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Microsoft Edge: Das ist neu im Spring Creators Update

08.05.2018 | 10:10 Uhr |

Wie auch schon bei den letzten Updates haben die Microsoft-Entwickler den eigenen Edge-Browser weiter verbessert und ihm einige neue Features spendiert. So kann Edge nicht nur in Sachen Geschwindigkeit mit Chrome und Firefox mithalten.

Schon in den letzten großen Updates haben die Microsoft-Entwickler ein besonderes Augenmerk auf den Edge-Browser gelegt und ihm zuletzt beispielsweise eine Importfunktion für Chrome-Einstellungen sowie eine engere Verzahnung mit dem Sprachassistenten Cortana spendiert. Augenscheinliche Änderung der neuen Version in Windows 10 Spring Creators Update ist das kräftigere Schwarz im Dark Mode für ein verbessertes Kontrastverhältnis. Im Vollbildmodus von Edge ist neuerdings auch das Adressfeld zu sehen. Fahren Sie einfach mit dem Mauszeiger an den Bildschirmrand, um es einzublenden und eine neue Adresse einzugeben, ohne den Vollbildmodus zu verlassen.

Browser-Einstellungen: So schützen Sie sich!

Viele kleine Optimierungen für mehr Komfort beim Surfen

Im Spring Creators Update Build 1803 unterstützt Microsoft Edge neue und zusätzliche Webstandards. Webseiten können nun Push-Benachrichtigungen an das Info-Center von Windows 10 senden und Daten im Hintergrund aktualisieren, selbst wenn der Browser geschlossen ist. Passend dazu nutzen Sie Edge auch auf dem iPhone und iPad sowie auf Android-Geräten. Dank der Hintergrundaktualisierung können Sie beispielsweise von Windows-PC zum iPad wechseln und dort mit Edge ohne Unterbrechung auf der gleichen Webseite weiter surfen. Praktisch: Websites lassen sich nun auch über die Taskleiste aufrufen. Wählen Sie für Ihre Lieblingswebseiten „Mehr –› Diese Seite an die Taskleiste anheften“ aus. Mit einem Klick auf das entsprechende Symbol wird die entsprechende Seite auf einen Mausklick in Edge geöffnet.

Ähnlich Google Chrome und Firefox kann Edge nun auch Adressfelder auf Webseiten automatisch ausfüllen. Dazu speichert der Microsoft-Browser Ihre bevorzugten Informationen für Eingabefelder in Formularen dauerhaft ab. So sparen Sie viel Tipparbeit bei der Registrierung in Online-Shops und auf anderen Websites. Gut: Einmal gespeicherte Adressen werden sogar für andere Windows-10-Geräte übernommen. Wählen Sie zum Bearbeiten der gespeicherten Informationen „Mehr –› Einstellungen –› Erweiterte Einstellungen anzeigen –› Formulareinträge verwalten“ aus. Viele Webseiten spielen ungefragt Videos ab – das ist extrem nervig. Anstatt den Umweg über die Lautstärkereglung von Windows gehen zu müssen, bietet Edge nun einen praktischen Ein-/Aus-Schalter. Edge zeigt anhand eines Audio-Symbols, welche Registerkarte Sound abspielt. Mit einem Mausklick schalten Sie automatisch abspielende Medien auf Webseiten stumm und aktivieren die Wiedergabe. Dank sogenannter Web Media Extensions kann Edge neuerdings populäre Audio- und Videoformate direkt abspielen. Verbessert haben die Entwickler den Vollbildmodus, der über die Taste F11 aktiviert wird. Er zeigt nur noch die aktuell im Browser geöffnete Website im Vollbild auf dem Monitor an. Bewegen Sie die Maus in den oberen Bildschirmbereich, dann werden neuerdings die Adresszeile und die Favoriten angezeigt. Sie müssen also nicht mehr den Vollbildmodus verlassen, um eine andere Webseite zu öffnen. Beim Drucken aus heraus entfernt der Browser alle erkannten Werbeelemente und andere störende Inhalte. Es wird quasi nur noch der eigentliche Inhalt der Seite ausgedruckt – zumindest in der Theorie. Die Ergebnisse bei unseren Tests überzeugen nicht.

