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MP3 ist offiziell tot - das Ende einer Ära

15.05.2017 | 15:17 Uhr |

Aus und vorbei: Das Fraunhofer-Institut hat das Ende von MP3 verkündet. Damit endet eine klangvolle Ära.

Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) verkündet auf seiner Website, dass seit dem 23. April 2017 keine neuen Lizenzen für die Nutzung der mit dem Format MP3 verbundenen Patente erteilt werden. Das Fraunhofer IIS hatte das MP3-Format seit dem Jahr 1982 maßgeblich entwickelt und Ende des Jahres 1991 patentiert.

Mit dem Durchbruch des Internets erfreute sich das MP3-Format einer enormen Beliebtheit, weil sich damit die Größe von Musikdateien auf ein erträgliches Maß verkleinern ließ - ein enorm wichtiger Punkt angesichts der seinerzeit so langsamen Internet-Verbindungen. Spätestens mit Napster konzentrierte sich dann der Zorn der Musikindustrie auf das MP3-Format, nachdem Millionen Nutzer weltweit die MP3-Tauschbörse verwendeten.

In der Mitteilung weist das Fraunhofer IIS darauf hin, dass das MP3-Format sich auch weiterhin großer Beliebtheit erfreue, obwohl es mittlerweile modernere und effizientere Audio-Code-Formate gibt. Daher wird auch anstelle der Nutzung von MP3 die Verwendung von AAC empfohlen und künftig die von MPEG-H. Diese Formate bieten eine deutlich höhere Audioqualität bei niedrigerer Bitrate im Vergleich zum MP3-Format.

Und was bedeutet die Mitteilung des IIS für die Nutzer? Nichts. Auch weiterhin können also MP3s auf allen Geräten und unter allen Betriebssystemen abgespielt werden, die das MP3-Format ohnehin bereits unterstützen. Allerdings gibt es in der Tat bessere und effizientere Formate, um Musik zu komprimieren, wie etwa das auch vom IIS empfohlene Format AAC.

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