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Nordkorea hackt südkoreanische Bitcoin-Handelsplattform

18.12.2017 | 15:32 Uhr |

Nordkorea soll laut dem südkoreanischen Geheimdienst die Handelsplattform Bithumb gehackt und Kryptowährungen im Wert von 82 Mio. US-Dollar gestohlen haben.

Die Handelsplattform für Kryptowährungen Bithumb ist die größte in Südkorea und der fünftgrößte Handelsplatz weltweit. Laut Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes haben Hacker aus Nordkorea die Handelsplattform  ins Visier genommen . Bei mehreren Angriffen sollen die persönlichen Informationen von 30.000 Nutzern gestohlen worden sein. Die Hacker sollen den Marktplatz außerdem um Bitcoin und Ethereum im Wert von 7 Millionen US-Dollar erleichtert haben. Die Kryptowährungen sind jedoch mittlerweile so weit im Wert gestiegen, dass die Schadenssumme bei 82,7 Millionen US-Dollar liegen soll.

Analysten zufolge könnten es die nordkoreanischen Regierungshacker auf Kryptowährungen abgesehen haben, um die harten Sanktionen des Südens zu umgehen. Die Angriffe sollen bereits im Februar 2017 über den Heim-PC eines Bithumb-Mitarbeiters erfolgt sein. Entdeckt wurde der Diebstahl allerdings erst im Juni. Laut dem südkoreanischen Geheimdienst sollen die Hacker außerdem Lösegeld in Höhe von 5,5 Millionen US-Dollar verlangt haben. Sie hätten damit gedroht, die Accounts von Bithumb-Händlern zu löschen.

Laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap vermutet der Geheimdienst NIS (National Intelligence Service) nordkoreanische Hacker auch hinter dem Angriff auf Coinis. Die Handelsplattform für Kryptowährungen wurde im September Opfer eines Hacks. Im Oktober wurde ein weiterer Angriff vereitelt. Die Behörden ermitteln weiter in beiden Fällen. Erst in der vergangenen Woche hatte die südkoreanische Regierung Bithumb zu einer Strafzahlung in Höhe von 55.000 US-Dollar verdonnert, weil es der Handelsplattform nicht gelungen war, die Daten ihrer Nutzer zu schützen.

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