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Nvidia mit Neuigkeiten zu Gameworks

01.03.2017 | 05:23 Uhr |

Mit Hilfe von Nvidia Gameworks sollen Spiele nicht nur hübscher und realistischer aussehen, sondern Entwickler und Gamer sollen komfortabler programmieren und zocken können. Welche Neuigkeiten Nvidia aus diesem Bereich zu bieten hatte, lesen Sie in diesem Artikel.

Heute hatte Nvidia nicht nur seine neuste Pascal-Grafikkarte im Gepäck (direkt zur News), sondern auch noch neue Gameworks-Techniken und Neuerungen aus den Bereichen Geforce Experience, dem Capturing-Programm Ansel und Virtual Reality. Bei Gameworks selbst handelt es sich um eine Sammlung Gaming-Techniken für Spieleentwickler, wozu beispielsweise Nvidias bekannte Physik-Simulation PhysX zählt. Diese Techniken stehen den Programmierern kostenfrei zur Verfügung, um sie in ihre Spiele zu integrieren und um sie in Sachen Grafik und Effekte zu bereichern.

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Neuigkeiten in Sachen Nvidia Gameworks

Fürs Jahr 2017 sind viele weitere Effekte in Planung, die Entwicklern zur Verfügung stehen sollen. Dazu zählen unter anderem eine realistischere Echtzeit-Darstellung von Zerstörung mit dem passenden Namen „Blast“. „NvCloth“ übernimmt eine realitätsnahe Simulation von Kleidung. „FleX“ ist zuständig für eine standesgemäße Präsentation, wenn Objekte unterschiedlicher Beschaffenheit miteinander interagieren – Holz auf Wasser, zum Beispiel. „Flow“ simuliert möglichst genau Flüssigkeiten, Feuer und Rauch. Letztere beide Techniken werden auch für DirectX 12 verfügbar sein.

Im Jahr 2017 sollen noch zahlreiche Neuheiten in Gameworks zur Verfügung gestellt werden.
Vergrößern Im Jahr 2017 sollen noch zahlreiche Neuheiten in Gameworks zur Verfügung gestellt werden.
© Friedrich Stiemer

Nvidia Aftermath: GPU-Crashes auswerten

Nicht nur für Entwickler interessant, sondern auch für den einfachen User: Das neue Programm Nvidia Aftermath ist dazu da, um GPU-basierte Crashes auszuwerten. Zusätzlich wird es ein Plugin geben, das Programmierer in ihren Spielen integrieren können. Nutzer können auch Aftermath-Logs (Protokolle) hochladen, damit Experten diese auswerten und das Problem benennen können. Vor allem die Zusammenarbeit mit Microsoft soll Aftermath als Standard etablieren. In der Unreal Engine 4 ist es beispielsweise schon standardmäßig implementiert.

Das Programm Aftermath geht GPU-Crashes auf den Grund.
Vergrößern Das Programm Aftermath geht GPU-Crashes auf den Grund.
© Friedrich Stiemer

Künstliche Intelligenz hilft bei der Grafikdarstellung

Außerdem werden ab sofort drei verschiedene Tools für die Öffentlichkeit verfügbar sein, die unter dem Motto „AI for Graphics“ (Künstliche Intelligenz für Grafikeffekte) stehen. Diese Techniken nutzen künstliche Intelligenz für ein bestmögliches Ergebnis: „Super-Resolution“ poliert niedrig aufgelöste Bilder auf höhere Auflösungen auf, um eine bessere Bildqualität des Bildes zu erhalten. „Texture Multiplier“ entnimmt einem Bild die dort abgebildete Struktur und berechnet automatisch verschiedene Varianten davon und stellt sie dann in einem Dateiformat bereit, das sich in entsprechenden Grafikprogrammen nutzen lässt. „Material Synthesis“ erzeugt aus zwei Fotos nicht nur das abgeknipste Material und stellt es als in Grafikprogramen nutzbare Oberfläche zur Verfügung, sondern sorgt auch für korrekte Lichtreflektionen. Hierfür muss der Nutzer nur zwei Fotos vom gleichen Material hochladen, eines mit Blitz, und eins ohne. Auf diese Weise berechnet die Technik dann die Materialeigenschaft und wie das Licht davon reflektiert wird.

