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Microsoft: Neues Rechenzentrum im Ozean

07.06.2018 | 16:16 Uhr |

Server auf dem Meeresgrund sollen sich durch die kostenlose Kühlung mit Meerwasser günstiger betreiben lassen.

Elektrizität und Wasser sind meist keine gute Mischung. Microsoft testet dennoch ein Rechenzentrum, das mitten im Meer arbeitet. Dazu wurde eine wasserdichte Röhre mit mehreren Servern auf dem Boden des Ozeans in der Nähe der Orkney-Inseln versenkt. Das Projekt Natick getaufte Vorhaben ist schon der zweite Versuch eines Rechenzentrums im Meer von Microsoft. Das Unternehmen will die Rechner mit Meerwasser kühlen und damit den Stromverbrauch der Anlage niedrig halten. Die Wartung einer solchen Anlage ist indes deutlich schwieriger als bei herkömmlichen Serverfarmen an Land.

Im Gegenzug könne innerhalb der Serverfarm durch eine Atmosphäre mit wenig Wasser und Sauerstoff die Korrosion minimiert werden. Die Verbindung der Serverfarm zum Festland wird über ein Unterseekabel realisiert. Darin fließt auch der zum Betrieb notwendige Strom. Project Natick soll fünf Jahre lang laufen und wichtige Daten zum Sinn einer solchen Anlage liefern. Noch handelt es sich lediglich um ein Forschungsprojekt. Es sei aber gut möglich, dass Microsoft langfristig einen Teil seiner Server auf diese Weise kostengünstig kühlen wird. Kritik kommt von Umweltschützern: Laut Microsoft sei eine Erwärmung des Meeres schon in einer Entfernung von wenigen Metern nicht mehr festzustellen.

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