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Mit der Fritzbox Ihre WLAN-Geschwindigkeit testen

02.06.2017 | 10:39 Uhr |

Die WLAN-Router der Fritzbox-Familie bieten eine bequeme Möglichkeit an, um die tatsächliche Leistungsfähigkeit Ihres Funknetzwerks zu messen.

Als WLAN-Tempo-Testprogramm hat die Fritzbox den Benchmark Iperf im Einsatz: Dieser misst den Datendurchsatz zwischen dem Router und einem Heimnetzgerät auf der Protokollebene TCP beziehungsweise UDP. Deshalb funktioniert er mit allen Betriebssystemen und bringt sehr zuverlässige Ergebnisse.

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So aktivieren Sie den Test in der Fritzbox: Für die WLAN-Messung tauscht Iperf in einem festgelegten Zeitraum Daten zwischen einem Server und einem Client aus. Die Fritzbox kann als Server arbeiten, weil sie das Benchmark-Tool bereits mitbringt. Dadurch brauchen Sie zum Beispiel kein Notebook als Iperf-Server einzurichten und mit der Fritzbox zu verbinden.

Melden Sie sich im Browser-Menü der Fritzbox an und klicken Sie sodann unten rechts auf „Inhalt“. Im nachfolgenden Menü wählen Sie „FRITZ!Box-Support“. Dort finden Sie im Abschnitt „Durchsatzmessungen“ die passenden Einstellungen. Mittels „Messpunkt für einen Iperf-Client im Heimnetz aktivieren“ schalten Sie den Iperf-Server der Fritzbox ein. Sie testen dann die WLAN-Geschwindigkeit zwischen dem Iperf-Client, der zum Beispiel auf einem Smartphone oder einem Rechner im Heimnetz läuft, und der Fritzbox. Wollen Sie in beide Richtungen messen, also auch von der Fritzbox zum Heimnetzgerät, setzen Sie einfach den Haken vor „Messpunkt für einen bidirektionalen Iperf-UDP-Test im Heimnetz aktivieren“. Dieser Test arbeitet aber nur mit dem fehlertoleranten UDP, das zum Beispiel bei Videostreaming oder der Voip-Telefonie zum Einsatz kommt, jedoch nicht mit TCP, das insbeson- dere beim Websurfen eingesetzt wird. Da UDP keine Fehlerkorrektur verwendet, fallen die Datenraten bei der WLAN-Messung mit diesem Protokoll stets höher aus als mit TCP. Mit der dritten Option können Sie von außen per Internet auf die Fritzbox zugreifen, um die Geschwindigkeit der Onlineverbindung zu messen. Dafür zeigt Ihnen das Fritzbox-Menü darüber hinaus an, unter welcher öffentlichen IP-Adresse der Router derzeit zu erreichen ist. Speichern Sie die Änderungen im Menü mithilfe von „Einstellungen übernehmen“.

Die WLAN-App von AVM für Android benutzt auch Iperf für die Tempomessung.
Vergrößern Die WLAN-App von AVM für Android benutzt auch Iperf für die Tempomessung.

So richten Sie die Gegenstelle für den Test ein: Wenn Sie ein Android-Smartphone als Gegenstelle einsetzen, nutzen Sie für die Messung am besten die AVM-App Fritzapp WLAN für Android. Öffnen Sie das Menü über die drei Striche oben links und wählen Sie „Netzwerkanalyse“ sowie „WLAN messen“. Dort zeigt Ihnen die App auf einem Balkendiagramm dann die Signalqualität zwischen der Fritzbox und dem Smartphone an – je weiter rechts das blaue Dreieck steht, das die Verbindungsqualität darstellt, desto besser. Tippen Sie daraufhin auf „START TEST“: Nach rund drei Sekunden beginnt der 20-sekündige Iperf-Test, die App zeigt währenddessen die aktuelle Datenrate an.

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Möchten Sie einen Windows-Computer als Gegenstelle für den Test einrichten, laden Sie als Nächstes Iperf 2 für Windows herunter. Das Tool lässt sich über die Eingabeaufforderung bedienen. Wechseln Sie in das Iperf-Verzeichnis und starten Sie die Messung auf dem Client-Gerät mit diesem Befehl: iperf -c <lokale IP-Adresse der Fritzbox> -p 4711 Die lokale IP-Adresse des Routers sehen Sie nun unter „Heimnetz -> Heimnetzübersicht -> Netzwerkverbindungen“.

Hinter dem Parameter -p steht der Port, den die Fritzbox für Iperf benutzt. Sie müssen diesen extra angeben, da das Benchmark-Tool standardmäßig Port 5201 verwendet. Dieser Test dauert zehn Sekunden, als Ergebnis sehen Sie danach unter „Bandwidth“ die Datenrate in MBit/s zwischen Client und Fritzbox.

Wenn Sie die Datenrate mit UDP messen, so müssen Sie im Befehl den Parameter -u ergänzen. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, geben Sie des Weiteren mit dem Parameter -b noch eine maximale Bandbreite in MBit/s für die Übertragung an, beispielsweise die maximal mögliche Datenrate, die das WLAN-Modul im Rechner erreichen kann – also etwa -b 300M. Vergessen Sie darüber hinaus nicht, den Port auf -p 4712 zu ändern, wenn Sie in der Fritzbox die Messung in beide Richtungen aktivieren.

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