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Lovense: Vibrator-App zeichnet heimlich Geräusche auf

13.11.2017 | 10:05 Uhr |

Die App für den smarten Vibrator von Lovense zeichnet heimlich die Geräusche auf, die während der Benutzung des Vibrators entstehen. Lovense-Sexspielzeuge sind auch in Deutschland erhältlich. Eine neue Version der App soll das Problem beseitigen.

Lovense Remote ist eine Bedien-App für Android-Smartphones und iPhones zur Steuerung eines smarten, fernbedienbaren Bluetooth-basierten Vibrators. Die App bietet unter anderem Einstellungen für „Solo Play“, „Discreet Public Play“ und „Long Distance Play“. Mit der App lässt sich das Sexspielzeug remote bedienen, auch über „größere Entfernungen“. Man kann auch zwei Vibratoren synchron arbeiten lassen. So weit, so gut,

Weniger gut ist aber, dass die App alle Geräusche, die bei der Benutzung des Vibrators entstehen, ohne Wissen der Benutzerin (beziehungsweise des Benutzers) auf dem Smartphone aufzeichnet, wie US-Medien berichten . Die Audio-Datei liegt abgespeichert auf dem Smartphone, ohne dass dessen Besitzerin/Besitzer von der Existenz weiß. Die Produkte von Lovense sind auch in Deutschland erhältlich.

Die Benutzer hatten der App zuvor den Zugriff auf das Mikrofon und die Kamera des Smartphones gestattet. Allerdings nur für die Chat-Funktion, die in der Lovense-App integriert ist. Zudem sollte die App Sprachaufzeichnungen nur auf Anweisung der Benutzerin/des Benutzers versenden. Die App sollte aber ausdrücklich nicht durchgehend während der Benutzung alle Geräusche aufzeichnen. Doch genau das war der Fall, wie mehrere Benutzerinnen und Benutzer meldeten.

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Das Unternehmen Lovense hat diese Fehlfunktion auf Anfrage eines Nutzers bestätigt. Dabei würde es sich um einen „kleinen Fehler“ (englisch: „minor bug“) handeln. Eigentlich sollte jede Sound-Aufzeichnung sofort gelöscht werden, sobald die Soundaufzeichnung beendet wird. Doch das geschah aufgrund eines technischen Fehlers nicht. Tatsächlich existierte die Datei im Cache weiter, bis eine neue Aufzeichnung gestartet wird, die die vorhandene Aufzeichnung überschreibt.

Dieser „kleine Fehler“ würde nur in der Androidversion von Lovense Remote auftreten, nicht aber bei der iOS-Version. Das Unternehmen versichert zudem, dass die Sprachaufzeichnung nur auf dem Smartphone existieren würde und nicht an die Server des Unternehmens übertragen werde.

Mittlerweile hat das Unternehmen laut eigenen Angaben für Android eine fehlerbereinigte Version mit der Versionsnummer 3.0.7 zum Download bereitgestellt. Sie soll nun nicht mehr ohne Zustimmung Audiomitschnitte anlegen: Jede Aufzeichnung werde nach dem Ende der Session sofort gelöscht, wie die Macher versichern.  

Dies ist nicht das erste Datenschutzproblem, das in Zusammenhang mit Sex-Spielzeugen auftritt. So sammelte zudem bereits der We-Vibe-Vibrator Nutzerdaten.

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