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Oculus muss 500 Mio. Dollar an Zenimax zahlen

02.02.2017 | 14:33 Uhr |

Oculus wurde zwar vom Ideenklau freigesprochen, der VR-Brillen-Entwickler muss aber dennoch eine Entschädigung an Zenimax zahlen.

Fast drei Jahre, nachdem Zenimax Oculus wegen der Weitergabe von Firmengeheimnissen verklagt hatte, kommt der Fall nun zu einem Abschluss. Oculus wurde mittlerweile von den Vorwürfen des Ideendiebstahls freigesprochen und darf sein VR-Headset Oculus Rift weiterhin verkaufen.

Zenimax geht jedoch nicht ganz leer aus. In einer zweiten Klageschrift hatte der Konzern bemängelt, dass Oculus Gründer Palmer Luckey gegen ein NDA verstoßen und in der Kickstarter-Kampagne von Rift Gameplay-Material aus Doom 3: BFG Edition gezeigt habe. In diesem Fall gab das Gericht Zenimax Recht und verdonnerte Oculus, die inzwischen zu Facebook gehören, zu einer Strafzahlung in Höhe von 500 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zu den Summen, die Zenimax ursprünglich verlangt hatte (insgesamt 4 Milliarden US-Dollar), dürfte die aktuelle Summe jedoch nicht für Befriedigung beim Medienkonzern sorgen.

Stein des Anstoßes beim Rechsstreit zwischen Zenimax und Oculus war die dem VR-Headset Rift zugrundeliegende Technik. Zenimax hatte Oculus in der ersten Klageschrift vorgeworfen, dass Oculus-Gründer Luckey nicht über die nötige Expertise verfügt habe, um Oculus ganz allein zu entwickeln. Aus diesem Grund habe der ehemalige ID-Software-Entwickler John Carmack Firmengeheimnisse von Zenimax zu Oculus getragen. Hätte das Gericht zugunsten von Zenimax geurteilt, wäre die Zukunft von Oculus Rift ungewiss gewesen. Die Strafzahlung fällt im aktuellen Fall zwar auch noch hoch aus, zusammen mit dem Mutterkonzern Facebook dürfte Oculus diese jedoch ohne große Dellen abstottern können.

Wie Zenimax in einem aktuellen Statement betont, wolle der Konzern sichergehen, dass bei Oculus künftig keine Code-Teile mehr verwendet werden, denen vom Gericht ein Zenimax-Copyright zugesichert wurde. Diesbezüglich plant Zenimax eine einstweilige Verfügung.

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