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Microsoft begräbt Xbox Kinect

03.01.2018 | 15:16 Uhr |

Die Bewegungserkennung Kinect für Microsofts Xbox wird in Rente geschickt. Mit neuen Spielen ist nicht mehr zu rechnen. UPDATE

Microsoft hat nun gegenüber der Spiele-Website Polygon offiziell das Ende von Kinect bestätigt. Die Herstellung der Kinect Adapter wurde beendet, so ein Microsoft-Sprecher.  Diese Adapter waren notwendig, um den Xbox One Kinect Sensor mit einer Xbox One S oder Xbox One X über die USB-Schnittstelle zu verbinden. Der Kinect Sensor wird bereits seit Oktober 2017 nicht mehr produziert. Dem Sprecher zufolger will sich Microsoft verstärkt auf neues Gaming-Zubehör für Windows 10 und Xbox One konzentrieren, welche von den Gamern stark nachgefragt werden. Zum Start der Xbox One X im November 2017 hatte Microsoft einige ältere Kinect-Titel neu und ohne Kinect-Unterstützung veröffentlicht.

Ursprüngliche Meldung vom 26.10.2017: Von der erstmals auf der Spielemesse E3 im Jahr 2009 - damals noch unter dem Codenamen Project Natal - vorgestellten Kinect-Kamera für die Xbox 360 erhofften sich Spieler eine ganz neue Erfahrung. Schließlich sollte die Hardware die Steuerung der Spiele durch Körperbewegungen ermöglichen. Da die Erkennung jedoch ungenauer als erhofft ausfiel, war auch die Steuerung via Kinect eher etwas für Gelegenheitsspieler. Daran änderte auch die überarbeitete Version der Kamera für die Nachfolgekonsole Xbox One kaum etwas.

Nun hat Microsoft das Ende von Kinect eingeläutet. In einem Interview gaben Kinect-Erfinder Alex Kipman und Marketingleiter Matthew Larsen bekannt, dass die Produktion von Kinect-Zubehör eingestellt wurde. Käufer der Kamera sollen zwar weiterhin Support erhalten, ob aber auch die für Entwickler gedachten Programme weiter betreut werden, bleibt fraglich. In diesem Jahr wurden gerade einmal drei Spiele veröffentlicht, die Kinect unterstützen. Umsonst war die Entwicklung der Kamera für Microsoft aber nicht. Die einst für Kinect entwickelte Software lebt in der persönlichen Assistentin Cortana weiter. Auch das HoloLens-Projekt von Microsoft baut auf die mit Kinect gemachten Erfahrungen auf. Langfristig könnte Kinect für Sammler interessant sein. Die Hardware ist auf Ebay vergleichsweise günstig zu finden. 

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