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Microsoft löst Reboot-Probleme bei AMD-CPUs

17.01.2018 | 15:48 Uhr |

Microsoft liefert neue Windows-Updates für AMD-CPU-Besitzer, die mit den ersten Meltdown/Spectre-Patches Probleme hatten.

Microsoft hat zwei Updates für Windows veröffentlicht, die man durchaus als „seltsam“ bezeichnen kann. Hintergrund: Nach Bekanntwerden der Spectre/Meltdown-Lücke hatte Microsoft ein Notfall-Update veröffentlicht . Bereits kurze Zeit später musste die Auslieferung an Rechner mit einigen AMD-CPUs gestoppt werden, weil es dort zu Reboot-Problemen gekommen war.

Zur Lösung des Problems sollen offenbar nun die beiden Updates KB4073578 für Windows 7 SP1 (und Windows Server 2008 R2 SP1) und KB4073576 für Windows 8.1 (und Windows Server 2012 R2) dienen.

Die Updates sind gleich aus mehreren Gründen seltsam. Zunächst einmal weil sie offenbar nicht über Windows Update verteilt werden, sondern nur über die im KB-Eintrag enthaltenen Download-Links im Microsoft Update-Katalog verfügbar sind. Außerdem heißt es in der Update-Beschreibung „Dieses Update ersetzt kein zuvor veröffentlichtes Update“, obwohl vorher klar auf die Anfang Januar 2018 Anti-Spectre-Meltdown-Updates verwiesen wird.

Damit bleibt offen: Reicht die Installation dieser Updates aus, um auch die Spectre-Meltdown-Lücken zu schließen? Oder müssen diese älteren Updates ebenfalls installiert werden. Und wenn ja, vorher oder nachher?

Und zu guter Letzt sind im Beschreibungstext keinerlei Informationen enthalten, wie man diese Updates eigentlich auf einem vom Reboot-Problem betroffenen Rechner installieren kann. Schließlich kann der Rechner ja nicht mehr neu starten und damit können dann ja darauf keine neue Patches installiert werden. Über den Start von Windows im Reparaturmodus kann man – wie auch hier in unserem Beitrag erklärt  – natürlich die Problem verursachenden Updates wieder entfernen. Allerdings benötigt man dann auch nicht mehr die nun veröffentlichten Updates, weil sich ja das Reboot-Problem von selbst erledigt hat.

Microsoft… Was machst Du da?

Unterm Strich stellen wir also fest: Microsoft hatte ein Update ausgeliefert, welches bei einigen AMD-CPU-Besitzern für massive Probleme sorgte. Einige Tage später ist Microsoft nicht in der Lage, die Updates, die die Probleme lösen, mit allen wichtigen Informationen auszuliefern. 

Und von einem vergleichbaren Update für Windows 10 fehlt derzeit noch jede Spur…
 
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