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Microsoft will Qualität der Windows-10-Updates verbessern

14.11.2018 | 16:14 Uhr |

Microsoft räumt ein, dass die Probleme mit dem Windows 10 Oktober 2018 Update nicht hätten passieren dürfen und gelobt Besserung.

Microsoft hat das Windows 10 Oktober 2018 Update (Windows 10 Version 1809) am Dienstagabend (deutscher Zeit) in einer nachgebesserten Version veröffentlicht. In einem Blog-Eintrag räumt Microsoft Fehler bei der Sicherstellung der Qualität des Updates ein, die nicht hätte passieren dürfen. Und die Entwickler wollen es künftig noch besser machen. Zeitgleich liefern sie aber auch eine Erklärung, warum passiert ist, was passiert ist.

Schuld für den Abbruch der ersten Auslieferung des Windows 10 Oktober 2018 Updates sei ein kleiner aber ernster Grund gewesen. Zum ersten Mal seit Microsoft Windows 10 zu "Windows as a Service" erklärt hat, musste Microsoft die Auslieferung eines größeren Funktionsupdates für Windows 10 stoppen.

Es sollen Maßnahmen ergriffen werden, mit denen die Qualität der Updates besser gesichert werde. Allerdings wird in dem Blog-Eintrag auch auf eine grundsätzliche Problematik hingewiesen. Jedes Update für Windows 10 müsse so entwickelt werden, dass es an über 700 Millionen aktive Windows-10-Nutzer ausgeliefert werden könne. Dazu müssten über 35 Millionen Applikationen und über 175 Millionen Applikations-Versionen berücksichtigt werden. Ebenso 16 Millionen unterschiedliche Hardware-Treiber-Kombinationen.

Anzahl der Nutzer-Fehlerberichte zu Windows 10 Updates
Vergrößern Anzahl der Nutzer-Fehlerberichte zu Windows 10 Updates
© Microsoft

Mit einer Grafik weist Microsoft darauf hin, dass sich die Qualität der Updates seit der ersten Windows-10-Version vom Juli 2015 stetig verbessert hat. Die Anzahl der Rückmeldungen sei stetig gestiegen und habe mit Windows 10 April 2018 Update einen Höchststand erreicht.

Windows 10 Oktober 2018 Update: Auslieferung der Neu-Veröffentlichung etwas langsamer

Das Ziel sei es grundsätzlich jedem Nutzer die beste Windows-10-Erfahrung zu bieten und daher werde auch jedes Feedback ernst genommen. Im Falle der Neu-Auslieferung von Windows 10 Oktober 2018 Update bedeutet dies, das es dieses Mal vielleicht etwas länger dauern könnte, bis das Update auch wirklich an alle Nutzer ausgeliefert wird.

In dem Blog-Eintrag erklärt Microsoft nämlich, dass Nutzer das neue Windows 10 Update über Windows Update nur dann erhalten sollen, wenn sicher gestellt wird, dass die neue Version auf ihrem System mit der vorliegenden Soft- und Hardware-Ausstattung wirklich problemlos läuft. Sollte auch nur ein Grund dagegensprechen, dann wird die Auslieferung verzögert, bis das Problem gelöst wurde.

Darüberhinaus werden neue Funktionsupdates zunächst auch nur an eine besonders kleine Gruppe an Nutzern ausgeliefert, die sich besonders interessiert daran zeigen, neue Updates besonders schnell auszuprobieren. Etwa weil sie öfters nach neuen Updates über Windows Update suchen. Die Erfahrungen dieser Nutzer mit den Funktionsupdates werden ausführlich analysiert, wofür die Telemetrie-Daten verwendet werden, die Windows 10 anonymisiert an Microsoft sendet. Hinzu kommen die Meldungen der Nutzer über den Feedback Hub. Microsoft selbst sei dabei in der Lage, selbst bei vergleichsweise geringen Rückmeldungen Schlüsse darüber zu ziehen, wie schwerwiegend ein Problem sein könnte und dann entsprechend darauf zu reagieren.

Abschließend heißt es in dem Blog-Eintrag: "Wir arbeiten an vielen Fronten, um sicherzustellen, dass unsere Kunden die beste und sicherste Erfahrung unter Windows haben. Während wir positive Trends sehen, hören wir auch deutlich die Stimmen unserer Nutzer, die mit frustrierenden Problemen konfrontiert sind, und wir verpflichten uns, mehr zu tun."

Und es wird hinzugefügt: "Wir werden unsere Bemühungen zur Verbesserung unserer Fähigkeit, Probleme zu vermeiden, verstärken. Das gilt ebenso für unsere Fähigkeit, schnell und offen zu reagieren, wenn Probleme auftreten. Wir beabsichtigen, alle Instrumente, die wir heute haben, zu nutzen und uns auf neue, qualitätsorientierte Innovationen in den Bereichen Produktdesign, Entwicklung, Validierung und Bereitstellung zu konzentrieren. "

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