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Mechanisch oder elektronisch? Kamera-Verschlusstechniken erklärt

03.08.2017 | 09:06 Uhr |

Bei einigen Kameras, beispielsweise von Panasonic und Fujifilm, ist es möglich, manuell auszuwählen, ob Sie den mechanischen oder den elektronischen Verschluss einsetzen wollen. Doch welcher Verschluss ist besser?

Beim mechanischen Verschluss unterscheidet man zwischen dem Schlitzverschluss sowie dem Zentralverschluss. Ersterer kommt vor allem bei Modellen mit Wechselobjektiv zum Einsatz und befindet sich im Kameragehäuse. Er arbeitet mit zwei Lamellenvorhängen, welche sich um das Starten beziehungsweise das Beenden der Belichtung kümmern, das heißt um die Länge der Belichtungszeit. Ein Nachteil des Schlitzverschlusses sind häufig die technisch bedingten Mikro-Erschütterungen, die zu Unschärfen führen können, und das Betriebsgeräusch. Der Zentralverschluss sitzt im Objektiv und kommt vor allem bei Kompaktkameras zum Einsatz, weil er sehr leise arbeitet. Er wird in den Strahlengang geschwenkt, um die Belichtungszeit zu beeinflussen.

Der Verschluss (im Bild: elektronischer Verschluss der Nikon D750) kümmert sich um die Länge der Belichtungszeit.
Vergrößern Der Verschluss (im Bild: elektronischer Verschluss der Nikon D750) kümmert sich um die Länge der Belichtungszeit.

Beim elektronischen Verschluss wird die Belichtung elektronisch direkt über den Sensor geregelt, der meist zeilenweise ausgelesen wird. Dadurch kann der Verschluss komplett lautlos und erschütterungsfrei arbeiten. Den Blitz können Sie hier meist nicht einsetzen, da der Lichtimpuls oft zu kurz ist. Und bei sich bewegenden Motiven kann es zum sogenannten „Rolling Shutter Effekt“ kommen. Die Motive sehen verzerrt aus, da der Sensor nicht schnell genug ausgelesen wird. Die Lösung ist ein Kompromiss: ein Schlitzverschluss, bei dem der erste Verschlussvorhang elektronisch gesteuert wird.

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