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NAS-Arbeitsspeicher aufrüsten: So einfach geht’s

13.02.2019 | 09:09 Uhr |

Ein Netzwerkspeicher (NAS) kommt schnell an seine Grenzen, wenn Sie ihn für anspruchsvollere Aufgaben einsetzen wollen – etwa für die Virtualisierung. Vielfach müssen Sie dafür keine neue NAS-Hardware kaufen. Ein Upgrade des Arbeitsspeichers katapultiert Ihr NAS-System vergleichsweise kostengünstig auf eine höhere Performancestufe.

Schritt 1: Checken Sie, ob sich der Arbeitsspeicher Ihres Netzwerkspeichers überhaupt aufrüsten lässt. Als erste Anlaufstelle dienen die entsprechenden Support-Seiten des jeweiligen NAS-Herstellers – beispielsweise https://forum.synology.com/enu/ und www.qnap.com/dede/tutorial/ . Aber auch die beiden herstellerunabhängigen Foren www.synology-forum.de/forum.html für Synology-Geräte und https://forum.qnapclub.de/ für NAS-Systeme des Herstellers Qnap stellen hervorragende Informationsquellen dar. Alternativ führen Sie eine Google-Suche durch. Verwenden Sie hierbei als Suchbegriff die exakte Modellbezeichnung Ihres NAS sowie den Zusatz „RAM-Aufrüstung“ beziehungsweise „RAM-Upgrade“. Eine weitere gute Anlaufstelle sind die „Kundenfragen und -antworten“ auf den jeweiligen Amazon-Produktdetailseiten.

Schritt 2: Haben Sie sich die passenden RAM-Module besorgt, geht es ans eigentliche Upgrade für Ihr NAS. Zunächst sind die Festplatten zu entnehmen, die zumeist nur mithilfe eines Schlittens eingeschoben sind. Daraufhin sind mehrere Schrauben am Gehäuse zu lösen, sodass es sich abnehmen lässt. Danach arbeiten Sie sich zum Speicherslot vor, indem Sie verschiedene Kleinteile entfernen und die Hauptplatine freilegen. Bevor Sie den Speicherriegel anfassen, sollten Sie sich jedoch erden, um Schäden durch die elektrostatische Aufladung zu verhindern. Hierzu genügt es, einige Sekunden lang einen Heizkörper mit der Hand zu berühren. Entnehmen Sie anschließend den bisherigen Speicherbaustein vorsichtig aus der Halterung und setzen Sie den neuen ein. Bauen Sie das NAS in der umgekehrten Reihenfolge wieder zusammen.

Trotz verschiedener Aktionen und gleichzeitigem Zugriff mehrerer Nutzer ist ausreichend Arbeitsspeicher auf dem NAS vorhanden, sodass beispielsweise Filme flüssig ohne Aussetzer auf Client-Geräten gestreamt werden.
Vergrößern Trotz verschiedener Aktionen und gleichzeitigem Zugriff mehrerer Nutzer ist ausreichend Arbeitsspeicher auf dem NAS vorhanden, sodass beispielsweise Filme flüssig ohne Aussetzer auf Client-Geräten gestreamt werden.

Schritt 3: Haben Sie Ihren Netzwerkspeicher erfolgreich zusammengesetzt, starten Sie das Gerät das erste Mal. Der neue Speicher wird automatisch erkannt. Um das erfolgreiche Upgrade zu überprüfen, genügt ein Blick in die Systeminformationen Ihres Netzwerkspeichers. Wenn Sie ein Qnap-Gerät mit dem Betriebssystem QTS nutzen, öffnen Sie das Benutzer-Interface im Webbrowser und suchen die „Systemsteuerung“. Klicken Sie im Bereich „System“ auf „mehr“, wählen Sie „Verwaltung“ und bringen Sie das Register „Systeminformationen“ nach vorne, um den aktuell verbauten „Gesamtspeicher“ in Erfahrung zu bringen. Bei Synology-Geräten mit DSM öffnen Sie die „Systemsteuerung“, wählen „Info-Center“ und aktivieren danach das Register „Allgemein“. Neben „Arbeitsspeicher insgesamt“ finden Sie die Angabe zur RAM-Größe des Geräts.

Achtung: Durch das RAM-Upgrade gehen Gewährleistung und Garantie seitens des jeweiligen Herstellers verloren. Die Aufrüstung geschieht stets auf eigene Gefahr. PC-WELT kann keine Haftung bei Schäden und Datenverlust übernehmen.

Tipp: Virtualisierung mit NAS-Systemen verwirklichen

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