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Myfritz-Fernzugriff ist nicht erreichbar? So lösen Sie das Problem

28.07.2017 | 09:21 Uhr |

Wenn der Fernzugriff über die AVM-Funktion MyFritz nicht mehr funktioniert, kann eine Änderung des Providers Schuld sein. Wir zeigen einen Workaround, wie es trotzdem klappt.

Sie haben den AVM-Dienst MyFritz-Dienst eingerichtet , um übers Internet die Fritzbox und die Rechner im Heimnetz zu erreichen. Doch plötzlich funktioniert der Dienst nicht mehr.

Wenn Sie kürzlich zu einem neuen Provider gewechselt sind, kann die Ursache darin liegen – genauer gesagt, im Umstieg von IPv4 auf IPv6, den der Wechsel verursacht hat. Denn da die Anzahl der verfügbaren IPv4-Adressen immer weiter schrumpft und die Technik zudem als veraltet gilt, bieten viele Provider neuen Kunden nur noch eine IPv6-Adressen an, unter der die Fritzbox aus dem Providernetz erreichbar ist. Damit aber die lokalen PCs und sonstigen Netzwerkgeräte, die mehrheitlich immer noch mit IPv4-Adressen ausgestattetet werden, dennoch eine Verbindung nach außen aufnehmen können, verpackt der Provider über einen DS-Lite-Tunnel die IPv4-Daten in IPv6-Pakete – DS steht dabei für Dual Stack. Sobald die Datenpakete das Providernetz verlassen und ins Internet weitergeleitet werden, wird die IPv6- Hülle dann entfernt, und die Daten reisen unter einer IPv4-Adresse weiter.

Der Myfritz-Dienst arbeitet aber in umgekehrter Richtung vom Internet ins Heimnetz – und die ist versperrt: Denn die Fritzbox besitzt bei dieser Konstellation grundsätzlich eine IPv6-Adresse, was bedeutet, dass sie von Computern mit IPv4-Adressen nicht erreichbar ist. Das gilt insbesondere für Smartphones, die übers Mobilfunknetz ins Internet gehen. Denn die Mobilfunkbetreiber haben ihre Netze noch nicht auf IPv6 umgestellt.

Was können Sie tun? Einige Provider bieten für ihre Kunden alternativ auch noch IPv4-Adressen an, verlangen dafür jedoch einen monatlichen Aufpreis. Eine Alternative ist ein Dienst wie Feste-IP.Net , der IPv4-Pakete über einen Portmapper auf IPv6 umsetzt. Die Einrichtung eines universellen Portmappers für Myfritz ist recht einfach und mit wenigen Eingaben erledigt. Anspruchsvoller wird es, wenn Sie in Ihrem LAN über eine Portfreigabe in der Fritzbox zusätzlich einen FTP- oder Webserver oder auch eine Haussteuerung erreichen wollen. In diesem Fall benötigen Sie einen FIP-Portmapper.

Bei Feste-IP.Net können Sie den Portmapper 50 Tage lang kostenlos testen und in dieser Zeit Ihre Konfiguration ausprobieren und optimieren. Nach dieser Zeit bezahlen Sie für den Dienst rund 5 Euro im Jahr.

MyFritz: Privat-Cloud mit der Fritzbox einrichten

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