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OLED-Displays: Doch nicht so ausgereift?

25.10.2017 | 14:56 Uhr | Stephan Wiesend

Es gibt Probleme mit dem Bildschirm des Pixel 2 XL, ein wenig bestätigen diese Apples Zurückhaltung bei OLED-Displays.

Nächste Woche erscheint Apples erstes Smartphone mit OLED-Displays. Beim Einsatz dieser neuen Display-Technologie ist Apple ein echter Nachzügler, viele überrraschte außerdem, dass beim iPhone 8 weiter herkömmliche IPS-Displays verbaut. Gibt es doch von Samsung und anderen Herstellern schon länger Smartphones mit der neuen Display-Technologie. Bei der Keynote hatte Phil Schiller dies mit einigen Nachteilen der bisher verfügbaren OLED-Panels begründet, etwa Farbdarstellung und Helligkeit. Das neue Google Smartphone Pixel 2 XL zeigt nun, dass die neue OLED-Technologie offenbar doch noch ihre Tücken hat und Apple wohl nicht ohne Grund beim iPhone 8 darauf verzichtet.

Bei OLED-Displays für Smartphones ist Samsung klarer Marktführer und offenbar auch technologisch an der Spitze. Zwei seltene Ausnahmen sind das V30 von LG und das neue Pixel 2 XL. Beide beherbergen ein so genanntes POLED-Display von LG. Im Standardmodell des Pixel 2 kommt ein Panel von Samsung zum Einsatz, beim größeren Modell verwendet Google ein 6-Zoll-Panel von LG. Auch im iPhone 8 Plus hätte dieses Panel theoretisch landen können, vielleicht ist dies aber kein Verlust. Bei vielen Käufern und Testern löste das neue Pixel 2 XL einige Enttäuschung aus. Es habe blassere Farben, bei seitlicher Betrachtung gibt es außerdem eine deutlich erkennbare Farbverschiebung. Die Farben seien auch bei maximaler Einstellung für Sättigung deutlich weniger brillant als bei einem Samsung-Panel, Ars Technica bezeichnete den Eindruck als „grainy“ . Einige Anwender berichten sogar von einem Einbrennen von Display-Elementen. In einer Stellungnahme gegenüber 9to5google hat der Hersteller angekündigt, dies durch Software zu beheben, es soll etwa eine Option für 10 Prozent mehr Sättigung geben – für lebendigere Farbdarstellung. Aber auch das Display des V30 von LG scheint nicht ganz mit den Samsung-Panels mithalten zu können, so sind auch kaum Einbrenn-Effekte bekannt.

Im Smartphone-Markt sind Apple und Samsung Konkurrenten, trotzdem ist Apple beim iPhone X offenbar vorerst auf Panel des koreanischen Konzerns angewiesen. Eine teure Partnerschaft, an der Samsung angeblich sogar besser verdient, als am Verkauf seiner eigenen Smartphones. Nicht ohne Grund gab es immer wieder Gerüchte über Milliardeninvestitionen von Apple in LG. Für das iPhone X waren die Panel von LG aber anscheinend noch nicht marktreif, für das iPhone 8 benötigt Apple ja außerdem gleich zweistellige Millionenzahlen ans Panel. Vielleicht bekommt aber schon das iPhone 9 ein OLED-Panel von LG?

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