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LTE in Berliner U-Bahn künftig von drei Anbietern?

13.10.2017 | 15:44 Uhr |

Telekom, Vodafone und Telefónica verhandeln derzeit über einen gemeinsamen Ausbau des Mobilfunknetzes in der Berliner U-Bahn.

Derzeit versorgt Telefónica die Fahrgäste der Berliner U-Bahn mit schnellen Mobilfunkverbindungen. Kunden der Telekom und von Vodafone müssen in den Tunneln und Zügen auf das langsame GPRS- und EDGE-Netz ausweichen. Dies könnte sich schon bald ändern. Der Netzausbau der Berliner U-Bahn soll künftig von allen drei Anbietern vorangetrieben werden. Vodafone teilte gegenüber der Berliner Zeitung mit, dass man eine gemeinsame Lösung für den LTE-Ausbau mit Telefónica und der Telekom anstrebe. Auch die Telekom bestätigte gemeinsame Verhandlungen und Planungen. Ein konkretes Ergebnis gäbe es aber noch nicht. Das Unternehmen will jedoch weiterhin bis Ende 2018 die gesamte Berliner U-Bahn mit schnellen Mobilfunkverbindungen zu versorgen.

Neben den hohen Kosten für den Ausbau wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) nach Brancheninformationen eine Miete von 500.000 Euro pro Mobilfunkbetreiber erheben. Die neuerlichen Kooperationsbestrebungen zielen auf eine gemeinsame Nutzung der Telefónica-Antennen ab. Dies könnte die Mietforderungen der BVG senken. Bis zum Frühjahr soll das gesamte Berliner U-Bahnnetz mit 146 Kilometern für alle drei Netzbetreiber verfügbar sein. Bislang bietet die Telekom LTE und UMTS im Rahmen einer ersten Ausbaustufe lediglich in der Linie U7 zwischen Gneisenaustraße und Hermannplatz und auf der U8 zwischen Hermannplatz und Moritzplatz an. 

LTE-Empfang drinnen und draußen unterscheiden sich zum Teil deutlich

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