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Notebook-Kaufberatung: Die beste CPU und GPU für jede Preisklasse

23.11.2020 | 08:40 Uhr |

In der Werbung ist jedes Notebook schnell und spieletauglich. Aber nur wenn Sie wissen, wie leistungsfähig die CPU und der Grafikprozessor im Laptop wirklich sind, können Sie einschätzen, ob ein Notebook Ihre Anforderungen erfüllt.

Der Prozessor ist immer noch der wichtigste Gradmesser für die Leistungsfähigkeit eines Notebooks. Sollen auf dem Laptop auch häufig Spiele und Multimedia-Programme laufen, entscheidet außerdem die Rechenkraft der GPU. Wenn Sie vor dem Kauf einschätzen können, was CPU und GPU in einem Laptop leisten, erkennen Sie sofort, ob das Notebook Ihren Anforderungen genügt - und können ein echtes Schnäppchen von einem Ladenhütern unterscheiden. Deshalb stellen wir Ihnen die wichtigsten Prozessoren und Grafikkarten aus verschiedenen Preis- und Leistungsklassen vor.

Leicht machen es Ihnen die CPU-, GPU- und Notebook-Hersteller dabei nicht: Verwirrende Modellbezeichnungen bei Prozessor und Grafikchip erschweren eine Einschätzung. Außerdem muss die Grundregel „Je aktueller und teurer das Notebook, desto leistungsfähiger CPU und GPU“ nicht immer stimmen. Zum einen ist eine neue CPU oder GPU nicht notwendigerweise schneller als der Vorgänger, zum anderen können auch Komponenten wie Display oder SSD den Laptop-Preis nach oben treiben.

Außerdem gilt vor allem für die CPU: Wie stark sie in der Praxis ist, lässt sich nur im Test mit einem konkreten Notebook bestimmen. Denn die CPU-Leistung hängt vor allem von der Kühlung im Notebooks ab - das gilt vor allem für Funktionen wie Turbo-Boost. Notebook-Hersteller passen die Leistungswerte der CPU an die vom Gehäuse vorgegebenen Möglichkeiten für Kühlung und Stromversorgung an – das kann eine CPU schneller oder langsamer machen.


In günstigen Notebooks und Convertibles steckt häufig eine Pentium-CPU.
Vergrößern In günstigen Notebooks und Convertibles steckt häufig eine Pentium-CPU.
© Microsoft

Einsteigerklasse: Prozessoren für Notebooks bis 400 Euro

Die CPUs der Atom-Reihe von Intel sind inzwischen weitgehend von der Bildfläche verschwunden. Das heißt aber nicht, dass Sie keine leistungsschwachen Tablet-Prozessoren in Notebooks mehr finden: Diese Rolle nehmen jetzt die CPUs der Celeron-Modellreihe N3000 und N4000 ein, die auf den Tablet-Architekturen Gemini Lake und Apollo Lake basieren. Sie arbeiten mit zwei oder vier Kernen, sind aber vor allem auf stromsparenden Betrieb ausgerichtet, sodass sich aufgrund der niedrigen TDP von 6 Watt Laptops ohne Lüfter damit bauen lassen. Entsprechende Notebooks sind deswegen nur für einfache Aufgaben wie Websurfen und unaufwändige Office-Arbeiten geeignet.

Kaufberatung: Die besten Notebooks unter 400 Euro

Etwas bessere Leistung auf niedrigem Niveau versprechen Pentium-Prozessoren der Silver-Reihe wie derN5000. Allerdings stammen auch sie aus der Gemini-Lake-Plattform. Der Pentium Gold dagegen ist die günstigste Variante einer Core-Architektur: Die Prozessoren der Gold 5000er-Reihe basieren auf Whiskey Lake (8. Core-Generation), die Gold 6000er-Serie auf Comet Lake (10. Core-Generation). Sie unterstützen mehr RAM und mehr PCI-Express-Lanes für zusätzliche Komponenten und sind deshalb besser für ordentliche ausgestattete Notebooks geeignet, haben aber keinen Turbo-Takt.

