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Nvidia G-Sync richtig anwenden

08.01.2018 | 16:00 Uhr |

Die Bildsynchronisationstechnik G-Sync verhindert Tearing-Effekte auf dem Bildschirm. Dazu muss sie korrekt eingestellt sein, wie der Tipp erklärt.

Die Bildtechnik Nvidia G-Sync synchronisiert die Bildwiedergabe auf dem Monitor mit der Ausgabe des Grafikprozessors. Auf diese Weise lassen sich Tearing-Effekte und Ruckler bei schnellen Bildläufen verhindern. Der Tipp erklärt, wie Sie die Technik korrekt anwenden und was Sie dafür benötigen.

Bei Tearing-Effekten handelt es sich um ein Zerreißen von Einzelbildern. Es kommt vor, wenn Bildaufbau und Wiedergabe nicht mit der Monitorausgabe abgestimmt sind. In diesem Fall sieht der Betrachter mehrere Bildteile gleichzeitig, weshalb die Bilder Artefakte aufweisen. Um dieses Problem zu vermeiden, synchronisiert ein kleines, zusätzliches Hardware-Modul im Inneren des Monitors die Display-Wiedergabe mit der Bildausgabe des Grafikprozessors – vorausgesetzt, Sie haben eine Nvidia-Grafikkarte. Die Technik funktioniert auf jedem Modell des Herstellers ab der Nvidia Geforce GTX 650 Ti Boost. Da im Monitor tatsächlich zusätzliche Hardware eingebaut ist, sind entsprechende Modelle mit G-Sync teurer als herkömmliche Schirme oder Displays mit der alternativen Lösung AMD Freesync.

Treffen bei Ihnen beide Hardware-Anforderungen zu, dann lässt sich G-Sync recht einfach aktivieren: Das System erkennt bereits beim Start, dass Sie einen G-Sync-fähigen Monitor angeschlossen haben und bietet Ihnen im rechten, unteren Bildschirmbereich über eine Meldung an, die Option zu aktivieren. Alternativ können Sie sie in der Nvidia-Systemsteuerung einschalten. Dazu führen Sie einen Rechtsklick auf der Desktopfläche aus und wählen aus dem Kontextmenü die Nvidia-Systemsteuerung aus und aktivieren darin die G-Sync-Option.

Volles Tempo! Mehr Leistung für die Grafikkarte

Hier können Sie feiner definieren, wie Sie die Technik anwenden möchten – etwa, ob sie nur bei Anwendungen im Vollbild gilt, oder auch bei Programmen greifen soll, die im Fenstermodus laufen. Letzteres bietet sich an, wenn Sie beispielsweise mehrere Monitore nutzen und Ihre Hauptanwendung zur einfacheren Navigation im rahmenlosen Fenstermodus laufen lassen. Spiele erfordern eine weitere Einstellung. Hier müssen Sie in den Grafikoptionen des Spiels die vertikale Synchronisation deaktivieren. Damit übergeben Sie G-Sync die Kontrolle. Vereinfacht gesagt, ist die einfache, vertikale Synchronisation eine etwas weniger umfangreiche Variante von G-Sync, die allerdings nur softwarebasiert arbeitet. Sie kann Tearings und Ruckler nur minimieren, aber nicht komplett verhindern. Außerdem beschränkt diese Technik die Bildrate auf maximal 60 Bilder pro Sekunde, was G-Sync nicht tut.

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