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Neuer Chip kann Haut in gewünschtes Gewebe verwandeln

24.08.2017 | 15:49 Uhr |

Durch das Einbringen von DNA in Hautzellen kann ein neuer Chip die Bildung anderer Gewebearten anstoßen.

Forscher der Ohio State University haben einen Nanochip entwickelt, der DNA in lebende Hautzellen einschleusen kann. Die so veränderten Zellen beginnen dann mit der Bildung anderer Gewebearten. Bei Mäusen konnten die Wissenschaftler auf diese Weise schon Blutgefäße und Nervenzellen züchten. Erste Versuche an Menschen sollen schon 2018 beginnen. 

Für die Experimente am Menschen muss der bei Mäusen fingernagelgroße Chip auf die halbe Größe einer Kreditkarte anwachsen. Dennoch sei eine kommerzielle und kostengünstige Fertigung möglich. Mit der Haut muss der Chip nur maximal eine Sekunde in Kontakt stehen. Die Bildung der gewünschten Zellen beginnt dann Tage oder Wochen nach der Behandlung. Komplexe Organe lassen sich mit der Technik wohl aber nicht züchten. Veränderungen am Gehirn seien sogar gefährlich, da der Nanochip zu starke elektrische Impulse aussendet.

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