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Overwatch-Hacker muss ein Jahr ins Gefängnis

26.06.2018 | 15:44 Uhr |

In Südkorea wurde ein Overwatch-Hacker wegen unerlaubter Manipulationen zu einer Haftstrafe von einem Jahr verurteilt.

In dieser Woche wurde in Südkorea ein Overwatch-Spieler zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung verurteilt . Mit mehreren Hacks für das Online-Multiplayer-Game hatte sich der 28-jährige Mann über einen längeren Zeitraum hinweg mehr als 200 Millionen Koreanische Won (umgerechnet rund 153.000 Euro) ergaunert. Mit diesen illegalen Manipulationen verstieß der Angeklagt gleich gegen zwei südkoreanische Gesetze, den Game Industry Promotion Act und das Information and Communication Technology Protection Law.

Im vergangenen Jahr hatte Publisher Blizzard eine enge Zusammenarbeit mit der Cybersecurity-Abteilung der Seoul National Police Agency gestartet. Ziel dieser Kooperation war es, Hacks und Hacker aufzuspüren, die dem Ansehen des beliebten Online-Spiels schaden. Im Rahmen dieser Aktion wurde auch der in dieser Woche verurteilte Südkoreaner entlarvt.

Besonders die südkoreanischen Overwatch-Server haben mit Hackern zu kämpfen. Entsprechende illegale Skripte erlauben beispielsweise automatisches Zielen und Rang-Manipulationen. Auch DDoS-Attacken gegen Gewinner sind weit verbreitet. Das aktuelle Urteil ist nicht die erste Strafe die gegen einen Gaming-Hacker verhängt wird. Normalerweise kommen die Betrüger jedoch mit einer Geldstrafe davon. Das Urteil mit einer zwölfmonatigen Gefängnisstrafe soll andere Hacker abschrecken. Ob diese Taktik in Südkorea Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Durch verschärfte Gesetze drohen Hackern dort mittlerweile Geldstrafen von bis zu 43.000 US-Dollar und Haftstrafen von bis zu fünf Jahren.

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