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Das ist neu in Microsoft Edge

10.08.2018 | 10:10 Uhr |

Das aktuelle Herbst-Update stattet Microsofts neuen Standard-Browser Microsoft Edge mit einigen neuen Funktionen aus. Die Interessantesten stellen wir Ihnen in diesem Beitrag vor.

Dass sich die Microsoft-Entwickler nicht viel Mühe geben, kann man nicht behaupten: Mit jedem Milestone-Update wird der Edge-Browser besser. Und gleichzeitig werden die Bedienoberfläche und das Menü „Einstellungen“ regelmäßig optimiert, dem Hersteller zufolge basiert ein Großteil der Änderungen auf dem Feedback der Benutzer. Was Sie von Edge nach dem Update auf Windows 10 Oktober 2018 Update erwarten können, lesen Sie in diesem Beitrag.

Das Herbst-Update stattet Microsofts Browser Edge mit einigen neuen Funktionen aus.
Vergrößern Das Herbst-Update stattet Microsofts Browser Edge mit einigen neuen Funktionen aus.

Edge-Browser mit komplett überarbeiteten Einstellungen

Der Dialog „Einstellungen“, den Sie in Microsoft Edge wie gewohnt per Klick auf das ganz rechts oben platzierte Symbol mit den drei Punkten oder mittels Tastenkombination Alt-X erreichen, wurde von Grund auf neu gestaltet. Anstatt wie bisher alle Befehle und Optionen in reiner Listenform zu sehen, greifen Sie jetzt über die vier Rubriken in der linken Spalte auf die Bereiche „Allgemein“, „Datenschutz und Sicherheit“, „Kennwörter & AutoAusfüllen“ sowie „Erweitert“ zu. Diese Änderung erleichtert die Bedienung ungemein, da Sie nun problemlos von einer Rubrik zu einer anderen springen können. Vor dem Update mussten Sie immer wieder Umwege gehen: Hatten Sie etwa aus Versehen auf „Erweiterungen“ anstatt auf „Einstellungen“ geklickt, mussten Sie den Dialog mangels Zurück-Schaltfläche zunächst einmal komplett schließen und im Anschluss daran wieder öffnen.

Praktisches Detail, das insbesondere auf kleinen Displays eine große Rolle spielt: Die linke Befehlsleiste lässt sich jetzt per Klick auf das „>“-Symbol minimieren, sodass lediglich noch die Icons zu sehen sind. Ebenfalls praktisch: Öffnen Sie in den „Einstellungen“ den Bereich „Downloads“ und klicken Sie einen der Einträge mit der rechten Maustaste an, stand Ihnen bisher nur die Option „Melden, dass dieser Download unsicher ist“ zur Verfügung. Nun umfasst das Kontextmenü drei Befehle: „Link kopieren“, „In Ordner anzeigen“ und „Diesen Download als unsicher melden“.

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Autostart & Co.: Audio-und Videowiedergabe steuern

Schon im Frühjahr hatte Microsoft mit dem April-Update die Möglichkeit eingeführt, einzelne Registerkarten stummzuschalten. Hierzu genügt ein Klick auf das kleine Lautsprechersymbol, das auf dem Tab neben dem Seitentitel zu finden ist. Alternativ dazu klicken Sie die Registerkarte mithilfe der rechten Maustaste an und wählen im Folgenden im Kontextmenü den Befehl „Tab stummschalten“. Diese längst fällige Neuerung wurde im aktuellen Milestone-Update noch einmal erweitert.

Dazu klicken Sie auf „Einstellungen –› Erweitert“. Im Abschnitt „Automatische Medienwiedergabe“ stehen Ihnen drei Optionen zur Auswahl: „Zulassen“, „Limitiert“ sowie „Sperren“. Entscheiden Sie sich für die erstgenannte Option, werden alle Audio-und Videoinhalte automatisch wiedergegeben. „Sperren“ unterdrückt diese Wiedergabe vollständig. Wählen Sie dagegen „Limitiert“, so werden nur Videos ohne Ton automatisch wiedergegeben. Das einzige Manko der Funktion „Automatische Medienwiedergabe“ ist, dass die von Ihnen getroffene Vorgabe für alle besuchten Webseiten gilt. Allerdings besteht die Möglichkeit, einmal gesperrte Webseiten jederzeit wieder zu entsperren. Klicken Sie dazu im Abschnitt „Websiteberechtigungen“ auf die Schaltfläche „Berechtigungen verwalten“, wählen Sie die gewünschte Seite mittels Mausklick aus und legen Sie dann über das Ausklappmenü die gewünschte Vorgabe fest.

