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Pentagon verbietet Soldaten Fitness-Tracker-Nutzung

08.08.2018 | 14:09 Uhr |

Das US-Verteidigungsministerium verbietet bestimmten Truppenteilen die Nutzung von Fitness-Trackern.

Das US-Verteidigungsministerium hat in dieser Woche bestimmten Truppenteilen die Nutzung von Fitness-Trackern und Smartphone-Apps, die Standortdaten offenlegen, verboten . Laut dem Pentagon würden derartige Wearables und Applikationen in Einsatzgebieten Standorte, persönliche Informationen und Details über die persönliche Routine der Soldaten offenlegen. Das stelle ein Risiko für Militäreinsätze dar. Ein generelles Fitness-Tracker und -App-Verbot gibt es jedoch nicht. Die Truppenführer sollen künftig selbst entscheiden, wann ein Verzicht auf die Fitness-Technik sinnvoll ist.

Anfang des Jahres war die Fitness-App Strava in die Kritik geraten . Mit ihrer öffentlichen Global Heatmap war erkennbar, wo Nutzer besonders viel trainieren und welche Strecken sie dabei laufen. Aus diesen Informationen ließen sich die Standorte von Militärbasen ableiten. In Städten gehen die Laufstrecken unter, befinden sie sich jedoch in Krisengebieten - beispielsweise im Nahen Osten - sind die Umrisse von Basen und Stützpunkten auf der sonst dunklen Karte sehr gut zu erkennen. Vom US-Verteidigungsministerium wurde daraufhin eine Untersuchung der App-Daten eingeleitet.

Als ähnlich verräterisch entpuppte sich die öffentliche Karte der Fitness-App Polar. Auf deren Basis gelang es Redakteuren der niederländischen Zeitung De Correspondent, die sportlichen Aktivitäten von Soldaten im Auslandseinsatz und Geheimdienstmitarbeitern nachzuvollziehen. Als Reaktion auf die Recherchen hat der finnische Polar-Entwickler die „Erforsche“-Funktion auf seiner Mitgliederwebsite inzwischen wieder offline genommen.

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