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Musical.ly ist tot: Zwangsumzug zu Tik Tok

03.08.2018 | 11:41 Uhr |

Die vor allem bei Teenies ungemein beliebte Karaoke-App Musical.ly ist zu Tik Tok migriert. Die Nutzer wurden automatisch mitumgezogen.

Die bei zumeist weiblichen Teenies ungemein beliebte Video- beziehungsweise Karaoke-App Musical.ly heißt seit gestern Tik Tok. Am Funktionsumfang und am Bedienkonzept hat sich dagegen nichts geändert, beziehungsweise es kamen allenfalls neue Funktionen dazu.

Die Umbenennung kam für die meisten Nutzer überraschend: ByteDance, dem Musical.ly gehört, hatte die Nutzer vorab offensichtlich nicht informiert. Somit blickten die meisten Nutzer beim Öffnen der Musical.ly-App plötzlich auf ein neues Logo, eine neue Oberfläche und einen neuen Namen. ByteDance hatte die Benutzerkonten der Musical.ly-Nutzer einfach zu Tik Tok umgezogen, ohne die Zustimmung der Nutzer vorab einzuholen. Wobei die Umstellung für die Nutzer und Eingewöhnung denkbar leicht fällt, weil sich an der Bedienung der App nichts wesentliches geändert hat. Damit die Misical.ly-Nutzer die App sofort wiedererkennen ist das alte Musical.ly-Logo noch im rechten unteren Eck des Tik-Tok-Icons eingebaut.

Damit die Misical.ly-Nutzer die App wiedererkennen ist das alte Musical.ly-Logo noch im rechten unteren Eck des Tik-Tok-Icons eingebaut.
Vergrößern Damit die Misical.ly-Nutzer die App wiedererkennen ist das alte Musical.ly-Logo noch im rechten unteren Eck des Tik-Tok-Icons eingebaut.

Das chinesische Unternehmen ByteDance hatte das ebenfalls aus China stammende Musical.ly im November 2017 gekauft. Damit kauften die Chinesen einen direkten Konkurrenten auf, denn von ByteDance stammt auch Tik Tok.

Falls Sie Musical.ly nicht kennen: Damit kann man kurze Videoclips mit bis zu 15 Sekunden Länge und mit diversen Effekten erstellen und mit bekannter Musik hinterlegen. Dieses Prinzip kennt man schon länger, es heißt Karaoke. Die Nutzer machen damit also Musik-Videoclips mit eigenem Bildmaterial, aber fremder Musik. Typischerweise bewegen sich die Nutzer zur Musik vor der Smartphonekamera, wenn sie ein Musical.ly alias Tik Tok aufnehmen. In der Öffentlichkeit sieht das dann durchaus merkwürdig aus, wenn Menschen stumm auf Ihr Smartphone starren und dabei wild gestikulieren oder Grimassen ziehen. Ohne Ton wohlgemerkt, denn den mixen sie nachher erst dazu.

Die Tik-Tok-App.
Vergrößern Die Tik-Tok-App.

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