2350229

PCI Express: Kompatible Slots finden

11.07.2018 | 09:19 Uhr |

Kleine Hauptplatinen in den kompakten Formaten Micro-ATX und Mini-ITX haben selten mehr als zwei PCI-Express-Steckplätze. Die übliche Ausstattung umfasst dabei auf Micro-ATX-Platinen meist zwei kurze Steckplätze für PCI-Express x1 und einen langen Slot für PCI-Express x16, der für eine Grafikkarte vorgesehen ist. Was tun, wenn eine PCI-Express-Karte nach dem Standard x4 oder x8 weder in den kurzen noch in den langen Steckplatz passt?

Generell arbeiten kürzere PCI-Express-Karten auch in längeren Steckplätzen. Die Bezeichnungen x1, x4, x8 und x16 gibt die Anzahl der Lanes und damit die Anzahl der Steckkontakte des Slots an. Der PCI-Express-Standard ist abwärtskompatibel. Das heißt, ein Karte mit x4 passt auch in einen für x8- und x16-Slot und nutzt dann einfach entsprechend weniger der dort verfügbaren Lanes.

Umgekehrt ist PCI-Express beim Betrieb von Karten mit mehreren Lanes auf kurzen Slots nicht so nachsichtig: Zwar sieht es der Standard vor, die Zahl der genutzten Lanes am Bootzeitpunkt mit einer Karte auszuhandeln.

Aber rein mechanisch passen längere PCI-Express-Karten einfach nicht in kürzere Slots. Auch die Firmware oder das Bios der Hauptplatine wird größere Karten nicht zuverlässig erkennen, selbst wenn man einen 1x-Slot auf einer Seite mit einer Feile öffnet.

Ausnahmen: Vereinzelt gibt es Hauptplatinen, deren 1x-Steckplatz schon vom Hersteller aus an einer Seite offen geblieben ist, um längere Karten aufzunehmen. Bei diesen Platinen sollte es dann auch seitens des Bios beziehungsweise der Firmware funktionieren, PCI-Express-Karten mit langsamerer Geschwindigkeit und weniger Lanes zu betreiben. Ein hilfreiches Tool in der Kommandozeile bei Experimenten mit PCI-Express-Karten ist lspci:

lspci

Der Befehl zeigt die erkannte PCI-Hardware an.

Lesen Sie auch : Spezifikationen für PCIe 4.0 stehen fest

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2350229