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Online-Boom: Paket-Lieferungen werden teurer

10.12.2018 | 12:35 Uhr | René Resch

Aufgrund des anhaltenden Online-Booms werden in Zukunft Paket-Lieferungen von DHL, DPD und Hermes teurer werden.

Online-Handel boomt, Paketzustellungs-Dienste profitieren ebenfalls vom verbreiteten Online-Handel, sorgen allerdings auch für gesteigerte Personalkosten. Und nicht nur das: Die Suche nach Fahrern erweist sich bei den relativ niedrigen Löhnen als weitere Herausforderung.

„Der Arbeitsmarkt ist leergefegt. Das E-Commerce-Wachstum war in den letzten Jahren sehr groß. Es gibt Mitbewerber, die in der Lage sind, höhere Löhne zu zahlen. Teilweise wird gezielt abgeworben. Im Laufe des Jahres haben wir dadurch etwa 1000 Fahrer verloren.“ sagte Hermes-Deutschland-Chef Olaf Schabirosky dem Hamburger Abendblatt (Samstag).  Für Hermes sind rund 10.000 Fahrzeuge im Einsatz, im Weihnachtsgeschäft sogar 13.000.

Post will Porto-Kosten anheben

Auch die Deutsche Post mit dem Paketlieferdienst DHL hat mit diesen Umständen zu kämpfen. Der Chef der Deutschen Post, Frank Appel, äußerte sich folgendermaßen: „Unsere Branche hat ein grundsätzliches Problem, weil die Zustellung zu gering bezahlt wird. Faktisch sind die letzten 50 Meter bis zur Haustür der teuerste Teil unserer Dienstleistung. Genau dort lässt sich aber die Effizienz kaum mehr steigern.“

Über einen Portoaufschlag für die Lieferung bis an die Haustür denke die Post im Gegensatz zu anderen Mitbewerbern allerdings nicht nach, jedoch wird wohl relativ Zeitnah das Porto für Briefe und Pakete angehoben werden: „Wir brauchen ein höheres Porto, weil unsere Personalkosten jedes Jahr um etwa drei Prozent steigen und gleichzeitig die Briefmengen um einen ähnlichen Wert sinken“.

Hermes und DPD planen Preiserhöhung

Insgesamt soll der Preis für ein Paket um die 50 Cent bei Hermes steigen. Mit den höheren Kosten für den Kunden sollen die Paket-Lieferanten besser bezahlt werden können. Auch Konkurrent DPD hat eine baldige Preiserhöhung angekündigt. Zum Jahreswechsel sollen die Preise um rund 6,5 Prozent erhöht werden.

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