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"Epic Games Store" will Steam konkurrenz machen

05.12.2018 | 14:10 Uhr |

Der Fortnite-Entwickler Epic eröffnet 2019 seine eigene Spiele-Plattform und bietet ein besseres Modell als der Platzhirsch.

Valve ist mit der Spiele-Plattform Steam schon seit langer Zeit der größte Platzhirsch. Ein Stück vom Kuchen wollen andere jedoch auch, kaum verwunderlich also, dass viele Publisher und Entwickler versuchen, ihr eigenes Süppchen zu kochen. Und so kam es, dass der Gaming-Konsument meist nicht nur eine Plattform verwendet, sondern gleich mehrere: Steam, Uplay, Origin, Battle.net oder Windows-Store.

Zu den üblichen Verdächtigen wird sich jedoch bald ein weiterer hinzugesellen. Epic Games will ab 2019 einen eigenen Store mit dem Namen „Epic Games Store“ launchen. Zum Start will Epic Spiele für PC und Mac vertreiben, später will sich die Plattform dann aber auch anderen Plattformen wie Android widmen.

Die Besonderheit beim Epic Games Store: Die Spiele-Anbieter bekommen ein größeres Stück des Umsatzes. Sind es bei Steam 70 Prozent, gewährt Epic ihnen satte 88 Prozent des Umsatzes. Genügend Spieler dürfte Epic mit seinem Store ohnehin anziehen, der Hype um den Battle-Royale-Hit Fortnite ist immer noch ungebrochen und das Game erfreut sich einer hohen Spielerzahl.

Die Umsatzverteilung des Epic Games Store gegenüber Steam
Vergrößern Die Umsatzverteilung des Epic Games Store gegenüber Steam
© Epic

Weitere Besonderheiten der neuen Plattform:

  • Spiele-Entwickler oder Publisher erhalten das komplette Verwaltungsrecht auf den Unterseiten zu ihren eigenen Titeln.

  • Entwickler, die auf die Unreal Engine 4 setzen, sparen sich zusätzlich die 5 Prozent Lizenzgebühren für die Engine, wenn sie über den Epic Games Store verkauft werden.

  • Epic will ein eigenes Store-DRM verwenden, Entwickler werden aber nicht gezwungen, dieses zu nutzen.

  • Ein 14-tägiges Rückerstattungsrecht.

Für Indie-Entwickler besonders interessant

Erst vor kurzem sorgte eine Änderung an Valves Distributionsplattform Steam für Frust bei Indie-Entwicklern: Entwickler und Publisher, die mit ihrem Produkt eine bestimmte Summe einspielen, müssen künftig einen geringen Anteil an Valve abgeben. Gerade wegen solcher Maßnahmen könnten Plattformen wie der „Epic Games Store“ für Indie-Entwickler besonders attraktiv werden.

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