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Microsoft: Clover-Trail-PCs mit Windows 10 bekommen Sicherheits-Updates

20.07.2017 | 11:18 Uhr |

Microsoft bestätigt: Windows-10-Rechner mit bestimmten Intel-Prozessoren können keine neuen Windows-10-Feature-Updates mehr installieren. Doch Microsoft versorgt die PCs weiterhin mit Sicherheits-Updates.

Microsoft hat gegenüber der US-IT-Nachrichten-Webseite "The Verge" bestätigt, dass es für Windows-10-Rechner mit bestimmten Intel-Atom-Prozessoren keine weiteren Features-Updates mehr geben werde . Konkret handelt es sich um Atom-Prozessoren mit dem Codenamen Clover Trail, die Intel unter folgenden Modellbezeichnungen verkauft hat: Atom Z2760, Atom Z2520, Atom Z2560 und Atom Z2580. Diese Clover-Trail-Atom-Prozessoren verbauten die Hardware-Hersteller seinerzeit in Einstiegsrechnern mit Windows 8 und vor allem in so genannten 2-in-1-Geräten.

Zudem bestätigte Microsoft, dass auch das im Frühjahr 2017 erschienene Creators Update nicht mehr für diese Intel-Atom-Maschinen zur Verfügung stehe.

Die betroffenen Intel-Atom-Prozessoren würden zusätzlichen Hardware-Support benötigen, um zusammen mit dem Creators Update die bestmögliche Nutzererfahrung bieten zu können, erklärt Microsoft. Doch Intel würde diese Prozessor-Generation nicht mehr unterstützen, das heißt keine neuen Treiber mehr dafür programmieren (End of Interactive Support). Doch ohne neue Treiber lasse sich das Windows 10 Creators Update nicht installieren, ohne dass es danach potenziell zu Performance-Schwächen kommen könne.

Microsoft verlängert Sicherheits-Support für betroffene Geräte

Microsoft will stattdessen das ältere Windows 10 Anniversary Update als letztes Feature-Update für Rechner mit Intel Atom-Prozessoren der Clover-Trail-Generation zur Verfügung stellen. Wenn dieses Anniversary Update auf den Windows-10-Rechnern installiert ist, dann will Microsoft dafür Sicherheits-Updates bis Januar 2023 bereitstellen. Microsoft weicht damit vom eigentlich üblichen Lebenszyklus für Windows ab und stellt für die betroffenen Geräte außerhalb der Reihe eigene Sicherheits-Updates bereit.

Dieses Januar-2023-Datum entspricht dem Ablauf des Extended Support (erweiterter Support) für Windows 8.1, also für das Betriebssystem, das vor dem kostenlosen Upgrade auf Windows 10 auf den betroffenen Rechnern installiert war. Dieser erweiterte Support endet exakt am 10. Januar 2023, wie Microsoft hier schreibt. Den grundlegenden Support für Windows 8.1 stellt Microsoft bereits am 9. Januar 2018 ein.

Somit ist das drohende Schreckensszenario vom Tisch, dass diese Windows-Rechner ab Anfang 2018 nicht mehr mit Sicherheits-Updates versorgt werden würden und somit Hackerangriffen und Malware-Attacken wehrlos ausgesetzt seien. Microsoft springt also für Intel in die Bresche, zumindest hat das jetzt so den Anschein.

Besitzer der betroffenen Atom-Rechner bekommen damit aber keine neuen Windows-Features mehr. Denn diese gibt es nur mit neuen Feature-Updates wie eben dem im Frühjahr 2017 erschienenen Creators-Update oder dem nächsten Redstone-3-Update, das Microsoft im Herbst 2017 veröffentlichen wird und das deshalb Falls Creators Update genannt wird.

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