht mehr benutzen. Die direkte Koppelung zwischen Dimmer und Leuchte ohne Umweg über die Bridge geht also verloren.

Apple Homekit und Philips Hue

Praktisch ist die Verbindung von Philips Hue mit Apple Homekit, weil Sie dann über Sprachbefehle an Siri jede einzelne Leuchte von Philips Hue steuern können. Sie sagen also beispielsweise: "Schalte das Licht im Wohnzimmer ein“. Und schon geht im Wohnzimmer das Licht an. Genauso schalten Sie das Licht auch per Sprachbefehl wieder aus. Auch Farbänderungen sind per Siri möglich.

Sie können aber nicht nur einzelne Leuchten, sondern alle Leuchten eines Raumes auf einmal über Siri ein- und ausschalten.

Steuerung per Sprachbefehl an Siri.
Vergrößern Steuerung per Sprachbefehl an Siri.

Ebenso ist per Sprachbefehl die Auswahl von Szenen möglich. Die Apple Home-App zeigt alle Hue-Leuchten ebenfalls an. Sie sehen in Apple Home sofort, welche Leuchten eingeschaltet sind und wie hell sie leuchten.

Die Apple Home App zeigt die Komponenten von Hue an.
Vergrößern Die Apple Home App zeigt die Komponenten von Hue an.

Elgato Eve und Philips Hue

Falls Sie die Elgato-Eve-App installiert haben, um beispielsweise den Zwischenstecker Eve Energy oder das Thermometer, Barometer, Hygrometer Eve Degree zu steuern, so können Sie aus der Eve-App heraus auch die Hue-Leuchten schalten. Denn Eve integriert die Hue-Komponenten nach deren Inbetriebnahme automatisch in die App.

Eve Degree: Pfiffige Wetterstation für Homekit und Siri im Test

Sie können dann also von der Eve-App aus Helligkeit und Lichtfarbe jeder Hue-Leuchte verändern und die einzelnen Hue-Leuchten ein- und ausschalten. Sie sehen in der Eve-App die aktuelle Farbwahl pro Leuchte und deren Helligkeit. Und natürlich sehen Sie, welche Leuchten eingeschaltet sind und welche nicht. Dabei werden die Leuchten getrennt nach den zugewiesenen Räumen aufgelistet.

Sehr gut gefällt uns die Art und Weise, wie man in der Eve-App die Farbe einer Leuchte festlegen kann. Das geht nämlich ganz bequem per Farbpalette – ähnlich wie auch schon bei TP-Link.

Mit der Elgato-Eve-App können Sie auch die Hue-Leuchten bedienen.
Vergrößern Mit der Elgato-Eve-App können Sie auch die Hue-Leuchten bedienen.

Nur für die Verwaltung der Hue-Bridge, beispielsweise zum Aufspielen von Firmware-Updates, ist dann noch die Hue-App erforderlich.

Mit der Elgato-Eve-App können Sie auch die Hue-Leuchten bedienen.
Vergrößern Mit der Elgato-Eve-App können Sie auch die Hue-Leuchten bedienen.

Bosch Smart Home und Philips Hue

Bosch setzt bei seiner Smart-Home-Lösung auf das Beleuchtungssystem von Philips. Allerdings können Sie die Hue-Leuchten nicht direkt mit dem Bosch-Smart-Home-Controller verbinden, sondern verbinden den Bosch-Controller mit der Hue-Bridge. Sie haben dann also zwei Gateways am WLAN-Router hängen – toll ist das nicht.

Die Kommunikation zwischen Hue-Leuchten und Bosch-Smart-Home-Komponenten läuft somit folgendermaßen ab: Zum Beispiel registriert der Bewegungsmelder von Bosch eine Bewegung. Er meldet das an den Bosch Smart-Home-Controller, der den entsprechenden Alarm an die Bosch-App auf dem Smartphone des Benutzers schickt. Gleichzeitig schickt der Bosch Smart-Home-Controller ein Signal an die Hue-Bridge. Die Hue-Bridge ihrerseits aktiviert nun die Hue-Leuchten im Haus, damit diese beispielsweise angehen oder Alarmrot leuchten. Damit lässt sich dann ein Einbruchsalarm simulieren.

Alternativ kann der Bewegungsmelder, wenn er eine Bewegung registriert und es nicht mehr hell genug ist, alle Philips-Hue-Lampen in dem Raum einschalten, in dem der Bewegungsmelder installiert ist. Das wäre dann keine Alarmfunktion, sondern eine Komfortfunktion.

Eon und Philips Hue

Der Energieversorger Eon hat mit Eon Plus einen neuen Tarif vorgestellt. Dabei kann der Kunde ausgewählte Smart-Home-Komponenten im Rahmen des Tarifs mit einem monatlichen Betrag abbezahlen. Für das unterstützte Beleuchtungssystem fiel Eons Wahl auf Philips Hue.

Alexa kann Hue

Selbstverständlich ist in Amazon Echo und Echo Dot ein Alexa-Skill für Hue integriert. Wie Sie Hue konkret mit Amazon Echo Dot koppeln und welche Probleme wir dabei erlebten, beschreiben wir in diesem Artikel.

Tipp: Die zehn besten Skills für Amazon Alexa/Echo stellen wir hier vor

Sobald Sie Alexa und Hue miteinander bekannt gemacht haben, können Sie per Sprachbefehl an Alexa zumindest lichtmäßig für Abendstimmung oder Partyfeeling in der Wohnung sorgen. Beispielsweise mit den entsprechenden Hue-Szenen, die Sie über Alexa aufrufen.

Lese-Tipp : Alexa Smart Home: Die besten Geräte für Amazon Echo

Google Home und Hue

Auch der Amazon-Echo-Herausforderer Google Home schaltet Hue-Leuchten per Sprachbefehl. Wie Sie Hue unter Google Home einrichten, führen wir in diesem Ratgeber detailliert vor. Wobei sich die Leuchten von Hue mit Google Home intuitiver bedienen lassen als mit Amazon Alexa.

Hue-Bridge von oben.
Vergrößern Hue-Bridge von oben.

Fazit: Philips Hue bietet smartes Licht systemübergreifend

Wer immer das richtige Licht haben will und das automatisch ohne Zutun, der liegt mit Philips Hue richtig. Ob stimmungsvolles Ambiente oder perfektes Licht zum Lesen – mit Hue kein Problem. Besonders lobenswert ist das Zusammenspiel mit anderen Smart-Home-Systemen wie Amazon Echo, Google Home oder Apple Homekit.

Gut gefällt uns die Möglichkeit, die Hue-Leuchten über die diversen Sprachbedienungssysteme Alexa, Google Assistant und Siri bequem bedienen zu können.

Weniger gut gefällt uns der Preis: Philips Hue ist ein teurer Spaß, insbesondere wenn man nachträglich Komponenten dazukaufen will.

Philips Hue, Osram Lightify, Elgato Avea, Ikea Tradfri: Das beste smarte Licht

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