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Nach Bomben-Prank: Deutscher Youtuber verurteilt

19.10.2017 | 10:10 Uhr |

Der bekannte deutsche Youtuber Apored ist wegen eines Bomben-Pranks zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Das Amtsgericht Hamburg hat den bekannten Youtuber Apored wegen eines Bomben-Pranks (Prank = Streich) zu einer Haftstrafe von sieben Monaten auf Bewährung und 200 Stunden Sozialarbeit verurteilt. Das berichtet der NDR auf seiner Website. Der Youtuber wurde demnach wegen der Antäuschung eines Sprengstoffanschlags verurteilt. Der Freund von Apored, der das Video mit einer Kamera drehte, wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro verurteilt.

Apored, der mit bürgerlichem Namen Ahmad Ahad heißt, gehört mit über 2 Millionen Abonnenten zu den erfolgreichsten Youtubern in Deutschland. Hintergrund für die Verurteilung ist ein Bomben-Prank-Video aus dem Jahre 2016, welcher Apored mit einem Freund kurz nach dem Anschlag in Nizza im Juli 2016 in der Hamburger Innenstadt drehte. In dem Video wurden Passanten erschreckt, indem auf sie eine Tasche geworfen und dabei der Eindruck erweckt wurde, in der Tasche befände sich eine Bombe. Das Video landete schließlich einen Tag nach dem Nizza-Anschlag auf Youtube, wobei die beteiligten Passanten vorher nicht um Erlaubnis gefragt wurden. Nach Beschwerden ermittelte schließlich die Hamburger Polizei und Apored entfernte später das Video aus seinem Youtube-Kanal.

In Hamburg sollte dem Youtuber und dessen am Streich beteiligten Freund bereits Mitte September der Prozess gemacht werden, er erschien damals aber nicht vor Gericht. Die zuständige Richterin ordnete daher damals die Untersuchungshaft an. Im dem Fall ging es auch um vorsätzliche Körperverletzung und Nötigung, weil sich einige der Passanten bei dem Streich massiv erschreckten. Die Staatsanwaltschaft hatte daher neben einer Haftstrafe von acht Monaten und eine Entschädigung in Höhe von 1.000 Euro pro Opfer vor Gericht gefordert.

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