2265154

Mit Smart Home Energie sparen

23.07.2017 | 08:34 Uhr |

Sein Zuhause mit einer intelligenten Steuerung auszustatten ist nicht nur komfortabel, sondern auch finanziell interessant: Heizung, Lüftung, Stromverbrauch aller Geräte werden energiesparend geregelt.

Fragt man Verbraucher, warum sie sich für eine Smart-Home-Lösung interessieren, lautet die Antwort häufig: Energiekosten sparen. Bis zu 30 Prozent weniger Verbrauch ist möglich, senkt die schlaue Haustechnik automatisch die Heizkosten und spart Strom.

Die ersten warmen Tage des Jahres locken ins Freie und die dicke Winterjacke wandert zurück in den Schrank. Nachts kühlt die Temperatur allerdings noch erheblich ab und die Heizung springt wieder an, so dass es morgens im Bad wieder angenehm warm ist. Damit die Heizkostenabrechnung keine bösen Überraschungen bereithält, setzen immer mehr Bewohner auf Smart-Home-Systeme.

Die Verbraucherzentrale rät in punkto sparsames Heizen: Verbraucher können ihr Nutzungsverhalten optimieren und ihre Heizung intelligent steuern. Beides erledigt Smart Home wie von selbst, und Bewohner müssen sich nicht mehr ständig den Kopf zerbrechen, wo und wie sie am besten sparen. Das intelligente Zuhause steuert die Heizung beispielsweise streng nach Bedarf: Verlässt der letzte Bewohner morgens das Haus, regelt die Steuerung die Temperatur automatisch herunter. Nähert sich der erste Bewohner auf dem Nachhauseweg dem Smart Home, steuert es sofort wieder die festgelegte Wohlfühltemperatur an. Per App am Smartphone oder Tablet lassen sich die Einstellungen sogar von unterwegs verändern. So heizen die Bewohner ihr Zuhause viel effizienter, denn die Räume sind nur dann angenehm warm, wenn auch wirklich jemand zuhause ist.

Viel Energie sparen Bewohner mit Smart Home auch beim Lüften. Generell gilt: Mehrmals täglich die Fenster zum Stoßlüften komplett zu öffnen ist viel sinnvoller als ständig die Fenster gekippt zu haben. Beim Lüften hat die intelligent gesteuerte Heizung Pause: Das vernetzte Zuhause erkennt die Position der Fenster und regelt die Heizkörper runter. So geht beim Luftaustausch nur ein Minimum an Wärme verloren.

Heizkosten-Ersparnis

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik hat errechnet: Mit einer intelligenten Haussteuerung sparen die Bewohner bis zu 40 Prozent an Heizkosten. Wie hoch die Ersparnis im Einzelfall ausfällt, ist individuell und hängt von einer Reihe Faktoren ab: Welche Grundtemperatur wünschen sich Bewohner tagsüber und nachts? Wie ist die Bausubstanz der Immobilie beschaffen? Ist sie freistehend oder ein Reihenmittelhaus? Dementsprechend schwankt der Verbrauch stark und andere Studien kommen zu abweichenden Ergebnissen. Die Hersteller von Smart-Home-Lösungen sprechen immerhin von möglichen Einsparungen bis zu 30 Prozent jährlich.

Als Faustregel gilt laut Verbraucherzentrale: Wer die Raumtemperatur um ein Grad senkt, spart schon drei bis fünf Prozent Heizkosten ein.

Besser ausschalten als Stand-by

So komfortabel es auch ist, Elektrogeräte immer im Stand-by-Modus laufen zu lassen: Sie verbrauchen kontinuierlich Energie, obwohl sie nicht genutzt werden. Es gilt also: Lieber ganz ausschalten oder intelligente Zwischenstecker und Wandtaster nutzen, die ganz nebenbei beim Stromsparen unterstützen. Über einen Zwischenstecker schalten die Bewohner beispielsweise Fernseher, Stereoanlage oder Kaffeemaschine ganz ein oder aus. Manche Stecker zeigen zusätzlich den Stromverbrauch der eingestöpselten Geräte und entlarven so die Stromfresser im Haushalt.

Im Bad versehentlich das Licht brennen lassen oder das Bügeleisen nicht ausgesteckt? Beim Verlassen des Hauses können Bewohner über einen zentralen Wandtaster alle nicht benötigten Geräte ausschalten. Erstmal unterwegs, zeigt die Smart-Home-App, ob alle Geräte ausgeschaltet sind, die nicht laufen müssen. Mit einem Fingertipp kann der Nutzer die Stromfresser aus der Ferne ausschalten.

Darüber hinaus bieten die Hersteller vordefinierte Szenarien an, mit denen sich Strom sparen lässt. Zum Beispiel mit einem Gerät zur Sprachsteuerung. „Alexa, aktiviere das Szenario Kochen“. Während sich in der Küche die Lichter über dem Arbeitsbereich einschalten, dimmen sich die Leuchten im Wohnzimmer auf 30 Prozent und der Fernseher schaltet sich aus.

Smart Home als intelligenter Energiemanager

Wie wird unsere Stromversorgung zukünftig aussehen? Die Bundesregierung hat die Energiewende initiiert. Bis 2022 sollen alle Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden und acht Jahre später soll die Hälfte unserer Stromversorgung aus erneuerbaren Energien kommen. Neben den dezentralen Erzeugern werden künftig immer mehr Verbraucher aus Sonne und Wind lokal ihren eigenen Strom erzeugen und diesen auch selbst speichern. Die klassischen Anbieter werden dann nur noch Versorgungslücken schließen.

Smart Home kann die Energieversorgung aus verschiedenen Quellen intelligent steuern: Die Haustechnik stellt stets genug Energie aus diversen Quellen bereit oder speichert sie, so dass das gesamte System ohne Versorgungslücken ausbalanciert ist. Und mittels Lastverschiebung lädt zum Beispiel das Elektroauto vor allem nachts, wenn ansonsten wenig Strom verbraucht wird.

Geringere Kosten, mehr Sicherheit

Sein Zuhause mit einer intelligenten Steuerung auszustatten, ist jedoch nicht nur finanziell von Vorteil und erhöht den Komfort. Die Technik macht das Leben der Bewohner auch sicherer. Mit Kameras überblicken die Anwender jederzeit, was in und um ihr Zuhause los ist. Mit Bewegungsmeldern und daran gekoppelter Beleuchtung schreckt Smart Home Einbrecher wirksam ab. Für viele Verbraucher ein weiteres wichtiges Argument, ihr Zuhause zu vernetzen.

0 Kommentare zu diesem Artikel

Smart Home - darum geht es.

Smart Home umschreibt einen der vermutlich am stärksten wachsenden Trends der Zukunft: Intelligente Geräte und Haus-Steuerungssysteme, die Ihnen Ihr Leben erleichtern sollen. Denkbar und vielfach bereits erhältlich sind dabei Lösungen wie Einbruchschutz oder Sets zum Stromsparen. Oder Intelligente Systeme zur Hausbelüftung oder Heizungssteuerung. Smart TVs bringen das Internet ins Wohnzimmer und Waschmaschinen lassen sich per App steuern. Über intelligente Stromzähler haben Sie mit einem Blick aufs Smartphone den aktuellen Stromverbrauch im Griff. Sie sehen, die möglichen Anwendungen sind vielfältig. In diesem Themenbereich widmen wir uns dem Thema Smart Home, erklären, wie die Technik funktioniert und wie intelligent vorhandene Lösungen am Markt wirklich sind.

2265154