2301224

NASA: Darum stieß am 23.9. kein Planet mit der Erde zusammen

25.09.2017 | 11:51 Uhr |

Am 23.9., also vor zwei Tagen, hätte eigentlich ein Planet mit der Erde zusammenstoßen sollen. Doch der Weltuntergang fiel aus – die NASA nennt den Grund.

Vielleicht hätte sich angesichts des gestrigen Wahlergebnisses ja der eine oder andere Politiker von CDU/CSU oder SPD gewünscht, dass am 23. September 2017 tatsächlich die Welt untergegangen wäre. Denn das hatte ein prominenter Verschwörungstheoretiker vorhergesagt. Doch der Weltuntergang wird nun erst einmal auf den 21. Oktober 2017 verschoben. Und die NASA erklärt ganz wissenschaftlich und seriös, weshalb am letzten Samstag der Weltuntergang ausfiel.

Darum geht es

Der Verschwörungstheoretiker und Esoteriker David Meade hatte prophezeit, dass am 23. September 2017, also am letzten Samstag, ein „Planet X“ mit der Erde zusammenstößt. Dabei würde alles Leben auf der Erde zerstört – das Aussterben der Dinosaurier aufgrund eines Asteroideneinschlags lässt grüßen. Wie wir alle wissen, fiel der Weltuntergang am 23.9. jedoch aus, “Planet X” alias Planet „Nibiru“ tauchte nicht auf und Sie können deshalb auch noch in dieser Woche auf das Münchner Oktoberfest gehen.

NASA

Für den ausgefallenen Weltuntergang gibt es jetzt zwei Erklärungen: Die der US-Raumfahrtbehörde NASA und die von David Meade. Laut NASA fiel die Katastrophe deswegen aus, weil es keinen Planeten Nibiru/X gibt. Und was es nicht gibt, mit dem kann unsere Erde auch nicht zusammenstoßen. Die NASA betont, dass die Geschichte um den Todesplaneten Nibiru schon länger existiert und immer mal wieder aus der Mottenkiste geholt wird.

David Meade

Doch Weltuntergangsexperte Meade lässt nicht locker: Die uralte Prophezeiung, die den Weltuntergang vorhersagt, sei nur missverstanden worden. Deshalb habe Meade noch kurz vor dem 23.9. verkündet, dass am 23.9. nichts Spektakuläres passieren würde. Neuer Termin für den Weltuntergang sei nun der 21. Oktober 2017 – ebenfalls ein Samstag. Nordkoreas Dikator Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump haben also noch etwas Zeit für ihre Spiele mit der Atombombe…

Meade stützt sich bei seiner „Datumsberechnung“ auf Sätze aus der Bibel. Wie schon so oft in der Vergangenheit muss die Heilige Schrift also mal wieder für Weltuntergangsprophezeiungen herhalten. In diesem Fall ist es die Offenbarung des Johannes, die als Datumsgeber benutzt wird. Die Offenbarung des Johannes, auch als „Apokalypse“ bezeichnet, erfreut sich unter Weltuntergangs-Propheten seit jeher großer Beliebtheit.

Wobei Meade die Ankündigung für den 21.10.2017 sicherheitshalber schon mal etwas abschwächt. So soll am 21. Oktober nicht gleich die ganze Welt untergehen, sondern es wird ab diesem Datum zu einer Reihe schrecklicher Ereignisse kommen. Was laut Meade dazu führe, dass die Welt, wie wir sie kennen, zu einem Ende komme. So ähnlich dürften Erich Honecker und Konsorten nach dem 9. November 1989 aber auch gedacht haben. Insofern ist eine derartige Prophezeiung nicht ungewöhnlich.

Meade zufolge würden nach dem 21. Oktober 2017 sieben Jahr voller Kriege und Katastrophen kommen. Meade glaubt auch nach wie vor an die Existenz des Planeten Nibiru und interpretiert die Verse 9 bis 10 aus dem alttestamentlichen Buch Isaiah, Kapitel 13 dementsprechend: „Denn siehe, des Herrn Tag kommt grausam, zornig, grimmig, das Land zu verstören und die Sünder daraus zu vertilgen. Denn die Sterne am Himmel und sein Orion scheinen nicht hell; die Sonne geht finster auf, und der Mond scheint dunkel“.  Wahrscheinlicher ist jedoch, dass hiermit eine Sonnenfinsternis beschrieben wird. Derartige Himmelsphänomene haben die Menschen im Altertum immer wieder in Angst und Schrecken versetzt.

Wer sich für Meades Thesen genauer interessiert, kann sich darüber in diesem Artikel der Washington Post informieren. Die ägyptischen Pyramiden spielen dabei auch noch eine Rolle.

Lust auf noch mehr Weltuntergang? Kein Problem: Die Erde ist nach Meinung einiger Weltuntergangspropheten bereits 2012 nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Und außerdem ist da ja noch dieser große Asteroid, der nächste Woche mit der Erde kollidiert.

0 Kommentare zu diesem Artikel

PC-WELT Marktplatz

2301224