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Nvidia Geforce GTX 2080 - die schnellste Gaming-Grafikkarte der Welt?

06.08.2018 | 21:24 Uhr |

Mit der Geforce GTX 2080 steht Nvidias nächster Gaming-Grafikprozessor in den Startlöchern. Wir verraten, welche Technik im neuen Spiele-Flaggschiff steckt, wann erste Grafikkarten mit dem Chip auf den Markt kommen und was der Spaß kosten soll.

Nvidia entwickelt schon seit geraumer Zeit an seiner nächsten Grafikprozessor-Generation "Ampere". Die wichtigsten Infos zum neuen Gaming-Spitzenmodell Nvidia Geforce GTX 2080 haben wir hier für Sie zusammengetragen (letztes Update vom 6. August 2018).

Die nächste Gaming-GPU von Nvidia hört jetzt doch auf den Namen Geforce GTX 2080 wie ein Leak des Board-Partners Manli nahelegt. Der Grafikprozessor mit der internen Modellbezeichnung Nvidia GA104-400 soll auf der Gamescom 2018 am 20. August vorgestellt werden. Grafikkarten der Board-Partner mit Nvidias neuem Gaming-Spitzenmodell dürften dann bereits im September im Handel verfügbar sein - laut der Technik-Website Wccftech sind die ersten 2080-Chips schon unterwegs zu Asus, MSI und Co. Allerdings wird es zunächst nur die Founders Edition geben, mit Custom-Designs der Board-Partner ist erst im Oktober zu rechnen.

Nvidia will vor allem durch einen höheren Chip-Takt und schnelleren Speicher aus der Ampere-Architektur eine deutlich höhere Spiele-Leistung herauskitzeln. Unterm Strich soll die FP32-Rechenleistung mit einfacher Genauigkeit rund 13 Teraflops betragen. Das wären mindestens 50 respektive 20 Prozent mehr Leistung als die 1080 beziehungsweise 1080 Ti bietet. ( hier geht es zum Test der 1080 Ti )

Die physikalische Grundlage für flottere Frequenzen legt die von 16 auf 12 Nanometer geschrumpfte FinFET-Fertigungstechnik von TSMC . So soll der Nvidia Geforce GTX 2080 mit einem Basistakt von rund 1600 MHz sowie einem Boost-Takt von über 1800 MHz arbeiten. Wie die folgende Vergleichstabelle zeigt, übertreffen die angepeilten Frequenzen die 1080 (Ti) um bis zu 220 MHz. Gleichzeitig könnte der Stromverbrauch sinken - Nvidia steuert eine Verlustleistung zwischen 170 und 190 Watt unter Volllast an.

Nvidia Geforce GTX

2080

1080

1080 Ti

Architektur

Ampere (GA104)

Pascal (GP104)

Pascal (GP102)

Fertigung

12nm FinFET

16nm FinFET

16nm FinFET

Die-Fläche

rund 600 mm²

314 mm²

471 mm²

Shader-Einheiten

3584

2560

3584

Textureinheiten

224

160

224

ROP-Einheiten

64

64

88

Basis-Takt

rund 1600 MHz

1607 MHz

1480 MHz

Boost-Takt

rund 1800 MHz

1733 MHz

1582 MHz

FP32-Leistung

rund 13 TFlops

8,873 TFlops

11.340 TFlops

Speicherkapazität

12 GB GDDR6

8GB GDDR5X

11 GB GDDR5X

Speichertransferrate

16 Gbit/s

10 oder 11 GBit/s

11 GBit/s

Speicherbandbreite

672 GB/s

320 GB/s

484 GB/s

Speicher-Interface

386 Bit

256 Bit

352 Bit

Leistungsaufnahme

170 bis 190 Watt

180 Watt

250 Watt

Markteinführung

20.08.2018

20.06.2016

09.03.2017

Listenpreis

rund 900 Euro

600 Euro

700 Euro

An Recheneinheiten spendiert Nvidia dem Geforce GTX 2080 mit 3584 Shader- und 224 Textureinheiten genauso viele Rechenwerke wie der 1080-Ti-GPU, lediglich bei den 64 ROPs muss der 1180-Chip dem aktuellen Gaming-Spitzenmodell 1080 Ti mit 88 ROPs den Vortritt lassen. Abgeschlagen: Der Vorgänger Geforce GTX 1080 mit den Kenndaten 2560/160/64.  

Schneller GDDR6-Speicher beflügelt Transferrate und Bandbreite

Neue Maßstäbe setzt Nvidia beim Grafikspeicher, passend dazu hat Micron die GDDR6-Massenproduktion gestartet. Obwohl das Speicher-Interface "nur" 384 Bit breit ist, soll der Geforce GTX 2080 eine  Rekordtransferrate von bis zu 16 GBit/s pro Pin erreichen. Und die Speicherbandbreite klettert auf sagenhafte 672 Gigabyte pro Sekunde. Gegenüber dem aktuellen Gaming-Topchip 1080 Ti ergibt sich hier ein Plus von knapp 40 Prozent - ein sehr guter Leistungszuwachs. Nicht ganz so rasant verbessert sich die Speichermenge: Sie liegt bei 12 Gigabyte.

Die hauseigene Geforce GTX 2080 Founders Edition soll zu einem Listenpreis von 899 Euro in den Handel kommen - zum Start der 1080 Ti hatte Nvidia "nur" 699 Euro kassiert. Was die dann wohl schnellste Gaming-Grafikkarte der Welt beim Launch tatsächlich kosten wird, ist bei den derzeitigen Preisschwankungen - 1080-Ti-Karten kosten im Durchschnitt rund 850 Euro - allerdings ungewiss. 

Fazit: Die Nvidia Geforce GTX 2080 dürfte mit einer Mehrleistung von 20 bis 50 Prozent die 1080 Ti locker vom Gaming-Thron stoßen. Mittelfristig könnte dank kontinuierlicher Treiber-Optimierung noch mehr Tempo drin sein - zumal der stark verbesserte Grafikspeicher genug Spielraum nach oben lässt. Mit der GTX 2080 dürfte also endlich flüssiges Spielen jenseits der 60-FPS-Grenze bei maximalen Qualitätseinstellungen in der Ultra-HD-Auflösung uneingeschränkt möglich sein.    

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