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Neues Drohnen-Startup verspricht längere Akkulaufzeiten

12.09.2018 | 15:14 Uhr |

Das US-Startup Impossible Aerospace will den Einsatz von Drohnen durch größere Akkus und neue Designs flexibler machen.

Drohnen drängen in die unterschiedlichsten Bereiche vor. Beim Einsatz in der Fotografie, Überwachung oder Landwirtschaft werden ihre Möglichkeiten jedoch immer durch kurze Akkulaufzeiten eingeschränkt. Die Rotoren sowie die im Hintergrund arbeitende Technik zur Stabilisierung verschlingen viel Energie. Das in Kalifornien ansässige Unternehmen Impossible Aerospace hat das Design und die Bauweise von Drohnen grundlegend überdacht und stellt deutlich längere Flugzeiten in Aussicht . Die erste Drohne des Unternehmens hat ungefähr die Größe einer DJI Phantom, soll aber bis zu zwei Stunden in der Luft bleiben. Bisherige Drohnen kommen maximal auf 20 bis 40 Minuten. 

Möglich wird dies durch den Verzicht auf wechselbare Akkus, die bei herkömmlichen Drohnen vor dem Start eingesetzt werden. Stattdessen befinden sich die Zellen des Akkus überall in der Drohne, das Fluggerät ist quasi ein riesiger Akku. Dadurch wird das durch stabilisierende Elemente verursachte Gewicht der Drohne reduziert. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch der Autobauer Tesla, der das gesamte Fahrzeug um die Batterie herum aufbaut. Optisch unterscheiden sich die Drohnen kaum von der Konkurrenz. Ein transparenter Prototyp verdeutlicht jedoch, dass nahezu die gesamte Struktur der Drohne von Impossible Aerospace für die Akkus genutzt wird. Das ungewöhnliche Design sorgt jedoch für höhere Anschaffungskosten: Das günstigste Modell schlägt mit 7.500 US-Dollar zu Buche, das zweite Modell mit Infrarotkamera von Flir kostet sogar 10.000 US-Dollar. Als Zielgruppe peilt das Unternehmen private Sicherheitsdienste, Polizeibehörden, Feuerwehren und Rettungsdienste an. Langfristig will Impossible Aerospace sogar elektrisch betriebene Flugzeuge entwickeln, die Passagiere umweltfreundlich um die Welt transportieren und damit zum wichtigsten Flugzeugbauer der Welt werden. Airbus gehört bereits zu den finanziellen Unterstützern des Unternehmens.

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