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Niederlande testet Häuser aus dem 3D-Drucker

11.06.2018 | 16:42 Uhr |

In Holland werden fünf Häuser per 3D-Druck gebaut. Die Steine aus Zement lassen sich dadurch vielfältiger gestalten.

3D-Drucker sind in vielen Situationen das richtige Werkzeug, sie können aber sogar erfahrene Maurer ersetzen. Im niederländischen Eindhoven kooperieren Forscher der Technischen Universität Eindhoven und des Bauunternehmens Van Wijnen zu diesem Zweck, um Häuser mit einem 3D-Drucker aufzubauen. Im kommenden Jahr sollen die ersten Häuser der Siedlung bezugsfertig sein. Die Komponenten der Häuser entstehen noch an der Universität, sollen aber später direkt auf der Baustelle gedruckt werden. Der hierfür nötige 3D-Drucker ist entsprechend groß und besteht aus einem Roboterarm mit Druckdüse. 

Anstatt Filament aus Kunststoff werden damit lagenweise Zementschichten aufgebracht. Die Form der per Druck erstellten Steine ist vielfältig und erlaubt auch unkonventionelle Formen wie abgerundete Ecken oder bauchige Außenwände. Alle fünf Häuser sollen bis Mitte 2019 stehen. Interessenten für die Immobilien gebe es reichlich. Neben dem Umweltaspekt dieser Methode, die weniger Zement benötigt, sei auch die Knappheit an erfahrenen Maurern in den Niederlanden ein Grund für den Bau der Häuser per 3D-Druck gewesen. Die Idee ist jedoch nicht komplett neu. In Frankreich sollen in Kürze die ersten Mieter in ein 3D-gedrucktes Haus einziehen. Die Methode bietet außerdem viel Potenzial, so wurde in einem Vorort von Madrid schon eine komplette Brücke ausgedruckt.

Das Start-up-Unternehmen Apis Cor hat ein komplettes Haus mit einem 3D-Drucker "ausgedruckt. Der gesamte Bau hat dabei insgesamt nur 24 Stunden gedauert. Die Wände wurden mit einer Betonmischung "gedruckt", Fenster, Türen, Dämmung usw. müssen weiterhin von Hand eingebaut werden. Mehr Infos in unserem aktuellen "Sprachlos"-Video.

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