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Microsoft OneDrive verweigert Synchronisierung mit FAT-Dateisystem

20.11.2017 | 09:45 Uhr |

Wenn sich der OneDrive-Ordner nicht einrichten lässt, liegt es vermutlich am Dateisystem. Wir haben die Lösung.

Haben Sie Ihre USB-Sticks in einem FAT- oder im NTFS-Dateisystem formatiert? Seltsame Frage, denken Sie zurecht. Denn im PC-Alltag ist das meist völlig egal, Windows kommt schließlich mit allen genannten Dateiformaten zurecht.

Ziemlich unerwartet aber hat Microsoft nun bei seinem Cloud-Speicher OneDrive die Unterstützung für die Dateisysteme FAT, FAT32 und exFAT gestrichen, so dass die automatische Synchronisierung insbesondere mit USB-Sticks und (Micro-) SD-Karten aus Digitalkameras oder Actioncams nicht mehr funktioniert. Das gewöhnliche Verschieben oder Kopieren am Windows-PC lässt sich weiter wie gewohnt problemlos ausführen, beim Versuch, einen FAT-formatierten Datenträger als lokalen Speicherordner zu definieren, erscheint jedoch eine Fehlermeldung. Der Hinweis ist klar und eindeutig: „Damit OneDrive einen anderen Speicherort verwendet, klicken Sie auf ‚OneDrive einrichten‘, und verweisen Sie OneDrive auf ein NTFS-Laufwerk. Um den vorhandenen Speicherort mit OneDrive zu verwenden, müssen Sie ihn mit NTFS formatieren und dann auf ‚OneDrive einrichten‘ klicken, um Ihr Konto zu konfigurieren“.

So sichern Sie Ihre Daten in die Cloud

Als dieser Hinweis die ersten Mal erschien, ging man zunächst von einem Fehler aus. Entsprechend kursieren im Internet diverse Workarounds, mit denen sich das Problem umgehen lassen soll. Tatsächlich aber hat Microsoft hier eine dauerhafte Änderung vorgenommen. Neben dem Wechsel zu einem anderen Cloud-Dienst ohne diese NTFS-Voraussetzung bleibt Ihnen bei OneDrive nur die Möglichkeit, das Speichermedium mit einem Rechtsklick auf den zugehörigen Laufwerksbuchstaben im Windows Explorer gefolgt von „Formatieren -> Dateisystem: NTFS -> Starten“ anders zu formatieren. Beachten Sie bitte, dass dabei alle aktuell auf dem Datenträger gespeicherten Dateien gelöscht werden.

Problemlos ist das geänderte Dateisystem bei USB-Sticks, die man ausschließlich am PC verwendet. Anders kann es bei Speicherkarten für Kameras und ähnliche Geräte aussehen, denn nicht alle unterstützen das von Microsoft vor über 20 Jahren mit Windows NT eingeführte proprietäre Dateisystem. Ob Ihr Ihr Gerät NTFS-formatiere Karten akzeptiert, lesen Sie entweder in der technischen Dokumentation nach oder probieren es schlicht aus. Mitunter hilft auch ein Update der Firmware von Digitalkamera und Co.

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