Die Celeron-Konkurrenz von AMD ist der A6-9220e: Auch er ist mit einer TDP von 6 Watt eigentlich für Tablets und lüfterlose Laptops gedacht und arbeitet noch mit der Kernarchitektur Excavator, dem Zen-Vorgänger. Die etwas besseren Athlon Silver und Athlon Gold bringen Kerne auf Basis von Zen 1 mit, die Gold-Variante läuft aufgrund der TDP von 15 Watt mit höheren Taktraten.

Unter den günstigen Laptops finden sich auch immer mehr Chromebooks: In vielen davon arbeitet ein ARM-Prozessor, zum Beispiel von Mediatek. Hohe Leistung dürfen Sie nicht erwarten, denn ARM-CPUs dieser Leistungsklasse treiben vor allem günstige Tablets und Smartphones an. Allerdings arbeiten sie effizient mit Chrome-OS und Android-Apps zusammen, die sich unter dem Google-Betriebssystem nutzen lassen.

Prozessor

Takt (Standard/Turbo)

Kerne / Threads

Codename

TDP

Fertigung

verfügbar seit

Intel Celeron N3450

1,10 / 2,20 GHz

4 / 4

Apollo Lake

6 Watt

14nm

Ende 2016

Intel Celeron N4020

1,10 / 2,80 GHz

2 / 2

Gemini Lake Refresh

6 Watt

14nm

Ende 2019

Intel Pentium Silver N5000

1,10 / 2,70 GHz

4 / 4

Gemini Lake

6 Watt

14nm

Ende 2017

Intel Pentium Gold 5405U

2,30 / -

2 / 4

Whiskey Lake

15 Watt

14nm

Anfang 2019

Intel Pentium Gold 6405U

2,40 / -

2 / 4

Comet Lake

15 Watt

14nm

Ende 2019

AMD A6-9220e

1,60 / 2,40

2 / 2

Stoney Ridge

6 Watt

28nm

Mitte 2017

AMD Athlon Silver 3050e

1,40 / 2,80

2 / 4

Dali

6 Watt

14nm

Anfang 2020

AMD Athlon Gold 3150U

2,40 / 3,30

2 / 4

Dali

15 Watt

14nm

Anfang 2020

In der Notebook-Mittelklasse nutzen viele Modelle eine AMD-CPU wie das HP Probook 445 G7.
Vergrößern In der Notebook-Mittelklasse nutzen viele Modelle eine AMD-CPU wie das HP Probook 445 G7.
© HP

Mitteklasse: Prozessoren für Notebooks bis 800 Euro

In diesem Preisbereich finden Sie Notebooks mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis: Sie bieten vor allem in den Ausstattungsvarianten ab rund 500 bis 600 Euro genügend Leistung für die meisten Anwendungen.

Notebooks ab rund 400 Euro nutzen häufig Prozessoren aus den aktuellen CPU-Generationen von Intel und AMD. Bei Intel sind dies vor allem der Core i3-1005G1 und bei Laptops ab rund 500 Euro der Core i5-1035G1 aus der Ice-Lake-Serie (10. Core-Generation). Im Gegensatz zu den Pentium-Prozessoren unterstützen sie schnelleren Arbeitsspeicher und durch PCI-Express 3.0 leistungsfähigere Komponenten. Der Core i5 bietet im Vergleich zum Core i3 einen höheren Turbotakt, einen größeren Cache und eine stärkere Grafik – vor allem aber hat er doppelt so viele Kerne und kann doppelt so viele Threads verarbeiten.

