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Microsoft entwickelt VR-Controller für Blinde

20.02.2018 | 15:49 Uhr |

Mit einem Blindenstock samt Vive Tracker können auch sehbehinderte Menschen die virtuelle Realität für sich entdecken.

Für sehbehinderte Menschen bietet die virtuelle Realität bislang kaum einen Vorteil. Das gesamte Konzept setzt ein Umschauen in der Spielwelt voraus, um sich zu orientieren. Microsoft will dies mit einem speziellen Controller für Blinde ändern. Konkret handelt es sich um einen Blindenstock, der haptisches Feedback liefert. Zusammen mit der VR-Brille HTC Vive und einem zugehörigen Tracker sollen sich damit auch Blinde in der virtuellen Realität orientieren können.

Auf die Darstellung eines stereoskopischen Bildes in der Brille verzichtet der Microsoft-Controller. Stattdessen erfolgt die Wahrnehmung von Objekten in VR über 3D-Sound und einen angepassten Blindenstock. Dieser ist mit einen Federarm verbunden, der bei der Berührung von Hindernissen ein möglichst realistisches Feedback für den Nutzer erzeugt. Mit Vibrationen und Tönen wird so der Eindruck erweckt, dass der Spieler mit seinem Stock tatsächlich gegen einen Gegenstand schlägt, dieser ist aber nur in der virtuellen Welt vorhanden. Erste Experimente mit dem VR-Controller für Blinde seien sehr erfolgreich gewesen. Von zehn Teilnehmern konnten neun erfolgreich durch einen virtuellen Innenraum navigieren. Das System könne beispielsweise dazu genutzt werden, um mit ängstlichen Menschen die Überquerung einer Straße zu trainieren – ohne tatsächliche Gefahr. 

Microsoft-App hilft Blinden, ihre Umgebung zu "sehen"

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