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Freesync mit Nvidia-Geforce-Grafikkarten nutzen

23.04.2019 | 13:34 Uhr |

Freesync war bis Anfang dieses Jahres nur AMD-Radeon-Grafikkarten vorbehalten – und das hat sich jetzt geändert.

Bisher waren die Bildsynchronisationstechniken Nvidia GSync und AMD Freesync zwei getrennte Verfahren. Beide sorgen für ein deutlich flüssigeres Bild, indem sie die Ausgabe auf dem Monitor mit dem Grafikprozessor gleichschalten.

Das Verfahren Nvidia G-Sync, das vom gleichnamigen Grafikkarten-Spezialisten entwickelt wurde, verursacht eine relativ hohe Investition. Denn die Schirme benötigen ein extra Hardware-Modul im Inneren. Außerdem stellt der Hersteller einen gewissen Qualitätsanspruch an die sonstige Ausstattung, etwa das Panel.

Die Alternative Freesync benötigt keine zusätzliche Hardware in den Bildschirmen, funktioniert jedoch nur im Zusammenspiel mit Displayport ab der Version 1.2. Denn ab dieser Versionsnummer ist der offene Standard „Adaptive Sync“ integriert, der eine ähnliche Bildsynchronisation wie bei G-Sync ermöglicht.

Ab dem Nvidia-Grafiktreiber mit der Version 417.17 für die Geforce-Modelle ab der GTX 1050 wird nun auch Adaptive Sync und damit auch Freesync unterstützt. Damit können Interessenten nun aus einem noch größeren und vor allem preislich deutlich attraktiveren Portfolio an Monitoren auswählen: Aktuell gibt es rund 550 Bildschirme mit Freesync-Funktion, die aus unterschiedlichen Preisklassen stammen.

Freesync lässt sich jetzt auch mit Nvidia-Geforce-Grafikkarten nutzen. Ein Versuch bei Ihrem Schirm lohnt sich auch ohne offizielles Herstellerzertifikat von Nvidia.
Vergrößern Freesync lässt sich jetzt auch mit Nvidia-Geforce-Grafikkarten nutzen. Ein Versuch bei Ihrem Schirm lohnt sich auch ohne offizielles Herstellerzertifikat von Nvidia.

Von Nvidia offiziell zertifiziert sind bisher zumindest nur zwölf Modelle. Sie tragen das Prädikat „G-Sync Compatible“, da diese wiederum auch in anderen Faktoren wie der Qualität des Panels den Ansprüchen von Nvidia genügen.

Grundsätzlich aktivieren lässt sich Freesync jedoch immer. Allerdings kann es laut Nvidia bei nicht zertifizierten Monitoren zu Bildfehlern kommen. Tests einiger Fachmedien zeigen, dass auch Bildschirme ohne Zertifikat in Zusammenspiel mit G-Sync fehlerfrei funktionieren. Ob das tatsächlich für alle Freesync-Bildschirme gilt, lässt sich derzeit noch nicht sagen.

Wollen Sie G-Sync auf Ihrem Freesync-Monitor aktivieren, klicken Sie mit der rechten Maustaste einfach auf eine freie Stelle Ihres Desktops und wählen aus dem Kontextmenü die „Nvidia Systemsteuerung“ aus. Links unter „Anzeige“ wählen Sie den Eintrag „G-Sync einrichten“. Setzen Sie dann auf der rechten Seite des Fensters einen Haken bei „Enable GSync, G-Sync Compatible“. Wenn Sie möchten, können Sie die Funktion nicht nur für Anwendungen aktivieren, die im Vollbild laufen, sondern auch für jene, die Sie im Fenstermodus nutzen. Übernehmen Sie die Einstellungen und wechseln Sie dann zum On-Screen-Menü Ihres Monitors, um dort ebenfalls Freesync zu aktivieren. Ab sofort ist die Bildsynchronisation aktiv.

Sollte es bei Ihrem Bildschirm zu Darstellungsfehlern wie Flackern oder Rucklern kommen, probieren Sie zunächst einige Bildprofile durch. Eventuell lassen sich die Fehler dadurch beheben. Bleiben die Mängel bestehen, müssen Sie Freesync wieder deaktivieren.

Tipp: Nvidia: Geforce RTX 2080 etwa 50 Prozent schneller als GTX 1080

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