Endlich lässt sich in Edge vorgeben, ob Webseiten automatisch Audio-und Videodateien abspielen dürfen.
Vergrößern Endlich lässt sich in Edge vorgeben, ob Webseiten automatisch Audio-und Videodateien abspielen dürfen.

Neue Lerntools, Erweiterungen hingegen fast ohne Änderungen

Die „Grammatiktools“, die Ihnen beim Lesen eines E-Books und nach der Aktivierung der Leseansicht einer Webseite zur Auswahl stehen, sind nunmehr Bestandteil der neuen „Lerntools“. Beim erstmaligen Aufruf dieser Funktion werden Sie zuerst aufgefordert, die Komponente aus dem Microsoft Store zu laden. Klicken Sie hierzu auf „Abrufen“ und folgen Sie den Anweisungen.

Nach der Installation können Sie mit einem Klick auf „Lerntools“ und „Grammatiktools“ nicht nur die „Silbentrennung“ aktivieren sowie sämtliche im Text enthaltene „Substantive“, „Verben“ und „Adjektive“ farbig hervorheben lassen. Mit dem neuen Oktober-Update stehen Ihnen inzwischen auch die Rubriken „Textoptionen“ und „Leseeinstellungen“ zur Auswahl. In den „Textoptionen“ können Sie den Textabstand verbreitern und sich für eines von 22 augenschonenden Seitendesigns entscheiden.

Nach dem Anklicken der „Leseeinstellungen“ schalten Sie die „Zeilenfokussierung“ ein und wählen aus, ob eine, drei oder fünf Zeilen angezeigt werden sollen. Alle anderen Seiteninhalte werden ausgeblendet. In der Standardeinstellung unterstützen die „Grammatiktools“ deutschsprachige Texte. Sie können jedoch über „Weitere Sprachen hinzufügen“ im Bereich „Region und Sprache“ der Einstellungen-App von Windows zusätzliche Sprachpakete installieren.

Sehr gut ist, dass zahlreiche dieser Neuerungen auch bei der Anzeige von PDF-Dateien verfügbar sind. Bislang beschränkten sich die Funktionen der Leseansicht auf das Anpassen der Textgröße und der Hintergrundfarbe. Apropos PDF-Dateien in Microsoft Edge lesen: Neu ist auch, dass Sie PDFs nun endlich um eigene Notizen erweitern können. Dazu klicken Sie das Symbol „Notizen hinzufügen“ an. Ebenfalls neu ist, dass sich die Bedienleiste anheften und wieder lösen lässt. Darüber hinaus können Sie beim Ausdrucken von PDF-Dateien die „Skalierung“ vorgeben. Zur Auswahl stehen „An Seite anpassen“ und „Tatsächliche Größe“; eine Vorschaufunktion hilft Ihnen bei der Entscheidung.

Bei E-Books im Format Epub, PDF-Dokumenten sowie in der Leseansicht stehen Ihnen die neuen „Lerntools“ zur Verfügung.
Vergrößern Bei E-Books im Format Epub, PDF-Dokumenten sowie in der Leseansicht stehen Ihnen die neuen „Lerntools“ zur Verfügung.

Kaum etwas getan hat sich in Sachen Erweiterungen. Obwohl Edge bereits seit mehr als zwei Jahren Add-ons unterstützt, ist deren Anzahl erschreckend gering. Klicken Sie auf das ganz rechts platzierte Menüsymbol mit den drei Punkten („Einstellungen und mehr“) oder drücken Sie die Tasten Alt-X und wählen Sie „Erweiterungen –› Weitere Erweiterungen durchsuchen“, um die entsprechende Rubrik in der Store-App zu öffnen. Neue Erweiterungen finden sich nicht nur in Rubriken wie „Anzeigenblocke und Kennwort-Manager“, sondern werden auch gesondert aufgelistet.

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Deren Anzahl lässt allerdings nach wie vor zu wünschen übrig: Gerade einmal gut einhundert Erweiterungen stehen Ihnen zur Auswahl, in der täglichen Praxis verdienen aber nur eine Handvoll das Prädikat sinnvoll. Dazu gehören beispielsweise Adblock ( https://getadblock.com ), Ghostery ( www.ghostery.com/de ) wie auch Last Pass Free Passwort Manager ( www.lastpass.com/de ). Durchaus brauchbar sind zudem True Key ( www.truekey.com/de ) von McAfee zur Anmeldung auf Webseiten und Apps mittels Gesichtserkennung oder Fingerabdruck, Roboform ( www.roboform.com/de ) als Kombination aus Passwort-Safe und automatischem Formularausfüller sowie Onenote Web Clipper ( www.onenote.com/clipper ).

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