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Mond-Fotos mit dem iPhone (11) schießen

08.04.2020 | 17:34 Uhr | Markus Schelhorn

Auch noch heute Nacht ist in Deutschland ein Supermond zu bewundern. Das Himmelsereignis kann man auch mit dem iPhone festhalten.

Auch heute ist Deutschland ein sogenannter Supermond zu sehen, auch wenn er nicht mehr voll ist, sondern schon abnimmt. Das will man festhalten: Selbst mit dem iPhone gelingen gute Fotos. Dabei muss man ein paar Besonderheiten wissen: Besonders gut für Nachtaufnahmen eignet sich die Hauptkamera des iPhones, gute Fotos des Nachthimmels gelingen bei ISO 15, 40. Über ISO 400 sollte man nicht gehen. Um die Kameraeinstellungen noch genauer zu kontrollieren, eignet sich ganz gut die App " Pro Camera " für knapp sieben Euro, eine gute Alternative bittet auch Halide-Kamera für ebenso sieben Euro. Mehr dazu lesen Sie hier: " Nachtaufnahmen mit iPhone ".

So fotografieren Sie mit dem iPhone den Mond

Der Sternenhimmel bietet einen faszinierenden Blick zurück in die Vergangenheit. Immerhin ist das Licht der mit bloßen Auge sichtbaren Sterne bis zu tausende Jahre unterwegs zu uns, die der als matte Flecken wahrzunehmende nahe Galaxien ab zwei Millionen Jahre. Von den nur im Teleskop erkennbaren Objekten gar nidht zu reden, die können bis zu 18 Milliarden Lichtjahre entfernt sein. Der nach der Sonne scheinbar hellste Himmelskörper ist für uns aber auch der nächste: Das Sonnenlicht, das der Mond reflektiert, braucht dann nur noch eine gut Sekunde bis zu Erde.

Der Mond eignet sich daher am besten zum Einstieg in die Astro-Fotografie, zumal er derzeit so nah ist wie nur möglich. Das iPhone reicht bereits locker aus, um faszinierende Bilder festzuhalten. Denn fotografiert man den Mond, dann sind die Lichtbedingungen auf dem Mond wie beim strahlendem Sonnenschein auf der Erde. Sprich: Die iPhone-Kamera kann den Mond in optimaler Qualität aufnehmen.

Der einzige Haken: Das Objektiv des iPhone ist für Weitwinkel-Aufnahmen ausgelegt und auch das Tele-Objektiv des iPhone 11 Pro mit seiner 52 mm Brennweite (im Vergleich zum Kleinbildformat) reicht bei Weitem nicht aus, um den Mond groß abbilden zu können. Dazu ist die Weitwinkelkamera des iPhones 11 Pro deutlich lichtstärker und kann unter schlechten Lichtbedingungen bessere Fotos machen. In Pro Kamera beispielsweise lässt sich gezielt wählen, welches Objektiv gerade im Einsatz ist, ansonsten steuert die native Foto-App diese Einstellung automatisch. Zusätzlich dazu bietet der Entwickler ein passendes Modul "Low Light Plus – Nachtkamera" für fünf Euro als In-App-Kauf. Damit sind Langzeitbelichtung und lange Blendeneinstellungen möglich.

Wer sich nicht mit den nativen iPhone-Fotos zufrieden geben will, muss zu einem Teleskop greifen, der den Mond und die Sterne näher bringt. Auf Amazon findet man beispielsweise für rund 70 Euro das recht ordentliche Emarth Teleskop . Mit 60 Euro etwas günstiger, dafür mit gemischteren Kundenbewertungen, ist das Zoomion Teleskop Pioneer 70 AZ eine Alternative. Hier finden Sie zudem eine Übersicht weiterer Teleskope .

Die richtige Einstellung am iPhone

Die Kamera-App des iPhone reicht bereits aus, um gelungene Aufnahmen vom Mond zu erstellen. Es sind dafür nur wenige Schritte notwendig: Blitz ausschalten und per Fingertipp auf den Mond scharf stellen. Da die Mondoberfläche sehr stark reflektiert, können Sie die Belichtungskorrektur der Kamera-App nach unten regeln. Dazu tippen Sie auf das Vorschaubild der Kamera-App, bis ein gelbes Quadrat mit einem Regler an seiner rechten Seite erscheint. Hier können Sie nun die Belichtung nach unten regeln, bis die Belichtung passt.

Wer sich nicht auf die automatischen Einstellungen der Foto-App verlassen will, soll am besten knapp sieben Euro in eine der oben vorgestellten Profi-Kamera-Apps investieren und mit den Einstellungen experimentieren. 

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