2404777

Nvidia: Kurseinbruch durch hohe RTX-Preise

29.01.2019 | 15:46 Uhr | Michael Söldner

Nvidia musste seine Umsatzprognosen nach unten korrigieren, die Börse reagierte mit einem Wertverlust von 18 Prozent.

Die neuen Grafikkarten der RTX-Generation von Nvidia sind schnell, aber auch teuer. Das günstigste Modell in Form der Geforce RTX 2060 kostet mindesten 370 Euro, Einsteigerkarten mit den aktuellen Chips hat Nvidia schlicht nicht im Angebot. Dieser Umstand sorgte nun für einen Kurseinbruch an der Börse: Der erwartete Umsatz von 2,7 Milliarden US-Dollar wurde auf 2,2 Milliarden US-Dollar korrigiert. Im Vorjahr lag der Umsatz noch bei 2,9 Milliarden US-Dollar. Als Grund gibt CEO Jensen Huang die schwache Wirtschaft in China an, die hohen Einstiegspreise in die aktuelle Generation der Nvidia-Grafikkarten dürften wohl ebenfalls eine Rolle spielen.

Der Nvidia-CEO geht außerdem davon aus, dass viele Kunden ihren Kauf noch aufschieben. Niedrigere Preise und mehr Belege für den Vorteil der RTX-Technik in Spielen könnten ebenfalls für höhere Absatzzahlen sorgen. Außerdem konnte Nvidia deutlich weniger Rechenzentren vom Einsatz der neuen Nvidia-Grafikkarten überzeugen. Ab nächster Woche sollen die ersten Notebooks mit RTX-Grafik in den Handel kommen. Mit der Quadro RTX arbeitet Nvidia zudem an einer Grafikkarte für Workstations. Der Aktienkurs reagierte dennoch mit einem Wertverlust von 18 Prozent. Auch das Jahr 2018 war wenig erfreulich für Nvidia-Aktionäre, das Wertpapier des Herstellers war zwischen Oktober und Dezember nur noch halb so viel wert.

Test: Nvidia Geforce RTX 2060 Founders Edition - Raytracing für die breite Masse?

PC-WELT Marktplatz

2404777