2371235

Microsoft vereitelt russischen Hackerangriff

21.08.2018 | 12:44 Uhr | René Resch

Microsoft ist es nach eigenen Angaben gelungen, einen Angriff einer russischen Hackergruppe zu vereiteln.

Microsoft hat eigenen Angaben zufolge einen Angriff russischer Hacker verhindert. Die Angreifer hätten zu einer Gruppe gehört, die unter den Namen Strontium, Fancy Bear und APT28 bekannt seien. Diese Hacker-Gruppierung wird von US-Sonderermittlern mit dem russischen Militärnachrichtendienst GRU in Verbindung gebracht und soll auch in die Einmischung des amerikanischen Wahlkampfs verwickelt sein.

Sechs Websites sollen die Täter nachgebaut haben. Von dem Angriff betroffen waren Seiten des US-Senats, des Hudson-Instituts, des internationalen Republikanischen Instituts sowie von republikanischen Thinktanks. Eine der Seiten soll wie eine offizielle Microsoft-Seite ausgesehen haben und unter der Web-Adresse office365-onedrive.com erreichbar gewesen sein. Ob die Täter damit über gefälschte Log-in-Formulare Zugangsdaten von Besuchern abfangen oder spezielle Malware verbreiten wollten, ist noch nicht klar.

Microsoft ließ sich gerichtlich bestätigen, dass die aufgezählten Websites Markenrechte des Unternehmens aus Redmond verletzen, zum Beispiel durch die Nutzung von Microsoft-Logos. Auf diese Weise konnte Microsoft die Domains auf seine eigenen Server übertragen und vom Netz nehmen. Eine Taktik, die Microsofts Digital Crime Unit bereits des öfteren eingesetzt hat, um gegen Malware- und Phishing-Webseiten vorzugehen.

Laut Microsofts Chefjustiziar Brad Smith gebe es „keinen Zweifel“, wer hinter den Angriffen stecke. Es handle sich um einen Versuch, „die Demokratie zu stören“.

Russische Hacker sollen US-Stromnetz im Visier haben

PC-WELT Marktplatz

2371235