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Persönliche Google-Inhalte archivieren und lokal speichern

31.08.2018 | 09:13 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Google zu nutzen bedeutet nicht unbedingt, alles in der Cloud zu speichern! Über eine weitgehend unbekannte Funktion können Sie sämtliche persönlichen Daten aus mehr als drei Dutzend Google-Diensten zu einem Archiv zusammenpacken lassen und dieses anschießend lokal als Zip-Archiv abspeichern: von den Bookmarks über Ihre Fitnessdaten und Kontakten bis zu Youtube-Abonnements.

So geht’s: Tippen Sie in die Adresszeile des Browsers https://takeout.google.com ein und melden Sie sich gegebenenfalls mit Ihren Kontodaten bei Google an. Daraufhin sehen Sie eine lange Liste mit Diensten, aus denen Daten für den Download zur Verfügung stehen. In der Voreinstellung sind alle Dienste aktiviert, sämtliche Daten würden also ins Archiv aufgenommen. Nun können Sie zum einen jeden Dienst deaktivieren, dessen Daten Sie nicht benötigen oder nicht herunterladen möchten. Bei einigen der Dienste stehen Ihnen über das kleine schwarze Dreieck weitere Optionen zur Verfügung, darunter die Wahl des Speicherformats, die Eingrenzung auf bestimmte Daten und weitere, jeweils kontextabhängige Filter.

Sämtliche persönlichen Daten und Inhalte von Google lassen sich über die Archivfunktion lokal auf der Festplatte des Computers speichern.
Vergrößern Sämtliche persönlichen Daten und Inhalte von Google lassen sich über die Archivfunktion lokal auf der Festplatte des Computers speichern.

Haben Sie alles wie gewünscht eingestellt, fahren Sie unten mit der Schaltfläche „Weiter“ fort und legen im nächsten Schritt den Archivtyp (ZIP oder TGZ), die maximale Größe der einzelnen Archivteile sowie die „Übermittlungsmethode“ fest. Hier stellt Google neben der Voreinstellung „Downloadlink per E-Mail senden“ verschiedene Cloudspeicher zur Verfügung. Wer hier allerdings die kostenlosen Varianten von Dropbox, Google Drive oder Microsoft Onedrive mit jeweils nur wenigen GByte Speicherplatz verwendet, stößt beim Onlinearchiv schnell an Grenzen. Unsere Empfehlung lautet daher auf Benachrichtigung per Mail. Sobald Sie nun auf „Archiv erstellen“ klicken, startet der Prozess, bei dem Google selbst warnt, dass er sehr lange, „d. h. Stunden oder möglicherweise Tage“ dauern könne. Sobald das Archiv erstellt ist und zum Download bereitsteht, bekommen Sie per Gmail eine Nachricht mit einem Link zum Herunterladen. Aus Sicherheitsgründen verlangt der Link nochmals Ihr Kennwort.

Das lokale ZIP- beziehungsweise TGS-Archiv lässt sich mit jedem Packprogramm öffnen, die einzelnen Google-Inhalte sind über Verzeichnisse übersichtlich strukturiert.

Wichtig: Bitte beachten Sie, dass Google das zur Verfügung gestellte Archiv nur eine Woche lang bereithält, danach wird es automatisch gelöscht. Sie müssen es also binnen sieben Tagen herunterladen und lokal abspeichern, um es nicht erneut erstellen zu müssen.

Tipp: Zehn Gratis-Tools von Google zum Download

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