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Microsoft und Google unterzeichnen Anti-Piraten-Abkommen

20.02.2017 | 16:09 Uhr |

Microsoft und Google haben ein Anti-Piraterie-Abkommen der britischen Regierung unterzeichnet.

Die britische Regierung will härter gegen Urheberrechtsverletzungen im Internet vorgehen. Das Ziel: Links zu Piraterie-Websites sollen von Seite eins der großen Suchmaschinen verschwinden.

Dafür hat das Intellectual Property Office (IPO) zusammen mit der Kreativ-Industrie und den führenden Suchmaschinen-Betreibern einen Voluntary Code of Practice vereinbart. Das Abkommen soll dafür sorgen, dass Links zu Webseiten, die das Urheberrecht verletzen, gar nicht mehr in Suchmaschinen gelistet werden oder zumindest von der ersten Ergebnisseite verschwinden. Die Vereinbarung tritt ab sofort in Kraft und soll bis zum 1. Juni 2017 die Anzahl fragwürdiger Seiten in Suchmaschinen erheblich verringern.

Zu den Unterzeichnern des Voluntary Code of Practice gehören die beiden Suchmaschinen Bing und Google, die Motion Picture Association und die British Phonographic Industry (BPI). Jo Johnson, der britische Bildungsminister, und das Intellectual Property Office werden die Umsetzung und Einhaltung des Abkommens überwachen.

Die Idee hinter der Vereinbarung ist, illegale Inhalte so schwer auffindbar zu machen, dass sich Nutzer für die legalen Alternativen entscheiden. Der Voluntary Code of Practice baut auf bekannte Anti-Piraterie-Mechanismen auf, darunter schriftliche Warnungen an mutmaßliche Piraten sowie Webiste-Blockaden. Während diese Mechanismen durchaus Einfluss auf illegale Streaming- und File-Sharing-Plattformen hatte, erfreuen sich Torrent-Portale nach wie vor großer Beliebtheit.

Obwohl auch die britische Regierung nicht glaubt, eingefleischte Raubkopierer damit abschrecken zu können, hofft sie doch, dass es normale Nutzer durch das Abkommen schwerer haben, illegale Inhalte zu finden.

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