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Office Dictate: Spracherkennung für Word & Co.

30.11.2017 | 09:04 Uhr |

Wer sich die Tipperei sparen will, kann zum Schreiben in Office auch Spracherkennung nutzen. So geht's.

Selbst schnelles Tippen per 10-Finger-System ist deutlich langsamer als natürliches Sprechen. Das kann man sich mit der neuen Spracherkennung Microsoft Dictate für Word, Outlook und Powerpoint zunutze machen, indem man Text statt wie sonst üblich über die Tastatur schneller per Mikrofon einspricht. Das kostenlose Addin verarbeitet zwei Dutzend Sprachen – darunter auch Deutsch – und gibt die Inhalte wahlweise in der gleichen Sprache oder automatisch übersetzt wieder. Für die Übersetzungen stehen sogar 60 Sprachen zur Verfügung. Technisch funktioniert das Ganze mit der gleichen Cloud-Technologie, die Microsoft auch bei seiner digitalen Assistentin Cortana einsetzt und für folglich eine Online-Verbindung erforderlich ist.

So geht’s: Voraussetzung für die Nutzung ist ein PC mit Windows 8.1 oder 10 sowie Office 2013, 2016 oder 365. Sofern Ihre Rechner den Mindestanforderungen genügt, installieren Sie das passende Office-Add-In etwa von der Dictate-Webseite . In den allermeisten Fällen ist die Variante „für Office 32-Bit“ richtig, auch wenn das Betriebssystem als 64-Bit-Version auf Ihrem Computer läuft. Nach dem Download starten Sie den Setup-Assistenten und bestätigen sämtliche Installationsschritte.

Windows 10: Spracheingabe mit Cortana - so geht's

Schließen Sie nun ein Mikrofon oder ein Headset an, in aller Regel erkennt Windows das Einstecken automatisch und richtet das Gerät über die Treibersoftware der Soundkarte oder des – chips auf dem Mainboard korrekt ein.

Keineswegs perfekt, aber respektabel: Die Spracherkennung erfordert etwas manuelle Nachbearbeitung.
Vergrößern Keineswegs perfekt, aber respektabel: Die Spracherkennung erfordert etwas manuelle Nachbearbeitung.

Wenn Sie anschließend eine der drei genannten Office-Applikationen starten, erscheint die zusätzliche Registerkarte „Dictation“. Darin wechseln Sie die voreingestellte Sprache Englisch hinter „From“ auf „German“, die Einstellung darunter („To“) wechselt automatisch ebenfalls ins Deutsche. Nach einem Mausklick auf „Start“ links können Sie Ihre ersten Diktierversuche machen. In unseren Tests variierte die Erkennungsgenauigkeit abhängig vom Sprecher und vom Mikrofon deutlich. Falls Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, versuchen Sie deutlicher zu sprechen. Gegebenenfalls passen Sie die Aufnahmelautstärke oder -empfindlichkeit in der Audio-Software oder je nach Mikrofonausführung auch am Drehpotentiometer an. Hilft beides gar nicht, liegt es vermutlich an die Qualität des verwendeten Mikros. Möchten Sie simultan übersetzen, wählen Sie bei der „From“- und „To-“Einstellung unterschiedliche Sprachen. Mühsam: Sie müssen die Sprache bei jedem Aufrufen von Word, Outlook oder Powerpoint neu wählen – das Addin merkt sich die letzte Einstellung nicht.

Nach unseren Tests erfordert die Texterkennung zwar etwas Nacharbeit, insgesamt aber ist die Erkennungsgenauigkeit durchaus gut. Probleme gibt es vor allem bei Eigennamen, bestimmten Ausdrucksweisen, Groß- und Kleinschreibung sowie bei den Satzzeichen. Unbefriedigend ist, dass nicht alle von Microsoft genannten Steuerbefehle auch auf Deutsch funktionieren: „Punkt“, „Komma“, „Fragezeichen“, „Neue Zeile“ und manches mehr setzt die Software korrekt um, anderes wie „Löschen“ dagegen nicht.

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