Alle im obigen Absatz erwähnten Tools stehen auf gwmt.nvidia.com bereit. Nach einer kostenlosen Registrierung lassen sie sich ebenfalls kostenfrei nutzen.

Nvidia stellt der Öffentlichkeit gratis nutzbare Tools bereit, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz arbeiten.
Vergrößern Nvidia stellt der Öffentlichkeit gratis nutzbare Tools bereit, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz arbeiten.
© Friedrich Stiemer

Geforce Experience: Ansel für alle

Die nächste Neuigkeit betrifft Nvidias umfangreiches Capturing-Tool Ansel: Der Grafikhersteller wird die SDK von Ansel ab sofort kostenlos zur Verfügung stellen, damit Entwickler die Funktion direkt in ihr Spiel integrieren können. Außerdem wird Ansel auch für kommende Spiele wie Mass Effect: Andromeda und auch Ghost Recon Wildlands. Des Weiteren wird Ansel auch zu Amazons Grafik-Engine Lumberyard kompatibel sein.

Nvidia stellt Anels SDK zur Verfügung.
Vergrößern Nvidia stellt Anels SDK zur Verfügung.
© Friedrich Stiemer

Shadowplay Highlights: Automatische Aufnahme von Gaming-Höhepunkten

Auch das Aufnahmeprogramm Shadowplay wird erweitert: Mit "Shadowplay Highlights" erhalten Spielehersteller die Möglichkeit, Shadowplay direkt ins Spiel zu integrieren, sondern auch gewisse Auslöser zu setzen bei aufsehenerregenden Spielszenen zu setzen und diese als "Highlights" automatisch aufzunehmen. Ein Beispiel: Ein Gamer bringt hintereinander fünf Gegner um die Ecke. Shadowplay Highlights erkennt das und speichert somit die letzten Spielmomente bis zu diesem Auslöser ab. Am Ende oder auch während des Spiels hat der Gamer dann die Möglichkeit, sich diese Höhepunkte noch einmal anzusehen, sie zu beschneiden und auch direkt auf soziale Kanäle wie Youtube und Facebook hochzuladen. Darüber hinaus stellt Nvidia auch die SDK von Shadowplay als Gratis-Download zur Verfügung, damit Programmierer die Funktion in ihre Spiele einbauen können. In folgendem Video demonstriert Nvidia die neue Funktion:

Shadowplay Highlights nimmt vollautomatisch aufregende Spielszenen auf und lädt sie auf Wunsch auch direkt hoch.
Vergrößern Shadowplay Highlights nimmt vollautomatisch aufregende Spielszenen auf und lädt sie auf Wunsch auch direkt hoch.
© Friedrich Stiemer

Virtual Reality: Bessere Analyse für Profis

Die Technik-Sammlung VRWorks von Nvidia wird fortan auch für DirectX 12 zur Verfügung stehen. Da sich bei der Ausgabe von VR-Inhalten aber gewisse Diskrepanzen ergeben können, die mehrere Ursachen haben können, veröffentlicht Nvidia außerdem noch FCAT VR Capture: Das Pogram protokolliert die Ausgabe auf das HMD (Head Mounted Device) wie der Oculus Rift. Die gesammelten Daten hält das Tool in einer CSV-Datei fest, die sich wiederum im ebenfalls ab heute verfügbaren Programm FCAT VR Dta Analyzer auslesen und auch flexibel sortieren und filtern lassen. Das ist inbesondere für Profis und Entwickler von hohem Wert, weil somit ein Hardware-Capturing entfällt.

Das neue Tool von Nvidia analysiert aufgenommenes VR-Gameplay - softwareseitig.
Vergrößern Das neue Tool von Nvidia analysiert aufgenommenes VR-Gameplay - softwareseitig.
© Friedrich Stiemer
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