Die entsprechenden Mittelklasse-Angebote auf AMD-Seite sind der Ryzen 3 3250U und der Ryzen 5 3500U. Sie stammen aus der dritten Ryzen-Generation: Das Ryzen-3-Modell mit dem Codenamen „Dali“ ist ein Zwei-Kerner mit vier Threads, der Ryzen 5 (Codename „Picasso“) hat vier Kerne und kann acht Threads verarbeiten. Am beliebtesten bei Notebook-Herstellern ist derzeit von AMD der Ryzen 5 4500U „Renoir“: Er besitzt sechs Kerne mit der Zen-2-Architektur und ist im 7-Nanometer-Verfahren gefertigt. Damit zieht er vor allem in CPU-lastigen Tests und bei Anwendungen, die viele Kerne nutzen, an den Mittelklasse-CPUs von Intel vorbei.

Prozessoren, deren Modellbezeichnung mit einem H endet, dürfen eine höhere Leistungsaufnahme haben: Ihre TDP liegt bei 35 oder 45 statt 15 Watt. Deshalb kommen sie in größeren und dickeren Laptops zum Einsatz, die auch Platz für eine zusätzliche Grafikkarte haben. In günstigen Spiele-Notebooks ab rund 700 Euro finden Sie meist einen Core i5-10300H, den Ryzen 5 3550H oder den Ryzen 5 4600H.

Prozessor

Takt (Standard/Turbo)

Kerne / Threads

Codename

TDP

Fertigung

verfügbar seit

Intel Core i3-1005G1

1,20 / 3,40 GHz

2 / 4

Ice Lake

15 Watt

10nm

Ende 2019

Intel Core i5-1035G1

1,00 / 3,60 GHz

4 / 8

Ice Lake

15 Watt

10nm

Ende 2019

Intel Core i5-10300H

2,50 / 4,50 GHz

4 / 8

Comet Lake

45 Watt

14nm

Mitte 2020

AMD Ryzen 3 3250U

2,60 / 3,50 GHz

2 / 4

Dali

15 Watt

14nm

Anfang 2020

AMD Ryzen 5 3500U

2,10 / 3,70 GHz

4 / 8

Picasso

15 Watt

12nm

Anfang 2019

AMD Ryzen 5 4500U

2,30 / 4,00 GHz

6 / 6

Renoir

15 Watt

7nm

Anfang 2020

AMD Ryzen 5 3550H

2,10 / 3,70 GHz

4 / 8

Picasso

35 Watt

12nm

Anfang 2019

AMD Ryzen 5 4600H

3,00 / 4,00 GHz

6 / 12

Renoir

45 Watt

7nm

Anfang 2020

Apple bringt mit dem M1 seinen erste eigene Notebook-CPU ein.
Vergrößern Apple bringt mit dem M1 seinen erste eigene Notebook-CPU ein.
© Apple

High-End: Prozessoren für Notebooks ab 800 Euro

Bei Notebooks ab rund 800 Euro dürfen Sie höchste Leistung erwarten – sowohl in schicken und flachen Ultrabooks wie auch in auf pure Power getrimmten Spiele-Notebooks. Zudem gibt es die aktuellen Prozessormodelle zuerst in Laptops aus diesem Preissegment.

Praxis-Test: Die besten Business-Notebooks im Vergleich

Die Top-Modelle von Intel in dieser Preisklasse sind der Core i7-10510U (Comet Lake, 14 Nanometer) und der Core i7-1065G7 (Ice Lake, 10 Nanometer). Sie sorgen für eine hohe Recheneffizienz, weil sie Leistung und Sparsamkeit verbinden, was sie vor allem zu optimalen CPUs für ultramobile Business-Notebooks macht. Deutlich weniger Ultrabooks nutzen eine AMD-CPU - meist kommt in entsprechenden Modellen der Ryzen 7 4700U zum Einsatz.

Die Ryzen-Generation 5000 „Cezanne“ mit Zen 3 beziehungsweise „Lucienne“ mit Zen-2-Refresh ist noch nicht verfügbar. Notebooks mit der neuesten Intel-Generation „Tiger Lake“ (11. Core-Generation) gibt es dagegen schon: Sie nutzen zum Beispiel den Core i5-1135G7 und Top-Modelle ab 1000 Euro den Core i7-1165G7, beide mit der stark verbesserten Xe-Grafik.

