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Microsoft Store soll attraktiver werden

08.05.2018 | 09:38 Uhr |

Entwickler erhalten einen höheren Anreiz, um Apps für den Microsoft Store zu entwickeln. Microsoft zahlt an sie mehr Geld aus.

Den Microsoft Store plagt seit jeher das typische Henne-Ei-Problem: Durch ein mangelndes App-Angebot nutzen ihn nur wenige Windows-10-Nutzer, dadurch haben die Entwickler einen geringeren Anreiz, neue Apps zu entwickeln, worunter wiederum das App-Angebot leidet. Erst in diesen Tagen klagte ein Entwickler über die schlechten Einnahmen. Auf seiner Entwicklerkonferenz Build 2018 hat Microsoft nun seine Pläne vorgestellt, um den Microsoft Store attraktiver zu machen. Die Entwickler sollen durch höhere Einnahmen belohnt werden.

Auf der Build 2018 gab Microsoft auch bekannt, dass mittlerweile Windows 10 auf über 700 Millionen Rechnern installiert sei. Zuletzt hatte Microsoft die Zahl der Windows-10-Geräte im November 2017 mit 600 Millionen beziffert. Den Microsoft Store nutzen dagegen vergleichsweise wenig Anwender.

Laut der neuen Regelung, die später in diesem Jahr in Kraft treten wird, sollen Entwickler künftig für ihre verkauften Apps im Microsoft Store einen Anteil in Höhe von 95 Prozent erhalten. Das gilt aber nur für Apps für Endanwender und nicht für Spiele. Dafür aber für alle über den Microsoft Store verkauften Apps für Windows-10-PCs, Windows Mixed Reality, Surface Hub und Windows Phone. Der Microsoft Store für Xbox-Konsolen wird ausgenommen.

Bei Käufen, die durch Maßnahmen von Microsoft erzielt werden, erhalten die Entwickler 85 Prozent der Einnahmen. Etwa dann, wenn Microsoft gezielt Werbung für eine App macht, eine App in eine Kollektion im Microsoft Store aufnimmt oder die App über einen Link in einem Microsoft-Produkt erwirbt.

Letztendlich bedeutet dies, dass Entwickler ihre Nutzer per Direkt-Link zum Kauf ihrer App animieren müssen, um 95 Prozent der Einnahmen zu erhalten. Kaufen die Windows-Nutzer dagegen die App über Übersichtsseiten im Microsoft Store, gehen aber immerhin 85 Prozent der Einnahmen an die Entwickler. Da ist aber weiter deutlich mehr, als die typischen 60/40-Regelungen anderer App-Stores.

Die 95 Prozent/85 Prozent gelten auch für alle Abos und Add-Ons, die in einer Nicht-Spiele-App erworben werden. Außerdem gilt die Regelung laut dieser Microsoft-Info-Seite auch für Apps für ältere Systeme wie Windows 8.x und Windows Phone 8.x.

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