2248082

NAS-Arbeitsspeicher aufrüsten: So einfach geht’s

03.02.2017 | 10:40 Uhr |

Von Haus aus sind die meisten NAS-Modelle eher sparsam mit Arbeitsspeicher ausgestattet. Eine Speicheraufrüstung bringt im Arbeitsalltag spürbar mehr Leistung und Geschwindigkeit.

Die meisten NAS von der Stange kommen je nach Modell mit 512 MB bis 2 GB. Das reicht zwar für die Verwendung des NAS als reinen Datenspeicher für Office-Dateien im Heimnetzwerk aus, doch spätestens beim Streamen von Filmen und beim gleichzeitigen Zugriff mehrerer Anwender auf das NAS macht sich der Mangel an Arbeitsspeicher dann doch negativ bemerkbar. Denn bei Verzeichniswechseln und beim Öffnen von Dateien sinkt die Reaktionsgeschwindigkeit. Gut, dass sich die allermeisten NAS mit einem vergleichsweise geringen Aufwand zu moderaten Kosten um die 45 Euro mit mehr RAM bestücken lassen.

Achtung: Durch das RAM-Upgrade gehen jegliche Gewährleistung und Garantie seitens der Hersteller verloren. Die Aufrüstung geschieht auf eigene Gefahr. PC-WELT übernimmt keine Haftung bei Schäden und Datenverlust.

Voraussetzungen: Das richtige Speichermodul finden

Welche NAS-Modelle sich aufrüsten lassen, können Sie über die entsprechenden Support-Foren der Hersteller herausfinden – beispielsweise https://forum.synology.com/enu/ sowie www.synology-forum.de/content.html für Synology-Geräte und https://forum.qnapclub.de/ für NAS des Herstellers Qnap. Alternativ nutzen Sie eine Google-Suche. Verwenden Sie hierbei als Suchbegriff die exakte Modellbezeichnung Ihres NAS und den Zusatz „RAM-Aufrüstung“ beziehungsweise „RAM-Upgrade“.

Bevor Sie Ihr NAS aufschrauben und auseinandernehmen, sollten Sie sich noch den passenden Speicherriegel besorgen. Empfehlenswert ist eine Aufrüstung auf 8 GB – sofern vom NAS unterstützt. Für die Diskstation DS216+II empfehlen sich der Speicherriegel Kingston HyperX Impact HX316LS9IB/8 für rund 70 Euro und der Crucial 8GB DDR3L 1600 MT/s für rund 40 Euro. Im Grunde passt jedes 8-GB-DDR3-Modul mit 204-Pin-Belegung.

Das perfekte NAS: Tipps zur Kaufentscheidung

So wird das Speichermodul im NAS durch ein neues ersetzt

Die Vorgehensweise ist bei den meisten NAS ähnlich: Zuerst sind die Festplatten zu entnehmen, die zumeist nur mithilfe eines Schlittens eingeschoben sind. Daraufhin sind mehrere Schrauben am Gehäuse zu lösen, sodass es sich abnehmen lässt. Im nachfolgenden Schritt arbeiten Sie sich zum Speicherslot vor, indem Sie verschiedene Kleinteile entfernen und die Hauptplatine freilegen. Bevor Sie den Speicherriegel anfassen, sollten Sie sich jedoch erden, um Schäden durch die elektrostatische Aufladung zu verhindern. Hierzu genügt es, einige Sekunden lang einen Heizkörper mit der Hand zu berühren. Entnehmen Sie anschließend den bisherigen Speicherbaustein vorsichtig aus der Halterung und setzen Sie den neuen ein. Bauen Sie das NAS in der umgekehrten Reihenfolge wieder zusammen. Der neue Speicher wird dann beim nächsten Start automatisch erkannt – Sie brauchen nichts weiter zu tun.

NAS-Know-How: Neun Tricks für den Netzwerkspeicher

Im Internet finden sich viele Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Tutorial-Videos, die das Vorgehen bei der Speicheraufrüstung mehr oder weniger ausführlich beschreiben. Empfehlenswert sind die Videos im Youtube-Kanal von iDomiX.de. Auf Youtube zeigt Dominik Bamberger in einem knapp 13 Minuten langen Videoclip, wie sich die Synology Diskstation DS216+ II aufrüsten lässt.

Was wäre die Höllenmaschine Ultra VR ohne genügend Speicherplatz. Da in der Höllenmaschine selbst der Platz zu knapp war, liefern wir einfach einen Netzwerkspeicher dazu. Der Gewinner kann sich über das WD MyCloud PR4100 inklusive 4 8-TB-Festplatten im Gesamtwert von 1800 Euro freuen. Dank eines 1,6 GHz-Prozessors und 4 GB RAM kann man das NAS auch als Videostreaming-Server und ähnliches einsetzen. Alle Infos gibt's in diesem Video.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2248082