Ein prominenter Neueinsteiger in diesem Preissegment ist Apple: Aktuelle Modelle des Macbook Pro und des Macbook Air arbeiten mit dem hauseigenen Prozessor M1. Er nutzt wie die CPUs in iPhone und iPad die ARM-Architektur, während Prozessoren von Intel und AMD die x86-Architektur einsetzen. Prozessoren können nur mit Software arbeiten, die den passenden Befehlssatz nutzt oder deren Befehle sich per Emulator übersetzen lassen. Erste Tests zeigen, dass dies Apple beim M1 sehr gut gelungen ist: Sowohl mit nativen ARM-Programmen wie bei der x86-Emulation mit Rosetta 2 ist der neue Prozessor schneller als vergleichbare Intel-Prozessoren mit x86-Programmen. Vor allem die für leichte Notebooks maßgebliche Leistung bei niedriger Leistungsaufnahme (performance per watt) spricht für den M1, der in einer 5-Nanometer-Struktur gefertigt wird. Wie die meisten ARM-CPUs setzt sich der M1 aus leistungsstarken und sehr sparsamen Kernen zusammen, deren Aufbau besser auf den Betrieb mit hoher beziehungsweise geringer Last ausgerichtet ist als bei x86-CPUs. Apple kommt außerdem zugute, dass Betriebssystem und Hardware aus einer Hand kommen und sich daher optimal abstimmen lassen. 

Im Bereich leistungsfähiger Spiele-Notebooks sind Intel und AMD noch unter sich: Die Laptop-Hersteller setzen in ihren Top-Modellen vor allem auf den Core i7-9750H (Coffee Lake, 6 Kerne / 12 Threads) und seinen Nachfolger Core i7-10750H (Comet Lake, 6 Kerne / 12 Threads) sowie die Renoir-Modelle Ryzen 7 4800H und Ryzen 9 4900H, beide mit 8 Kernen und 16 Threads.

Die Leistungsspitze markieren in Notebooks ab rund 2000 Euro die 8-Kerner Core i7-10875H und Core i9-10980HK, der wie alle K-Modelle einen offenen Multiplikator fürs Übertakten bietet.

Prozessor

Takt (Standard/Turbo)

Kerne / Threads

Codename

TDP

Fertigung

verfügbar seit

Intel Core i7-10510U

1,80 / 4,90 GHz

4 / 8

Comet Lake

15 Watt

14nm

Mitte 2019

Intel Core i7-1065G7

1,30 / 3,90 GHz

4 / 8

Ice Lake

15 Watt

10nm

Mitte 2019

Intel Core i5-1135G7

2,40 / 4,20 GHz

4 / 8

Tiger Lake

12 - 28 Watt

10nm

Mitte 2020

Intel Core i7-1165G7

2,80 / 4,70 GHz

4 / 8

Tiger Lake

12 - 28 Watt

10nm

Mitte 2020

Intel Core i7-9750H

2,60 / 4,50 GHz

6 / 12

Coffee Lake

45 Watt

14nm

Frühjahr 2019

Intel Core i7-10750H

2,60 / 5,00 GHz

6 / 12

Comet Lake

45 Watt

14nm

Frühjahr 2020

Intel Core i7-10875H

2,30 / 5,10 GHz

8 / 16

Comet Lake

45 Watt

14nm

Frühjahr 2020

Intel Core i9-10980HK

2,40 / 5,30 GHz

8 / 16

Comet Lake

45 Watt

14nm

Frühjahr 2020

AMD Ryzen 7 4700U

2,00 / 4,10 GHz

8 / 8

Renoir

15 Watt

7nm

Anfang 2020

Apple M1

- / 3,20 GHz

8 / 8

Firestorm / Icestorm

k. A.

