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O&O FileDirect: Dateien teilen ohne externe Cloud-Speicher

03.01.2018 | 14:45 Uhr |

Nicht jeder traut den US-Cloud-Speichern. Doch das Teilen großer Dateien geht auch ganz ohne: mit O&O FileDirect.

Sind Dateien nicht zu groß – häufig liegt das Limit in der Größenordnung von 25 MByte – lassen sie sich einfach per Mail verschicken. Bei größeren Datenmengen greifen die meisten Anwender zur Weitergabe auf einen Cloud-Speicher wie Dropbox , Google Drive oder Microsoft OneDrive zurück. Dazu lädt man die Daten in seine Cloud hoch und verschickt dann an den oder die Adressaten per Mail einen individuellen Link, der zum Zugriff auf den fremden Online-Speicher und zum Download der freigegebenen Inhalte berechtigt. Das alles ist bequem und funktioniert einfach, zumal der Empfänger der Daten nicht einmal einen eigenen Account beim jeweiligen Cloud-Dienst haben muss.

Und doch ist die Methode nicht jedermanns Sache. Denn zum einen benötigt derjenige, der die Daten verschicken möchte, ein Konto bei Dropbox oder einem der anderen Online-Dienste. Zum zweiten handelt es sich bei den genannten populären US-Firmen, auf deren Server die örtlichen Behörden vergleichsweise einfach zugreifen können. Um diese Problematik zu umgehen, hat das Berliner Softwareunternehmen O&O mit FileDirect ein Tool zum direkten Teilen beliebiger Dateien ohne Cloud-Zugriff entwickelt. Damit gibt man auch keine sensiblen Dateien aus der Hand, denn der Empfänger mit Berechtigungslink erhält die Daten von Ihrem Rechner.

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So geht’s: Sie als derjenige, der Daten verschicken möchte, installiert O&O FileDirect auf seinem Windows-Rechner. Wenn Sie das Tool nach dem Setup das erste Mal starten, werden Sie erstaunt sein, wie einfach das Teilen ist: Denn mit „Link anlegen“ und „Freigegebene Dateien“ stehen gerade einmal zwei Funktionen beziehungsweise Möglichkeiten zur Verfügung. Zum Teilen ziehen Sie die Datei(en) ins Register „Link anlegen“. FileDirect generiert unmittelbar den Zugriffslink, den Sie per Mail, Facebook, Twitter oder Google Plus direkt verschicken. Alternativ legen Sie ihn mit einem Klick auf „Kopieren“ in die Windows-Zwischenablage. Ein Klick auf „Einstellungen“ erlaubt eine detaillierte Zugriffskontrolle, entweder zeitlich oder über eine maximale Zahl von Downloads begrenzt. Auch ein Passwort als Zugriffsschutz können Sie vergeben. Wenn Sie mehr als eine Datei zum Verschicken auf die FileDirect-Oberfläche ziehen, packt die Software sie zu einem Zip-Archiv mit nur einem Zugriffs-Link zusammen.

Wichtig ist, dass Sie beim Versenden der E-Mail unbedingt eine individuelle Erklärung hinzufügen. Sonst erhält der Adressat eine Nachricht mit der Betreffzeile „Schau dir diesen Link an“ und nur mit dem Link – auf den man ohne erklärenden Zusatz aus Sicherheitsgründen nie klicken sollte! Klickt der Empfänger auf den zugeschickten Link, öffnet sich der Browser mit einer „Download“-Schaltfläche. Das funktioniert mit Firefox, Chrome und Opera, nicht aber mit den Microsoft-Browsern IE und Edge.

Das zweite genannte Register „Freigegebene Dateien“ dient zum Verwalten. Hier kann man beispielsweise den Datenzugriff auf den eigenen PC wieder unterbinden, sobald der Empfänger die Dateien geladen hat. FileDirect funktioniert wirklich einfach, zwei Nachteile hat das neue Programm dann aber doch. Erstens muss der Rechner des Versenders während des Downloads eingeschaltet sein, weil der Zugriff ja direkt auf diesen PC erfolgt – der Fernzugriff auf die Netzwerkfestplatte bei ausgeschaltetem Rechner funktioniert nicht. Zweitens erfolgt der Download in aller Regel langsamer als über einen Cloud-Speicher, denn die Geschwindigkeit ist über die in aller Regel deutlich geringere Upload-Bandbreite des Versenders begrenzt. Beträgt diese wie bei vielen DSL-Anschlüssen nur zwei MByte/s, dauert das Herunterladen beim Empfänger eben achtmal so lange wie sonst beim 16-MBit-Download.

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