Browser-Benchmark: Mit diesen Browsern surfen Sie am schnellsten

Praktisch: Neuer Lesemodus und anpassbare Vorlesefunktion

Webseiten lassen sich mit einem Klick aus über 50 Sprachen übersetzen.
Vergrößern Webseiten lassen sich mit einem Klick aus über 50 Sprachen übersetzen.

Der interne Betrachter für PDF-Dateien und E-Books im EPUB-Format ist ebenfalls optimiert. Im Lesemodus ist nun ein Pop-up-Menü vorhanden, über das Sie zum Beispiel die Stichwortsuche erreichen, die Vorlesefunktion starten oder den Vollbildmodus aktivieren. Apropos Vorleseoption für Websites: Microsoft Edge kann Ihnen neuerdings PDFs, E-Books und sogar Website-Inhalte vorlesen. Klicken Sie bei E-Books auf eine beliebige Seite, und wählen Sie „Laut vorlesen“ aus. Bei Webseiten klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Stelle und wählen ebenfalls „Laut vorlesen“ aus. In den Spracheinstellungen finden Sie die Optionen „Vorhergehender Absatz“ und „Anhalten“. Die Stimme und Vorlesegeschwindigkeit lässt sich für Ihren Geschmack ändern.

Für EPUB-Bücher gibt es außerdem überarbeitete und neue Grammatik-Tools. Sie sollen das Leseverständnis verbessern, indem sich eine Silbentrennung aktivieren lässt und Substantive, Verben und Adjektive farbig markiert werden können. Das Ergebnis ist eine korrekte Betonung bei der Vorlesen-Funktion.

Auf Webseiten können Sie beliebige Textstellen hervorheben und Notizen hinzufügen. Gehen Sie dazu zu der entsprechenden Stelle im Text, wählen im Kontextmenü der rechten Maustaste die Option „Hervorheben“ und dann eine Farbe aus. Für eine Notiz wählen Sie eine Textstelle und die Option „Notiz hinzufügen“ aus, und geben Sie dann Ihre Infos ein.

Übrigens: Mit der kostenlosen Translator-Erweiterung lassen sich geöffnete Webseiten in über 50 Sprachen übersetzen. Klicken Sie auf das entsprechende Icon in der Adressleiste, um die Inhalte zu übersetzen. Sie wählen die Zielsprache aus und können das auch als Standardeinstellung speichern. Innerhalb von Sekunden ist die Webseite übersetzt und das bei unseren Stichproben in mehreren Sprachen in äußerst guter Qualität.

Unterstützung für variable Schriftarten

Unterstützung für variable Schriftarten
Vergrößern Unterstützung für variable Schriftarten

Google Chrome, Firefox, Opera und viele andere Browser unterstützen variable Schriftarten bei der Webseitendarstellung. Dabei werden die Schriftvarianten über Cascading Style Sheets (CSS) gesteuert. Bei der Umsetzung arbeiten unter anderem Microsoft, Adobe, Apple und Google eng zusammen, doch erst mit Edge HTML 17 im Windows 10 Spring Creators Update wird das von Edge vollständig unterstützt. Auf der Entwickler-Webseite zeigt Microsoft die Möglichkeiten der variablen Schriften. Nach einem Klick auf „Contents“ rechts oben auf der Seite lassen sich in einem Menü verschiedene Bereiche auswählen. In der „Einstellungen“- App unter „Personalisierung –› Schriftarten“ können Sie am Beispiel des Fonts „Bahnschrift“ sehen, welche Vorteile variable Schriftarten bringen. Ändern Sie die Größe beziehungsweise den Schriftschnitt und schauen Sie sich die Änderungen an. Das gibt einen guten Eindruck, wie sich variable Schriftarten auf Webseiten nutzen lassen.

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