5nm

Ende 2020

Die Xe-Grafik der Tiger-Lake-CPUs ist die derzeit stärkste integrierte GPU.
Vergrößern Die Xe-Grafik der Tiger-Lake-CPUs ist die derzeit stärkste integrierte GPU.
© Intel

Einsteigerklasse: Grafikkarten in Notebooks bis 700 Euro

Die meisten Notebooks nutzen für 3D-Anwendungen die integrierte Grafiklösung des Prozessors. Bei günstigen Laptops wollen sich die Hersteller die Kosten für eine zusätzliche Grafikkarte sparen, flache und teure Notebooks haben zu wenig Platz, um eine extra GPU samt Kühllösung unterzubringen.

Auch bei Notebooks der Pentium-Klasse um 400 Euro kommt die integrierte Grafik mit 4K-Videos zurecht und bietet die Möglichkeit bis zu zwei externe Monitore anzuschließen – sofern das Notebook entsprechende Anschlüsse besitzt. Bei den Intel-CPUs unterscheiden sich die Grafik-Leistung kaum: In den höherwertigen Core-Prozessoren steigt die Zahl der Ausführungseinheiten und der GPU-Takt, doch die Spieleleistung bleibt niedrig. Je nach Prozessor reicht es bei Sportspielen und einfachen Simulationen für flüssige Bildraten in Full-HD und niedriger bis mittlerer Detailstufe. Bei Online-Klassikern wie League of Legends schafft die interne Grafik sogar höhere Details.

Die Grafiklösung der AMD-CPUs schneidet meist etwas besser ab: Bei Spielen schlägt sich das in höheren Bildraten oder einer höheren Detailstufe nieder. Aber auch hier hängt die Leistung vom konkreten Prozessor ab. Zum Beispiel haben der mobile Ryzen 5 der dritten Generation „Picasso“ eine interne Vega-GPU mit neun oder acht Kernen, bei den entsprechenden „Renoir“-Varianten sind es nur sechs Kerne.

Die Iris-Plus-Grafik G7 der Ice-Lake-CPUs von Intel kann mit der AMD-Grafik mithalten, die neue Xe-Grafik der Tiger-Lake-Generation überflügelt die integrierte Konkurrenz sogar: Sie stellt aktuelle Spiele in 1280 x 720 und niedrigen Details flüssig dar, für ältere Spiele wie zum Beispiel GTA 5 reicht es auch für Full-HD in guter Bildqualität mit Kantenglättung. Allerdings finden sich die entsprechenden Prozessoren derzeit nur in teuren Ultrabooks – zu diesem Preis bekommen Sie aber auch ein leistungsfähiges Spiele-Notebook.

Günstiger sind Notebooks mit einer dedizierten Einsteiger-GPU von Nvidia wie der Geforce MX 250 oder MX 350: Diese GPUs schaffen ältere oder weniger anspruchsvolle aktuelle Spiele auch in FHD mit hoher Detailstufe und bewegen sich damit auf dem Niveau der Xe-Grafik von Intel. Der verbesserten Nachfolger MX 450 soll nächstes Jahr in Notebooks auftauchen.

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten Gaming-Notebooks mit der GTX 1660 Ti.
Vergrößern Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten Gaming-Notebooks mit der GTX 1660 Ti.
© HP


Mittelklasse: Grafikkarten in Notebooks bis 1500 Euro

Ähnlich wie bei den Prozessoren steht und fällt die Leistung einer dedizierten GPU mit der Kühllösung im Notebook: Nur bei effektiver Kühlung kann die Grafikkarte möglichst häufig und lange ihre maximale Leistung abrufen.

Damit das auch in dünnen und leichten Laptops gelingt, hat Nvidia das Max-Q-Design entwickelt: Diese Vorgaben sollen zum Beispiel dafür sorgen, dass sich GPU und CPU effizienter bei der Leistungsaufnahme abstimmen und deshalb weniger aufwändige Kühllösungen mit leiseren Lüftern benötigen. Deswegen laufen Max-Q-GPUs auch mit einer niedrigeren Kern- oder Speicher-Taktrate und erzielen daher eine schwächere Leistung.

