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Neuseeland darf am Flughafen Passwörter fordern

02.10.2018 | 15:11 Uhr | Denise Bergert

Das Sicherheitspersonal an neuseeländischen Flughäfen darf die Herausgabe von Passwörtern und Fingerabdruck verlangen.

Der in dieser Woche in Neuseeland in Kraft getretene Customs and Service Act 2018 verschafft Sicherheitsbehörden umfassenden Zugriff auf elektronische Geräte von Flugpassagieren. Die Zollbeamten und Sicherheitsbeamten dürfen dann nicht nur die Herausgabe von Notebooks, Smartphones, Tablets oder Wearables fordern, sondern auch deren Freischaltung. Passagiere sind durch das Gesetz verpflichtet, ihre Geräte für die Behörden per Passwort, Fingerabdruck oder auch Face-ID zu entsperren.

Wer sich dieser Aufforderung widersetzt, muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen . Weigert sich beispielsweise ein Passagier, sein Smartphone freizuschalten, können die Behörden eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 Neuseeland Dollar (umgerechnet rund 2.956 Euro) verhängen. Die Behörden sind außerdem berechtigt, die betroffenen Geräte für eine forensische Untersuchung einzubehalten.

Während die neuseeländische Regierung von der Wirksamkeit des neuen Gesetzes bei der Terrorbekämpfung überzeugt ist, stehen Bürgerrechtsbewegungen und Verbraucherschützer der Regelung sehr kritisch gegenüber. So stuft beispielsweise das Council for Civil Liberties des Customs und Service Act als „ungerechtfertigte Verletzung der Privatsphäre“ ein.

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