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Luxus-Hotel verbannt Social Media Influencer

22.01.2018 | 14:41 Uhr |

Als der Chef des irischen Luxus-Hotels The White Moose Café von einer Youtuberin um eine kostenlose Unterkunft gebeten wird, platzt ihm der Kragen.

Die Youtuberin Elle Darby und der Besitzer des irischen Luxus-Hotels The White Moose Café lieferten sich in den vergangenen Tagen eine überaus unterhaltsame Schlammschlacht im Internet. Alles begann mit einer E-Mail der Youtuberin Elle Darby. Mit 87.000 Youtube-Abonnenten und 76.000 Instagram-Followern bezeichnet sich die Britin selbst als „Social Media Influencerin“. Da sie mit ihrem Freund einen fünftägigen Valentinstagsausflug nach Dublin plant, nimmt sie Kontakt zum irischen Luxus-Hotel The White Moose Café auf und bietet dem Betreiber eine „Kooperation“ an. Darby will fünf Tage lang kostenlos im Hotel übernachten und essen, als Gegenleistung will sie The White Moose Café in Promo-Videos auf Youtube und Instagram bewerben.

Hotel-Betreiber Paul Stenson fühlt sich von diesem Angebot so beleidigt, dass er auf der  Facebook-Seite des The White Moose Café eine öffentliche Antwort gibt. Darin zieht er sarkastisch gegen derartige „Promo“-Aktionen vom Leder. Darbys Name war in dem offenen Brief zwar geschwärzt, es dauerte jedoch nicht allzu lang, bis einige Internet-Nutzer herausfanden, wer mit der Antwort gemeint war. Schon bald sah sich Darby auf Instagram und Youtube einem Shitstorm gegenüber, der sie als Schnorrerin beschimpfte. In einem 17-minütigen Youtube-Video äußert sich Darby schließlich öffentlich über die Situation und bricht am Ende sogar in Tränen aus. Das führt wiederum zu einem Shitstorm beim The White Moose Café.

Unter dem Hashtag #bloggergate eskaliert der Streit weiter munter vor sich hin. Das irische Hotel hat inzwischen ein Hausverbot für alle Blogger ausgesprochen. Stensons trockener Rat dazu: So genannte Influencer sollten sich doch einfach einen richtigen Job suchen, dann wären sie auch in der Lage für ihre Hotelaufenthalte zu zahlen. Am Wochenende schickte der Hotelbetreiber Darby außerdem noch eine Rechnung über mehr als fünf Millionen Euro für die „Publicity“ und „Reichweite“ die er ihr mit mehr als 114 Artikeln in 20 Ländern mit einer potenziellen Reichweite von 450 Millionen Menschen beschert habe. 

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