Ab etwa 800 Euro gibt es spieletaugliche Notebooks mit einer Geforce GTX 1650 beziehungsweise 1650 Ti. In Full-HD sind damit bei den meisten Spielen flüssige Bildraten in hoher Detailstufe oder sogar Ultra-Settings möglich. Bei höheren Auflösungen bremst allerdings die Speicherausstattung von 4 GB.

6 GB Speicher bietet dagegen die GTX 1660 Ti, die per Treiber-Update auch Raytracing nutzen kann. Da ihr dafür aber anders als bei den RTX-GPUs spezielle Rechenkerne fehlen, bricht die Leistung mit aktiviertem Raytracing sehr deutlich ein. Dafür bietet sie in Full-HD größere Leistungsreserven als die GTX 1650 (Ti) und ist daher zukunftssicherer. Außerdem schultert sie viele Spiele auch in QHD-Auflösung.

Das Bindeglied zwischen Mittel- oder Oberklasse ist derzeit die Geforce RTX 2060, die ebenfalls über 6 GB GDDR6-Speicher verfügt. Vor allem bei höheren Auflösungen als Full-HD setzt sie sich deutlich von der GTX 1660 Ti ab, bietet aber bei Notebook-Preisen um 1100 Euro noch ein akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis. Raytracing lässt sich in Full-HD in vielen Spielen mit flüssigen Bildraten nutzen.

GPUs im Max-Q-Design ermöglichen leistungsstarke und flache Spiele-Notebooks.
Vergrößern GPUs im Max-Q-Design ermöglichen leistungsstarke und flache Spiele-Notebooks.
© Asus


Oberklasse: Grafikkarten in Notebooks ab 1500 Euro

Für flüssiges Spielen in Auflösungen über Full-HD, fordernden Raytracing-Einstellungen oder Leistungsreserven für künftige Spiele kommen derzeit Notebooks ab rund 1500 Euro in Frage: Dort sitzt eine Geforce RTX 2070. Notebooks mit dem verbesserten Nachfolger RTX 2070 Super sind 300 bis 500 Euro teurer.

Die beste Spieleleistung bieten derzeit Notebooks mit einer Geforce RTX 2080 Super: Sie sind ab rund 2500 Euro zu bekommen und schaffen in den meisten aktuellen Spielen auch in 4K-Auflösung ausreichende Bildraten.

GPU

Chip-Familie

Shader

Kerntakt

Speicher

Speicherbus

Nvidia Geforce MX 250

Pascal

384

1519 MHz

2 GB GDDR5

64 Bit

Nvidia Geforce MX 350

Pascal

640

1354 MHz

2 GB GDDR5

64 Bit

Geforce GTX 1650 Max-Q

Turing

1024

1020 MHz

4 GB GDDR5

128 Bit

Geforce GTX 1650Ti

Turing

1024

1350 MHz

4 GB GDDR6

128 Bit

Geforce GTX 1650Ti Max-Q

Turing

1024

1035 MHz

4 GB GDDR6

128 Bit

Geforce GTX 1660 Ti

Turing

1536

1455 MHz

6 GB GDDR6

192 Bit

Geforce GTX 1660 Ti Max-Q

Turing

1536

1140 MHz

6 GB GDDR6

192 Bit

Geforce RTX 2060

Turing

1920

1005 MHz

6 GB GDDR6

192 Bit

Geforce RTX 2060 Max-Q

Turing

1920

975 MHz

6 GB GDDR6

192 Bit

Geforce RTX 2070 Max-Q

Turing

2304

900 MHz

8 GB GDDR6

256 Bit

Geforce RTX 2070 Super Max-Q

Turing

2560

930 MHz

8 GB GDDR6

256 Bit

Geforce RTX 2080 Max-Q

Turing

2944

990 MHz

8 GB GDDR6

256 Bit

Geforce RTX 2080 Super  Max-Q

Turing

3072

735 MHz

8 GB GDDR6

256 Bit

 

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