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Musk: Tesla könnte mit Daimler E-Transporter entwickeln

20.11.2018 | 10:22 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Elon Musk hat via Twitter eine Zusammenarbeit mit Daimler ins Gespräch gebracht. Für einen elektrischen Transporter.

Tesla-Chef Elon Musk hat wieder mal mit einem Tweet für Spekulationen gesorgt. Er twitterte nämlich: „Vielleicht wäre es interessant mit Daimler/Mercedes zusammen an einem elektrischen Sprinter zu arbeiten. Das ist ein großartiger Transporter. Wir werden das untersuchen.“ Er können sich vorstellen Komponenten von Daimler für den Transporter zu beziehen und damit dann früher auf den Markt zu kommen oder aber den Transporter komplett allein zu produzieren und damit dann aber später auf den Markt zu kommen. Musk betonte aber, dass das Model Y, die Solar-Dachziegel, der Pick-Up, der Semi-LKW und der Roadster Vorrang hätten.

Daimler zeigte sich ebenfalls via Twitter geschmeichelt: „Danke für die Blumen. Und ja, das ist ein großartiger Kleintransporter“.
Offizielle Stellungnahmen von Tesla oder Daimler gibt es zu diesen Tweets nicht.

Daimler arbeitet bereits an eine Elektroversion des bekannten Kleintransporters Sprinter. 2019 soll diese erscheinen. Der 3,5-Tonnen-Kastenwagen soll ein Ladevolumen von bis zu 10,5 Kubikmeter bieten. Mit einer maximalen Reichweite von bis zu 150 km oder einer maximale Zuladung von über 1000 kg: Kunden haben dabei die Wahl mit zwei Batterie-Optionen. Und eine Gewichtsklasse darunter entwickelt Daimler den eVito.

Bisher hat sich Daimler allerdings genauso wenig wie Volkswagen oder Ford beim Thema elektrisch angetriebene Transporter mit Ruhm bekleckert. So konnte Daimler keinen elektrisch betriebenen Transporter für die Deutsche Post liefern, Woraufhin diese den StreetScooter selbst entwickeln ließ. Dieser rein elektrisch angetriebene Kleintransporter funktioniert und bewährt sich längst im harten Post-Alltag. Vor allem aber: Den Streetscooter kann man tatsächlich schon länger kaufen und einsetzen. Während Daimler, VW und Konsorten noch entwickeln…

Daimler war bis 2014 an Tesla beteiligt, verkaufte damals aber seine Tesla-Aktien. Daimler besitzt genauso wie alle anderen deutschen Automobil-Hersteller keine eigene Batterie zellen fertigung, während Tesla gemeinsam mit Panasonic die Gigafactory im US-Bundesstaat Nevada betreibt. Daimler forschte zwar in sächsischen Kamenz an der Entwicklung eigener Batteriezellen, stellte diese Arbeiten dann aber ein. Mittlerweile baut Daimler am Standort Kamenz aber zumindest die Batterieproduktion aus, die dafür nötigen Zellen lässt sich Daimler aber aus Asien liefern.

Bei E-Autos liegt Daimler genauso wie die anderen deutschen Automobil-Hersteller zurück. Die Schwaben wollen nun aber aufholen – unter anderem mit dem 2,4 Tonnen schweren SUV EQC.
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